Donnerstag, 26. September 2013

Stoffspielereien mit Stickereien und Streifentechnik

Diesen Monat sammelt Lucy Stoffspielereien mit Stickerei. Das Thema ist offen auch für die Einbeziehung vorhandener bestickter Stoffe.

Bei mir verbindet sich das Thema mit dem Ziel, einen Lasagnequilt zu nähen. In Videos wird meistens auf die Schnelle ein Jelly Roll verwendet. Da ich reichlich Stoff im Schrank habe wollte ich davon etwas verwenden und vorher teilweise verändern, so dass sich eine blau-weiße Mischung ergibt.

So habe ich weiße Baumwolle wie ein Plissee gebügelt und die Kanten mit Textilfarbe getränkt:
 


 

 
In einer 2. Variante habe ich einen schrägen Verlauf gebügelt, die Linien mit ein paar zusätzlichen Stempeln ergänzt und nach dem Trocknen farbechtes, kochbares Stickgarn mit Zierstichen der Nähmaschine aufgenäht:

Mit der Restfarbe und einem Reststoff habe ich noch ein paar Kreise gestempelt, um die Stoffauswahl zu vergrößern:



Weitere Stoffstücke aus meiner Sammlung, darunter auch bestickte Deckchen und gefärbte Stoffe ...

 

... habe ich in Streifen von 6 cm geschnitten und zu einem gut 60 Meter langen Streifen verbunden. Als Orientierung zum Nähen habe ich den anzunähenden Streifen gefaltet und mit dem Fingernagel den Verlauf der Naht markiert. Anders als in den Videos (Race-Quilt) habe ich die Nahtzugaben gebügelt und die Ecken abgeschnitten.
Wie in vielen Anleitungen zu sehen ist werden dann Anfang und Ende des Streifens rechts auf rechts übereinander gelegt und bis zum Zusammentreffen vernäht; kurz vorher trennen. Diese Prozedur dann bis zum Erreichen des Endmaßes fortsetzen.
Praktisch fallen so gut wie keine Stoffabfälle an.
Das Nähen ist spannend, da der Zufall das Aufeinandertreffen der Stoffe bestimmt.



Meine Fläche ist reichlich groß und bekommt keinen vergrößernden Rand.
Als Hintergrund verwende ich ein klein blau geblümtes Bettlaken und als Vlies ein Malimo-Bettlaken.
 

Eine ältere Nähmaschine mit großer Auflagefläche beim Nähen habe ich im Schatten der Nähte auf den Nahtzugaben gequiltet, Der Rand fehlt noch.

 
Nachtrag im November 2013: fertig ...
 
 

 

Kommentare:

  1. Da hast Du Dir ja eine vielfältige Stoffauswahl gesammelt und geschaffen. Sieht toll aus!
    LG Judy

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  2. Liebe Ute,

    hab ich richtig gelesen ... 60 m? Das ist ja ne Wahnsinnsmenge.

    Meine Nähmaschine steht derzeit still, obwohl ich noch einiges machen wollte, bevor ich sie einpacke. Aber im Gegensatz zu Beeren und Früchten verwelkt sie nicht ;-)

    Nen lieben Gruß von Antje

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  3. Eine gute Idee die Streifen selber zu schneiden. Eine Jelly Roll wäre zwar wesentlich einfacher aber man will ja auch seine Stoffe verwerten gell........
    einen schönen Sonntag wünscht
    christine

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  4. Ich bin jetzt gerade nicht so gut im Kopfrechnen - aber das dürfte schon 1,40 x 2,00 in etwa sein, oder? Ein tolles Teil! Ich kann mir gut vorstellen , dass du Spass beim Gestalten der Stoffe hattest. Ich habe noch sooo viel pastelligen Damast... :-). Das wird bestimmt etwas Ähnliches. Hast du Malimo schon mal als Einlage verwendet? Gerade habe ich ein Biberbetttuch für diesen Zweck gekauft. Bin aber unsicher, ob das nicht doch zu dünn ist.

    LG von Kirstin

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    1. Meine zusammengesetzte Fläche war etwas länger und breiter als das Wunschfertigmaß 2 Meter. Die Fertig-Breite ergab sich durch die Malimo-Einlage. Aus den Abschnitten wird ich sicher ein Kissenhülle machen, vielleicht 40 x 80 cm.
      Da es meine erste Decke im Schichten ist habe ich gar keinen Vergleich, ob es zu dünn ist. Die Lagen kleben noch immer auf dem Boden bereit für die Verbindungsnähte ... das ist die nächste Näherei, die ich machen möchte - am liebsten an meiner alten Nähmaschine "Pfaff 90" mit großer Nähtischfläche.

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  5. Lasangequilt, was es so alles gibt! Deinen Mischung der Stoffe ist sehr witzig uund eröffnet ganz neue Wege alte Textillien zu verarbeiten. Schön finde ich auch den abfalllose Aufarbeitung. ich hoffe du zeigst uns auch das fertige Stück.
    Danke für diese inspiration.Blau-weisse Grüße kaze

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  6. Das ist eine unglaublich schöne Inspiration.
    Ich würde mich auch darüber freuen, das fertige Werk sehen zu dürfen.
    Liebe Grüße von Heike

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  7. Ein tolles Werk und gar nicht zu vergleichen mit dem vergleichsweise langweiligen Aneinandernähen von Jelly Roll-Streifen. Da ich die Technik bisher nicht kannte, habe ich sie mir gleich einmal näher angesehen. Absolut nachahmenswert - ist bei mir gespeichert. Aber sag: Man muss die Streifen nicht unbedingt schräg aneinander nähen, es sind ja keine Schrägstreifen. Man macht das wohl eher aus optischen Gründen, denke ich.
    LG
    siebensachen

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    1. Die Schrägstreifen verhindern beim Umklappen der Nahtzugaben nach einer Seite vielfache Stoffschichtungen. Durch die Schrägen werden die Stoffschichten nacheinander angeordnet, was da und dort von Vorteil ist.

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  8. Wunderschön! Die Stempelmuster sind wirklich klasse!
    LG

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  9. Es wäre mir vermutlich schwer gefallen, die alten Stickereien und zerschneiden. Aber das Ergebnis ist verblüffend und wunderschön.
    Manchmal muss man eben was opfern um was anderes zu bekommen ...
    Danke für die Inspiration!
    Birgit

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