Dienstag, 30. April 2013

Spitzendeckchen wird Obstschale

Mehrfach habe ich Häkeldeckchen geupcycelt: Kissenbezüge, Vögel, Lampenschirm

Schon lange wollte ich einem Spitzendeckchen eine neue 3-dimensionale Form und eine neue Funktion zuordnen. Es war spannend, einem Deckchen eine geeignete Form zuzuordnen.

Von einem regionalen Handwerker bekam ich Polyesterharz und einige Tipps. Irrtümlicherweise habe ich angenommen, das Deckchen verfärbt sich durch die Harzschicht schwarz, ist wahrscheinlich bei Epoxidharz so.
Nach dem Aushärten habe ich die neue Schale mit Acrylfarben angepinselt.

Ist doch Spitze, oder?
Kann dann an die Werkeltagebuch-Pinnwand.


 


Zum Strickmuster hätte auch ein Anstrich in grün-blau gut gepasst, denn das Ornament erinnert an ein Pfauenrad.

Nachtrag: die Schale hat einen neunen Anstrich bekommen.

 
 

Kissen aus Stoffresten

Nachdem mehrere Kissenhüllen mit schwarz-weiß gemusterten Stoffen fertig gestellt wurden galt es erst mal die Stoffreste zu sichten, die nicht wieder verstaut werden sollten. Deshalb entstand am Creadienstag noch ein Kissen mit Reststücken sowie ein paar Stoffstücken, die mit Erinnerungen verbunden sind.

Ausgangspunkt war ein Stoffstück mit Stickerei "Glück" um die herum die Stoffstücke Naht für Naht angefügt wurden bis die Fläche die gewünschte Größe hatte. Mit Vliesschicht drunter wurden mit der Maschine ein paar Quiltnähte gezogen, um die Nahtzugaben zu fixieren.

Zusammen mit den anderen Kissen aus diesen Materialien bildet es eine Gruppe, die sich gut in Farbwelten integrieren kann.

Recycling Rucksack

Ein Rucksack wurde ausgemustert ... für jemanden, der näht eine interessante Sache, denn es sind reichlich Reißverschlüsse, Verbindungsteile, Klettstreifen und dergleichen eingebaut, die in die Vorratskiste zum Nähen von neuen Taschen gehören.
 
 

Schon als Kind habe ich gerne in der Knopfschachtel meiner Mutter gekramt. Für mich ist es selbstverständlich, dass auch Textilien recycelt werden, Patchwork ist ja die zugehörige Technik. Heutzutage hat man zwar viel Auswahl an neu zu kaufenden Materialien, aber gerade die sinnvolle Wiederverwertung empfinde ich als Herausforderung. Mitunter mische ich auch Altes mit Neuem.

Sonntag, 28. April 2013

Anti-Zecken-Beutel

Vor ein paar Tagen habe ich hier etwas über Vermeidung von Zeckenbissen gelesen.
Leider habe ich anderweitig nichts mit diesem Inhalt finden können, so dass ich nicht weiß, ob es wirken wird.
Aber schaden kann es ja nicht, wenn Kinder in ihrer Jacken- oder Hosentasche ein paar getrocknete Gänseblümchen mit sich rum tragen. Alleine schon das Sammeln ist mitunter ein Erlebnis.
Natürlich sollten die üblichen Kleiderempfehlungen und Sichtungen am Körper erfolgen wie üblich und empfohlen.

Für den Beutel habe ich dünnen Stoff mit Kindermotiven raus gesucht. Die Motive bestimmen die Größe des Säckchens: ca. 5 x 8 cm.
Für den Wechsel der Füllung im nächsten Jahr habe ich einen Reißverschluss eingenäht.
Auf ein Seitenteil habe ich ein Fach für ein Taschentuch aufgenäht. Dergleichen brauchen nach meiner Erfahrung Kinder im Alter von 3-4 Jahren öfters.



Donnerstag, 25. April 2013

Kissen Log Cabin

Patchwork nähen macht Spaß. Es ist immer spannend, die Stoffe für eine Idee auszuwählen und zusammen zu nähen. Einzelne gewählte Stoffe waren etwas stretchig, deshalb habe ich dünnes Bügelflies untergebügelt. Ein Stoff enthält den Aufdruck "Griffmuster" in vielen Sprachen, war sicher ursprünglich nicht zum Verkauf bestimmt.

Es lohnt auch, zu überlegen, ob einzelne Stücke mit Streifentechnik vorbereitet werden können. Für diesen Bezug wurde der schwarze Stoff und der Griffmusterstoff als Streifen verbunden und anschließend passend neu mit dem Rollschneider geteilt. Ein bisschen Rechnen: wie viele Streifen brauch ich? wie breit mit Nahtzugabe? gehört dazu.

Ein einfaches Patchworkmuster ist Grundlage, von dem 9 Blocks die Vorderseite des Kissenbezuges bilden, umrandet mit ein paar Reststreifen, bis die erforderliche Große entstand. Für die Rückseite wurden oben weitere passende Reststoffe angefügt. Mittelstarke Vlieseline drunter und Schattenquilten ... Druckknöpfe unten ... Fertig

Dienstag, 23. April 2013

Patchwork Nackenrolle

Im Prinzip ist eine Nackenrolle, auch Schlummerrolle genannt, ein Kissen ohne Ecken.
In einer Gruppe von Kissen bringt es Abwechslung in die Ansicht.


Für den abgebildeten Bezug wurden längliche schwarz-weiß gemusterte Stoffe diagonal geteilt und in Fächeroptik wieder verbunden. ... Die so entstandene Fläche umschließt die Rolle. An den Seiten wurde ein dünner Stoff doppelt verwendet, um darin den Zugtunnel für den Verschluss zu platzieren.

So ein Bezug eignet sich gut, um Reste aufzubrauchen. Geschickt zusammengestellte Farben und Muster ergeben einmalige Bezüge für Nackenrollen, die obendrein bequem sind.
 
 

Mein Tipp: Stoffe oder Farben der vorhandenen Wohntextilien aufgreifen, vielleicht gibt es noch passende Stoffreste
 
Mehr Kreatives bei "Creadienstag".

Montag, 22. April 2013

Upcycling Jersey-Bettwäsche

Eine Freundin schenkte mir ausgemusterte Jersey-Bettwäsche mit der Idee, dass ich die Reißverschlüsse sicher gebrauchen kann. Beim Heraustrennen habe ich überlegt, dass sich Farben und Muster vom Jersey für Kinderschlafanzüge eignen, dafür besteht gerade Bedarf. So entstanden mehrere Schlafanzugteile in kurz und lang - gemischt mit Jersey-Upcyclings von einfarbigen T-Shirts, die Akzente zu dem großen Muster bilden. Gerne verwende ich vom T-Shirt den Halsausschnitt, da dieser Teil der Langwierigste für solche Nähteile ist. Außerdem hatte ich Gelegenheit, mal Applikationen mit der Nähmaschine auszuprobieren. Mangels speziellem Textil-Fixierkleber habe ich stellenweise einen Büroklebestift probiert, der wäscht sich ja auch raus.
Wichtig sind nach meiner Erfahrung Taschen auf den Oberteilen und Hosen.


So eine Bettwäsche hat ganz schön viel Stoff ... reichlich Upcycling-Material für Ninas Aktion.

Die Reißverschlusse sind übrigens in den Kissenbezügen mit Häkeldeckchen geupcycelt. Zipperschlitten habe ich vorrätig, so dass ich einen langen Reißverschluss teilen kann.
 
 

Crazy Schlampermäppchen

Ich gestehe es: Lange Zeit wusste ich mit dem Begriff nichts rechtes anzufangen und habe auch nicht darüber nachgedacht. Als ich bei Emma die Aktion "Schlampermäppchens "Herz" gesehen habe ging mir ein Licht auf. Ich habe schon lange eins, das ich oft mit mir herumschleppe. Das Mäppchen ist noch aus meiner Ausbildungszeit, zuerst waren nur Stifte drinnen. Inzwischen ist der Inhalt reichlich gemischt: Stifte, USB-Stick, Lippenstift, kleiner Kamm, kleines Notgeld, Stativhalterung ... was man im Fall der Fälle unterwegs so braucht und nicht lose in der Tasche suchen möchte.

Nach dem Schnitt meines Mäppchens habe ich zwei Neue genäht. Verwendet habe ich dafür ausschließlich schwarz-weiß gemusterte Stoffreste, die lagen gerade auf dem Zuschneidetisch parat. In Crazy-Patchwork-Technik habe ich die Stücken aneinandergefügt bis die einzelnen Teile groß genug waren. Mit untergebügelter Vlieseline nochmals frei gequiltet für Haltbarkeit der Nahtstellen und zusammengenäht. Die Reißverschlüsse sind recycelt vom Flohmarkt.

Samstag, 20. April 2013

Blumenkissen gestreift

Für eine asymmetrische Log-Cabin-Fläche habe ich Stoffe in schwarz-weiß mit Streifen und mit Blumenmustern verwendet. Ausgangspunkt ist eine Stickerei. Nach Zusammenstellung der Kissenbezugsfläche wurde gequiltet: große weiße Flächen mit der Nähmaschine (Linien) und das Blumenmuster mit der Hand.

Freitag, 19. April 2013

Kissen mit Zierstichen

Hab' mal die Sticharten meiner Maschine, einer BROTHER Innov-is 1500, ausprobiert, und mir dann überlegt, dass ich das Nähprobenstück als Gestaltungsfläche in eine Kissenhülle integrieren könnte. Gerade da es sich um nichts Wertvolles handelt wollte ich wissen, wie meine Idee real aussehen wird.

Dazu habe ich mein Probestück mit dem Rollschneider in Streifen von 6 cm Länge geteilt und aneinandergereiht bis ca. 85 cm Länge. ... Nun sind sie Blickfang eines hellen Kissenbezuges. ... Parallel habe ich weitere Ziernähte in rot, grau und schwarz gesetzt.

Wie bei diesem Kissenbezug sind Farben und Materialien austauschbar. Es ist eine Möglichkeit für die Verwertung eines kleinen, schönen Stückes Material, vielleicht mit Stickerei oder anderweitiger Textilgestaltung. Auch die Verwendung eines Reststückes vorhandener Wohnraumtextilien kann Struktur im Wohnbereich schaffen.
 
 

Donnerstag, 18. April 2013

Kissen Streifentechnik

Patchwork-Streifentechnik finde ich großartig. Mit ein paar gezielten Schnitten entstehen Sachen, denen man nicht ansieht, dass Streifen Ausgangspunkt waren. Vom ersten Schnitt an mit dem Rollschneider ist es spannend, wie das fertige Teil aussehen wird.

Ein paar Streifen von 6 cm Breite habe ich zusammengenäht und erneut um 90 Grad versetzt in Streifen geschnitten, wie abgebildet zu 2 langen Bändern zusammengefügt und auf den vorbereiteten Kissenbezugsstoff genäht. Bei den Abmessungen dieses Zuschnittes habe ich berücksichtigt, dass die Stoffstreifen in eine Art Biese eingebettet werden. Als Markierung habe ich mehrfach Bügelkanten gezogen. Die Anordnung erfolgte bewusst asymmetrisch und wurde auf der anderen Seite durch ein paar Ziernähte ergänzt. Als Verschluss unten ein Druckknopfverschluss, so ergeben sich 2 vorzeigbare Seiten.

Solch eine Gestaltung ist je nach Bestimmungsort auch in anderen Farben ausführbar. Die eingefügten Streifen können aus Stoffresten zusammen gestellt werden, auch Jelly-Roll-Reste oder Krawatten eignen sich, sofern man ein paar farblich passend kombinieren kann.
Das Foto zeigt Vorder- und Rückseite
sowie die Ausgangsstreifen.

Blumenkissen Log Cabin

Grafische Blütenmotive finde ich magisch, am liebsten in Antifarben. Den Stoff für den Kissenbezug auf dem Foto habe ich in Arnstadt  gefunden.

Ausgangspunkt war eine schwarze Stickerei auf weiß , um die ich mit der Patchworktechnik Log-Cabin-Technik einen Rahmen aus dunkel gestreiftem Stoff gesetzt habe. Die nächste Log-Cabin-Runde wurde so bemessen, dass die Kissenbezugsfläche (Vorderseite + Rückseite) entstand.  Unter die Fläche habe ich dicke Bügelvlieseline gebügelt. Um das florale Muster an den Nähten wieder zu verbinden habe ich das Blumenmuster nachgequiltet, ganz bewusst nicht 100prozentig exakt. Ein paar Linien habe ich frei neu gesetzt, um eine Verbindung des Musters zu schaffen.

Ehrlich gesagt weiß ich nicht, welche Seite des Kissens mir besser gefällt, denn auch die Rückseite kann sich sehen lassen. Da der Druckknopfverschluss auf der Rückseite ganz unten sitzt kann man das Kissen drehen wie man will.
 
 

Mittwoch, 17. April 2013

Kissen halbrund

Heute zeige ich mal ein Kissen  fast ohne Ecken. Für etwas Abwechslung in der Kissenrunde habe ich mal eine halbrunde Form ausprobiert. Längen- und 1/2-Kreisverhältnis habe ich vorher ausgerechnet, hätte noch etwas länger bzw. nicht so hoch sein können.

Innenbezug mit Füllung mit den passenden Maßen habe ich aus Damast-Stoff und Füllwatte genäht.

Die Stoffe kennen sicher viele, brauch' ich nicht erwähnen, wo es solche zu kaufen gibt.



Noch mehr Sachen von Frauen für Frauen gibt es
hier.

Dienstag, 16. April 2013

Retro-Hose nähen

In den 80er'n habe ich viele Hosen genäht. Anregungen fand ich in Zeitschriften und Katalogen, bei Material war Erfindungsreichtum gefragt. Für Hosen in Pastell-Tönen eigneten sich Bettlaken, die zuerst mal gekocht wurden um Farbechtheit zu prüfen und die Schrumpfung des Materials abzuschließen.

Weiteres Zubehör waren Druckknöpfe, Ringe und Ösen. Die gab es beim Schuster in großen Stückzahlen für wenig Geld. Werkzeuge dafür hat mir mein Vater gebaut.

Meine Herangehensweise ist vielleicht interessant für Näherinnen, die bezüglich Passform beim Nähen mittels Fertigschnitt unsicher sind. Genäht habe ich nach einer gut sitzenden Lieblingshose. Gestaltungsdetails dann während dem Zuschneiden angepasst. Eine Lieblingshose (möglichst ohne Stretch) hat sicher hoffentlich jeder.

Der Schnitt kann zunächst ohne Nahtzugabe auf großformatiges Papier oder Folie aufgezeichnet werden. Ich lege die Hose auf und zeichne zunächst an der Seitennaht runter, nun Bundbegrenzung, Zwickelbereich ... die Hose vorsichtig so verrutschen, dass die Umrisse gezeichnet werden können. Am Ende sollten Schnittteile für 1 Vorderteil und ein Hinterteil entstanden sein. Falls Abnäher vorhanden sind oder rein kommen sollen dieses bitte auf dem Schnitt ausgleichen. Wer eine Hose hat, die aufgetrennt als Vorlage genutzt werden kann ist im Vorteil. Die Schnitt-Teile falte ich für eine Markierung im späteren Bruch.

Grundsätzlich gilt, dass Bügeln wichtiger Bestandteil des Prozesses ist und die Reihenfolge der Nähte nach bester Erreichbarkeit der zu nähenden Stellen erfolgt.

Zuerst 2 Vorderteile und 2 Hinterteile gespiegelt zuschneiden. Beim Zuschneiden Faserverlauf und eventuellen "Strich" des Materials berücksichtigen. Die markierte Bruchlinie hilft bei gestreiften Stoffen.

Nähen

1. Taschen am Vorderteil, z.B. Eingriff-Taschen
2. Vorderteile rechts auf rechts legen, Naht unter dem Reißverschluss-Schlitz und bügeln, Aus Reststücken eine Lasche für den Bereich hinter dem RV nähen
3. Reißverschluss einsetzen
4. Seitennähte schließen; eine grobe "Anprobe" durch Anhalten ist hier schon möglich
5. Abnäher hinten? am besten jetzt abnähen
6. falls gewünscht Seitentaschen oder aufgesetzte Taschen hinten aufnähen
7. Bund geteilt an beiden Seiten anbringen. Knopf + Loch oder Druckknopf vorne ..., eventuell Gürtelschlaufen
8. Dieser Zeitpunkt der Fertigstellung ist günstig für eine erneute Anprobe. Wer möchte kann die Hose auf links mit Stecknadeln oder Heftsticken zur Passform markieren.
9. Naht hinten schließen. Nahtzugaben und Bund-Enden seitlich befestigen
10. Ab Zwickelbereich Innennähte schließen
11. Länge -> unten umlegen ... Fertig

Anmerkung: Diese Herangehensweise lässt viel Spielraum für individuelle Gestaltung und Anpassung der Schnittform. Den getrennten Bund kann man in Kauf nehmen, ermöglicht er doch auch später, die Größe schnell mal etwas zu ändern.
 
 

Jersey-Reste

Bei der Schneiderei von Einzelteilen fallen immer  Reste an. Wenn man Kinder oder Enkel in der Familie hat kann man den Resteberg schnell mal verkleinern und Nützliches beisteuern.

Unterhemden aus Viskosejersey sind schnell genäht. Als Schnitt kann man ein Kindershirt oder Unterhemd verwenden.

Mützen sind auch als Patchwork-Variante möglich, so können sehr kleine Stoffstücke Verwendung finden. Eine zusätzliche Stickerei kann Verbindungen der Muster schaffen. Allerdings bitte die Stücke mit Überlegung zusammen setzen und es nicht all zu bunt treiben. Ungeschicktes Zusammenstellen kann wirken, als hätte man Einblick ins Innenleben des Kopfes. Gut beimischen lassen sich Stoffe mit Textmustern.
 
 

Montag, 15. April 2013

Kissen mit Häkeldeckchen, zuguterletzt

Wie man sich bettet ...
Auf kreativ aufbereiteten Handarbeiten liegt man gut. Deshalb wurden auch die letzten Reststücke der gefärbten Häkeldecke in einen Kissenbezug verwandelt.


Nun ist es eine Gruppe von 4 Stück, die ganz individuell gestylt die Blicke auf sich zieht. Obendrein ist die ganze Gruppe sehr wandlungsfähig, denn jeder Bezug hat "ein 2. Gesicht".

Die Kissen-Gruppe ist aus einer Kette von Zufällen entstanden: Ich fand eine beachtlich große Häkeldecke, deren Farbe mir nicht gefiel. Deshalb nutzte ich eine Gelegenheit zum Färben. Nach dem Färben stellte ich fest, dass die Decke leider ein paar schadhafte Stellen hatte, deshalb der Griff zur Schere angespornt durch Ninas wöchentliche Upcyclingaktion.

 
Vielleicht sieht ja jemand die Deckchen aus dem Nachlass oder auf dem Flohmarkt mit ganz anderen Augen ...

Kissen mit Häkeldeckchen, Teil 3

Aller guten Dinge sind 3: Upcycling Häkeldecke, immer noch Häkelspitze übrig, zu schade für die Tonne ...

Auf der Fläche von 85 cm x 43 cm wurden die gewählten Stücke  platziert und mit Zick-Zack-Stichen befestigt. Diese Stiche wurden so gesetzt, dass ein späteres Aufribbeln der Häkelei verhindert wird. Sichtbare Kanten wurden mit einem Streifen gefasst, welcher sich mit einem Zierstich in die Ansicht einfügt. An ein paar Stellen wurden zusätzliche Zierstichnähte gezogen. Für einen geraden Verlauf kann man mittels Bügelkante markieren.

Auch die Rückseite kann sich sehen lassen. Mit dem verdeckten Reißverschluss im unteren Bereich ist das gut gelöst. Gleichzeitig kann der Zipper so verborgen keinen Schaden an Polster- oder Ledermöbeln anrichten.

Kissen mit Häkeldeckchen, Teil 2

Letzte Woche habe ich einen Kissenbezug vorgestellt, bei dem eine Häkeldecke als Applikation verwendet wurde. Diese Decke war so groß, dass noch reichlich Häkelspitze übrig war, die "aufgeräumt" werden wollte. Als Untergrund wurde ein naturfarbener Damast verwendet, welcher mir Bügelflies verstärkt wurde.
Auf der Fläche von 85 cm x 43 cm wurden die gewählten Stücke  platziert und mit Zick-Zack-Stichen befestigt. Diese Stiche wurden so gesetzt, dass ein späteres Aufribbeln der Häkelei verhindert wird. Sichtbare Kanten wurden mit einem Streifen gefasst, welcher sich mit einem Zierstich in die Ansicht einfügt.

Ganz bewusst wurde die Fläche so gestaltet, dass auch die Rückseite dekorativ ist. Mit dem verdeckten Reißverschluss im unteren Bereich ist das gut gelöst.

Mittwoch, 10. April 2013

Stehkragen-Shirt nähen

Nach einem Besuch bei MMM kam mir der Gedanke, mal meine Methode des Jersey-Nähens zu erläutern.
 
Das Nähen eines Shirts aus Jersey ist eine überschaubare Sache, die auch Nähanfängern schnelle Erfolgserlebnisse bescheren kann. Viskosejersey gibt es für jeden Geschmack. Es handelt sich um ein Material mit sehr angenehmen Trageeigenschaften, perfekt um es direkt auf der Haut zu tragen.

Als Vorlage (Schnitt) verwende ich ein Lieblingsshirt, so ist die Passform kalkulierbar, gleichzeitig sind kleine Anpassungen für Gestaltung und Maße spontan möglich. Interessant ist auch, dass man die Lage des Musters beim selbst nähen bestimmen kann je nachdem wie man den "Schnitt" auflegt. Bei groß gemusterten Stoffen lohnt es sich, vor dem Schneiden etwas zu probieren und darüber nachzudenken, wie sich die Auswahl später auf die Silhouette auswirkt.

In meinem Fall ist es so, dass ich praktisch noch nie nach Anleitungen genäht habe. Wenn mich etwas inspiriert oder ich eine Näh-Idee habe entsteht bei mir alles Schritt für Schritt im Kopf; Einzelheiten  mitunter erst beim Nähen so wie ich es für richtig halte. Priorität hat für mich oft der Zugang an (noch) zu nähende Stellen.
 
 

Ein T-Shirt entsteht bei mir ich folgendermaßen:
· Vorlageshirt mittig synchron falten und die entstehende Kante bügeln
· Stoff ausbreiten (Rückseite obenauf)
· Vorlageshirt gefaltet darauf platzieren und Schnittlinie auf Stoff zeichnen
· Hälfte zzgl. Nahtzugabe ausschneiden, umklappen und Synchronhälfte ausschneiden
· nach dem gleichen Prinzip die Ärmel zuschneiden, evtl. vorne und hinten kennzeichnen
· Vorder- und Rückenteil rechts auf rechts legen, schmales Saum-Fix für die Schulternähte aufbügeln und die Schulternähte schließen, anschließend aufbügeln
· Halsausschnitt wie gewünscht fertig stellen. Für das Fotobeispiel entstand ein Stehkragen. Mehrere Biesen-Nähte geben dem Kragen etwas Stand ohne die Elastizität beim Ankleiden zu beeinträchtigen
· Ärmel annähen: von Schulternaht bis unter den Arm (insgesamt 4 Nähte); Die Nähenden am Ende etwas unter Spannung halten
· Armlänge umnähen
· Seitennähte schließen vom Arm-Ende bis zur Taille; bügeln
· Anprobe
· Länge umnähen .................. Fertig


Tipp: Zu jeder Naht gehört auch ein Bügelstrich, oft kann dadurch stecken und heften ersetzt werden.

Anmerkung: Jersey versäume ich nicht, Laufmaschen oder dergleichen hatte ich noch nie

Idee: Nach dieser Methode ist das Gestalten individueller Shirts ein Kinderspiel. Häufiger genutzte Schnitte kann man auf Papier oder Folie übertragen und für einen neuen Einsatz einzelne Schnitteile nach Belieben zusammensetzen, so können auch Reststücke ihre Bestimmung finden.

Dienstag, 9. April 2013

Viele Stiche hab' ich schon gemacht

Monogrammstickereien auf historischer Wäsche schätze ich sehr, weil ich vor langer Zeit solche Stiche selbst probiert habe. Anregung gab es in den Zeitschriften "Saison" Ausgabe 1989-03 und "Handarbeit" Ausgabe 1989-02.

Die Fotos habe ich raus gesucht, weil ich gesehen habe, dass es inzwischen auch Kragen als Accessoires gibt, beispielsweise mit einem Knopf vorne. 

Durch die vielen Stiche bin ich mit dem Kragen eng verbunden, sozusagen emotional dran geheftet. Inzwischen würde ich für so etwas aber lieber eine Upcycling-Lösung suchen. Das Angebot dafür ist groß ... um Rums etwas zu finden, mit dem man
gut betucht den Alltag feiern kann.
 


Montag, 8. April 2013

Kissen mit Häkeldeckchen

... schon wieder Häkeldeckchen ... allmählich fühle ich mich wie ein Bruce Willis für Häkeldeckchen: sie finden mich und ich muss sie retten (Vögel, Lampenschirm). Vorurteilfrei betrachtet handelt es sich bei Häkeldeckchen um Ornamente in Wolle. Es ist spannend, ihnen ein zweites Leben in 3-dimensionaler Form zu schenken.

Für das Kissen auf dem Foto fand ich eine braune Häkeldecke (oder sie fand mich). Die Farbe war zwar nicht mein Fall, aber die Größe fand meine Anerkennung, da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie lange so eine Außenrunde dauern kann.

Es ergab sich eine Gelegenheit, bei der ich die Decke schwarz färben lassen konnte. Anschließend habe ich sie nochmals gewaschen, um Farbechtheit zu kontrollieren. In Gedanken an Upcycling und Kissenhüllen kam mir die Decke wieder in den Sinn. Meine Idee war eine asymmetrische Anordnung als Applikation mit Untergrund in Kontrastfarbe.

Weitere "Zutaten" sind ein ausgemusterter Tischläufer und ein langer Reißverschluss (ehemals Bettwäsche). Der Tischläufer wurde zugeschnitten auf eine Gesamtlänge von 85 cm, die Breite von 45 cm habe ich gelassen.
Die Decke wurde auf dieser Fläche platziert und fest gesteckt. Zuerst wurde an der späteren Schnittkante mit Zick-Zack genäht und abgeschnitten, so ist alles gleich viel handlicher und man kann die restliche Häkelfläche mit einigen Zick-Zack-Runden befestigen, den Reißverschluss über kurzen Seiten verdeckt anbringen.
Vor dem Schließen der Seitennähte den Reißverschluss etwas öffnen, sonst kommt man später nicht mehr ran.

Abschließend rechts auf rechts die Seiten schließen, so dass der Reißverschluss auf der Rückseite ganz unten platziert ist.

Sonntag, 7. April 2013

Vater und Sohn

Schon viele Jahre nähe ich. Mitunter findet sich etwas, das ich früher genäht habe.
So auch hier:


Es handelt sich um die gleiche Hose. Ich habe sie mit meiner Veritas-Nähmaschine genäht. Zu dieser Zeit hatte ich noch nicht viel Erfahrung beim Nähen.
 
Auch 1982 wurde schon geupcycelt. Die Hose war vorher ein Rock. Viele abgelegte Röcke habe ich in Kinderhosen verwandelt. Wieder aufgetaucht ist allerdings nur diese im Karomuster.

Freitag, 5. April 2013

DDR-Zeitschrift "Sibylle"

Die Modefotografie in der DDR war ungewöhnlich, denn die Bedingungen dafür waren besonders - so wie Ihre Fotografen, deren Plattform die DDR-Modemagazine waren. Legendär ist die Zeitschrift Sibylle, deren Macher den Spagat zwischen Mangel und eigenem Anspruch zu bewältigen hatten. Dazu kam noch Einmischung durch Zensur, nicht irgendwelche Wünsche zu wecken oder direkt bzw. indirekt auf Versorgungsengpässe hinzuweisen. Solche Bedingungen sind sicher nicht wünschenswert, machen aber erfinderisch. So sind die Handarbeitszeitschriften der DDR nicht nur Anleitungen und Beispiele für Mode, sondern auch Zeitdokumente.

Mode ist nicht nur Bekleidung, sie ist immer Spiegel der Gesellschaft ihrer Zeit. Das gilt auch für unsere Zeit in der zum Thema Mode Fragen in der Luft liegen wie:

"Wo kommt der Stoff für unsere Kleidung her, wer näht zu welchen Bedingungen und wie kommt der Preis zustande?"

"Wer dreht eigentlich das Modekarussell so schnell?"





 

Donnerstag, 4. April 2013

Kissenschlacht 2013

Zum Ausklang der kalten Jahreszeit lade ich ab dem 06.04.2013 zur Kissenschlacht ein.

Schüttelt ganz in der Tradition von Frau Holle Eure Kissen und werft Eure Lieblingsbezüge auf meinen Blog rüber. Dabei denke ich an selbst gewerkelte Bezüge, die Ihr vorteilhaft ins Bild setzt. Der Bezug sollte selbst hergestellt sein, egal ob genäht, gestrickt, gehäkelt, gewebt, gefilzt, bedruckt, geknüpft, geklöppelt oder ...
 
Eine zeitliche Einschränkung, wann der Bezug entstanden ist gibt es nicht.
 
 

Die Kissen-Blogger nehmen teil an einer Verlosung für ein Heft der legendären Handarbeitszeitschrift "Ornamente, Textiles Gestalten international " Heft 2 von 1992
 
 

Inhalt:
Weißstickerei auf schwarzem Aidastoff (Titelbild)
Der Festonstich Ein Stich mit vielen Gesichtern
Ein interessantes Stück Patchworkdecke mit appliziertem Rand
Lovebirds Pullover mit romantischem Motiv
,,Nagyirasos-Technik" Ungarische Stickerei mit breiten Kettstichen
Stickmuster aus Syrien  Faszinierendes Linienspiel aus doppelten Kettstichen
Effektänderung durch eine simple 1/8 Drehung
Kettgewebe aus den Anden in Kartentechnik
Ginkgu-Blätter , aus bemalter Seide, appliziert mit Tüll und Stickerei
Sticken auf Stramin" Interessante Varianten traditioneller Techniken
Patchwork aus gefalteten Spitzen  eine Idee, die Sie unbedingt probieren müssen
Das Erbe der Inkas  Sohne der Sonne & Töchter des Mondes
Entwurfsgestaltung per Computer  Herausforderung und Anregung für moderne Designs
Das chinesische Wolkenmotiv  gestrickt aus Shetlandwolle in 13 Farben
Zwei Kinderjackchen aus farbigen Resten


Die Aktion wird am International Pillow Fight Day, den 6. April 2013 für 4 Wochen starten.
 
Ich hoffe, es beteiligen sich viele Blogger, so dass es eine bunte Mischung wird. Wer möchte kann auf seinem Blog auf die Aktion hinweisen.

Dienstag, 2. April 2013

Tuch in schwarz-weiß umhäkeln

2 gleich gemusterte Stoffe - einer schwarz bestickt und einer weiß bestickt - wurden als 4 Quadrate zu einem Tuch verbunden und anschließend umhäkelt. Es ist eine grafisch modern wirkende Häkelkante entstanden, bei der sich schwarzes und weißes Taschentuchhäkelgarn abwechseln.

So eine Runde von 4 x 90 cm Kantenlänge ist ein abendfüllendes Programm.
 
 

Taschentücher umhäkeln

Das Secondhand-Angebot von Taschentüchern lässt vermuten, dass heutzutage Wegwerf-Taschentücher bevorzugt werden. Wenn Schnupfen und Viren im Spiel sind ist das sicher auch das Beste.

Für mich sind Taschentücher ein Stück Kultur. In meinen Taschen und diversen Jacken habe ich je ein schönes, passendes Exemplar deponiert.

Das Umhäkeln eines Taschentuches ist entspannend. Es ist ein schönes Gefühl, mit einfachen Möglichkeiten selbst eine Spitze entstehen zu lassen. Gleichzeitig verhindert diese Tätigkeit gedankenlose "Nahrungsaufnahme".   ;-)

Ein gleichmäßiges Muster erlaubt es, nebenher einen Film oder ein Hörbuch zu verfolgen.
 

Gardine für ein Gäste WC

Von Zeit zu Zeit wünscht man sich mal einen Farbwechsel da und dort, Farben wie das Meer sollten es werden. Einen Stoff mit Farbverlauf blau grün gab es gerade nicht, aber hellblauen und hellgrünen Organza-Stoff. Dazu einen transparenten Organza mit Knaller-Blüten ... warum nicht? So sieht es zusammen aus:
 
 

Papas T-Shirt wird vererbt

Was tun, wenn Papa längst aus seinem Fanshirt "Depeche Mode" mit Konzert- und Jugenderinnerungen heraus gewachsen ist?

Wer Kleinkinder hat benötigt reichlich Unterhemden. Also ran mit der Schere ... der Halsausschnitt kann bleiben, so ist die Größe schnell geändert: von Größe 164 auf 116.


 
Ninas Werkeltagebuch stellt immer dienstags einfallsreiche Upcyclings vor.