Sonntag, 30. Juni 2013

Stempeln mit Spitzendeckchen

Angeregt durch die Stoffspielereien habe ich auch mal Drucken auf Textilien probiert.
Dass sich Kartoffeln und anderes Gemüse (Paprika, Zwiebeln, Möhren) als Stempel für Textilfarbe eignen ist ja allgemein bekannt. Wer schon öfters diesen Blog gelesen hat, dem ist vielleicht meine Schwäche für Spitzendeckchen aufgefallen. Auf der Suche nach Ideen kommen mir gelegentlich Häkeldeckchen in den Sinn. So auch als ich mit Textilfarben experimentierte. Unausweichlich erinnerte ich mich an ein paar Häkeldeckchen, die nach dem Färben beschädigt waren. Ich dachte an Schnurdruck und drapierte die Deckchen auf den Korkverschluss einen Tintenpatronenbehälters. Der Kork hatte sich schon als flächiger Stempel bewährt und mit Gefäß zusammen als Griff konnte ich die Stempelei gut auf den Stoff bringen.

Meine Versuche zeigten, dass sich dickmaschige Muster gut eignen. Für eine größere Stempelfläche habe ich eine Cremedose verwendet, dort fehlte es mittig an Aufdruck.

Hier ein paar Fotos von den Spitzenstempeln solo und in Kombination mit anderen Farbaufträgen.

 




 
Ein weiterer Beweis dafür, dass Spitzendeckchen Spitze sind zeige ich gleich.
Eine Freundin hatte ein Stück Spitzenstoff mit quadratischer Musterung ausgeliehen, um damit Muster in Ton zu walzen. Hier sind Ausgangsspitze und Blumentopfanhänger

 


Weitere Upcycling-Ideen für Spitzendeckchen habe ich als Vögel, Lampenschirm, Kissenbezug 01, 02, 03 und 04 sowie Applikation für Kissenbezüge vorgestellt
und rufe mal in die Runde "Rettet Omas Spitzendeckchen!"

Stempeln mit Textilfarben

Auf der Suche nach Sachen im Haus, die sich zum Stempeln eignen fand ich Werkzeuge, Küchenhilfen und Bürokleinteile. So habe ich Sechskant-Profile, leere Garnrollen, Glasunterseiten, Deckelränder, Gardinenringe, grobmaschige Socken, Dreieckspitzen, Korkstöpsel und den Radiergummiaufsatz von Bleistiften mit Farbe eingepinselt und in Gruppen- oder Linienanordnung auf Stoff gedrückt, Linien durch Kartoffelnetz gemalt, Punkte mit Pinseln getupft und gedreht, einen Tortenteiler mit Sternenmuster sowie eine Papiertortenspitze habe ich als Schablone verwendet. Dafür habe ich wahllos vorrätige Farben benutzt ohne Pläne einer späteren Verwertung der Druckfläche einfach mal probiert, was dabei entsteht.
Durch das Auftragen mit dem Pinsel entstand mitunter ein ungleichmäßiger Farbauftrag, der zu dunklen Flecken führte. Mit Farbauftrag mittels Stempelkissen kann das vielleicht vermieden werden.
Beim Ausmalen einer Schablonenform (hier Sterne) bedarf es auch Feingefühl damit die Farbe nicht unter die Eingrenzung läuft. Am Ende habe ich erst mal in der Mitte getupft und dann die Kanten umfahren.

 

Weitere alternativen Stempel sind hier zu sehen. Auch Hand und Fuß kann man nehmen, ganz ohne Hilfsmittel kann es so aussehen wie bei Pollock

Samstag, 29. Juni 2013

Rosen auf Stoff malen

Noch immer experimentiere ich mit Stoff und Textilfarbe. Aus einem Baumarkt-Ausverkauf besitze ich einige Textilmalfarben, darunter auch mehrere rosa Farbtöne. Mit einem weichen, langen Schulpinsel hab ich Kreisbewegungen auf Stoff gebracht. Wenn die Farbe am Pinsel zur Neige ging die Zwischenräumen mit zarten Kreismustern gefüllt. Die Rosenblüten entstanden aus Farbschichten von 3 unterschiedlichen Farben hell beginnend. Vielleicht mache ich mit einem dünneren dunklen Stift noch ein paar Ringe als Kontrastkonturen dazu, vielleicht auch nicht, was meint Ihr?

Diese rosa Kreiselei hat Spaß gemacht und ich finde das Muster schöner als ich es mir hätte vorstellen können. Wahrscheinlich werde ich es nochmals mit blauen Farbtönen nachvollziehen, einen solchen Stoff möchte ich gerne in ein blau-weißes Patchwork integrieren.
 
 
weitere kreative Sachen bei Creadienstag

Freitag, 28. Juni 2013

Bilder auf Stoff malen

Vor ein paar Tagen habe ich schon Experimente von Farbe auf Stoff gezeigt.

Um schwarz-weiße Bilder auf Stoff zu übertragen habe ich folgendes ausprobiert:

Aus einem Buch der Reihe Belvedere Design mit Grafiken habe ich eine Stelle abfotografiert und ausgedruckt. Diese Seite habe ich in transparente Ablagefolie gepackt um sicher zu gehen, dass Farbe nicht durch Stoff und Papier bis auf den Untergrund dringt. Bilderfolie und Stoff habe ich auf einen kleinen Glastisch gelegt; unter dem Tischchen eine Tischlampe eingeschaltet. So konnte ich die Konturen erkennen und Nachzeichnen probieren. Letzteres hört sich einfach an, hauptsächlich ging es mir darum, ein paar Stifte für Textilien zu testen und dafür ein Gefühl zu kriegen. Gewöhnungsbedürftig ist ein Stift (Contours & Effects), bei dem man während dem Zeichnen den Stiftkörper drücken muss, um während dem Malen Farbe heraus zu pressen. Der vermeintlich graue Textil-Painter entpuppte sich als silberner Stift.
Zeichnen auf Stoff ist ganz anders als auf Papier weil die Faserstruktur den Schwung etwas bremst.
 
 
Waschtest steht noch aus.
 
Nachtrag: Der "Staedler permanent Lumocolor Dry safe" hielt nach dem Waschen auf Stoff.

Donnerstag, 27. Juni 2013

Handarbeit 1965-02

Diese Ausgabe der Zeitschrift "Die Handarbeit" vom Verlag für die Frau enthält viele Anregungen und Hinweise zum Textildruck und zur Gestaltung von Textilien sowie Garderobe. Die meisten Muster wirken grafisch zeitlos.

SOMMERLICHES
Falls Sie sich im Sommer in Ihrer Freizeit im Garten oder auf dem Balkon aufhalten und dort die Mahlzeiten einnehmen, ist Ihre Stimmung und auch Ihr Appetit bestimmt ganz ausgezeichnet, wenn der Tisch ansprechend aussieht. Dazu gehört auch eine geschmackvolle Decke. Vorschläge dafür sehen Sie auf dem Titelblatt sowie den Seiten 3 und 6. Eine Decke kann bestickt oder mit Stoff-Farben bunt bedruckt werden. Vielleicht bekommen Sie beim Drucken der Decken Lust, sich ein Garten- oder Strandkleid mit Kopftuch in dieser Technik zu arbeiten. Bitte besehen Sie sich einmal die nächsten Seiten.
Zu Seite 3: Die quer über den Tisch laufenden Kreuzstichkanten der Decke, Abb. 2, können Sie in jeder zu der Umgebung passenden Farbe sticken, falls Sie für den Stoff einen neutralen Ton wählen. Harmonisch dazu soll das Kissen, Abb. 3, sein, das die Stickerei hell auf dunklem Grund zeigt. Beschreibungen und Zählmuster auf Bogen B.
Zu Vorder- und Rücktitel: Mit dem Kartoffelstempel sind Schmetterlinge auf die etwa 100 cm große, runde Tischdecke. Abb. 1. gedruckt. Beschreibung und naturgroße Musterzeichnung auf Bogen C. - Dekorativ Ist der etwa 67 x 124 cm große, mit geometrischen und floralen Mustern bedruckte Wandbehang, Abb. 68. Beschreibung und Musterzeichnungen auf Bogen C.




"Die Handarbeit" Ausgabe 02-1965
Verlag für die Frau


Inhalt der Ausgabe 1965-02
Runde Decke mit Stoffdruck. ...... 1
Kreuzstichdecke mit Kissen........ 3
Unbeschwerte Sommermode ...... 4-5
Bedruckte Schürze und Decke. ..... 6-7
Damit können Sie drucken ........ 8-9
Applikation ..................... 10-11
Haben Sie Phantasie ?. ........... 12-13
Reservefärberei ................. 14-15
Drei bestickte Kinderkleider. ...... 16-17
Drei gehäkelte Blusen............ 18-19
Ein Kleid — immer wieder anders.. . 20-21
Variationen ..................... 22-23
Decken mit Stickerei............... 24-27
Gehäkelte Einsätze .............. 28-29
Häkelei für Decken............... 30-31
Kleine Dinge aus Bast............ 32-33
Mit zwei Fäden gestickt. .......... 34
Bedruckter Wandbehang ......... 36

Handarbeit 1963-02

In der 2. Ausgabe der Zeitschrift "Die Handarbeit" wurde Bekleidung mit Häkelspitze ergänzt, Knöpfe individuell gestaltet, Kissenflächen gequiltet, auf Stoff gespritzt ...
 
Die Beispiele regen an, sich selbst etwas auszudenken:

HIER TUT SICH WAS LIEBE LESERIN!
Ohne viele Worte aber mit großen Fotos wollen wir Ihnen sagen, worum es geht. Sie sehen oben ein modern eingerichtetes Zimmer mit Regalwand, Sesseln und Couchtisch und merken sicher sofort, was hier noch fehlt: die Tischdecke. Wie aber muss •eine Decke für diesen Raum aussehen und für welchen Zweck wird sie gebraucht? Zuerst schlagen wir Ihnen die Decke, Abb.2, für den Tee oder Kaffeetisch vor. Sie ist mit Durchbruchkanten verziert und muss so aufgelegt werden, dass an den Schmalseiten noch einige Zentimeter von der Tischplatte sichtbar bleiben. An den Längsseiten hängt die Decke etwas über Der hier gezeigte Tisch ist 60 x 120, die Decke 90 x 100 cm groß. Die Arbeitsbeschreibung und die Stickproben stehen auf Bogen C. Wenn Sie weiterblättern, sehen Sie den gleichen Tisch mit einer Tagesdecke, doch davon erzählt Ihnen der Text auf Seite 4. Wir möchten Sie vorher noch auf das quadratische Kissen, Abb. 3, aufmerksam machen, das zur Decke mit den Durchbruchkanten passt etwa 50 cm groß und in einer zu den Polstermöbeln passenden Farbe gehalten Beschreibung … auf Bogen C.


 
"Die Handarbeit" Ausgabe 02-1963
Verlag für die Frau

Inhalt der Ausgabe 1963-02
Wandbehang (Text auf dem Rücktitel) .... 1
Hohlsaumdecke und Kissen 3
Couchtischecke mit Häkeleinsätzen ... 4-5
Häkelmuster selbst erdacht 6-7
gehäkelte Spitzen und eine Häkeldecke ... 8-9
Probieren Sie mal 10-11
Häkelblüschen sehr gefragt 12-13
Schicke Einzelheiten 14-15 ;
Wandbehang und Kissen 16-17
Wattestepperei 18-19
Durchzugmodelle 20-21
Spritztechnik 22-23
Kinderröcke mit Applikation 24-25
Knöpfe mal anders 26-27
Festlicher Schmuck 28-29
Liebevoll verpackt 30-32
Gestrickte Decken 33 - 35
Kelim Kissen 36

Handarbeit 1963-01

1963 erschien mit folgenden einleitenden Worten zum ersten Mal die Zeitschrift

"Die Handarbeit" ... heißt die neue Zeitschrift, die Ihnen, liebe Leserin, mit Rat und Tat zur Seite stehen möchte, wenn Sie Ihr Heim geschmackvoll ausstatten oder Ihrer Kleidung durch eine geschickt angebrachte Handarbeit den modischen Pfiff verleihen wollen. Alle heute üblichen Handarbeitstechniken und die so beliebten Basteleien werden Sie in der in diesem Jahr zweimal, in den kommenden Jahren viermal erscheinenden Zeitschrift finden. Sie können die auf großen Fotos dargestellten Modelle nach den genauen Arbeitsanleitungen anfertigen, doch werden Ihnen auch Anregungen zum Verändern der Muster und Motive nach Ihrem Geschmack gegeben. Einfache Beispiele zeigen Ihnen wie ein Muster entsteht und helfen beim eigenen Gestalten. Auf den zwei beiliegenden großen Bogen stehen die Arbeitsbeschreibungen, Schnitte, alle Musterzeichnungen und technischen Hinweise.

Ich habe diese Zeitschrift während meiner Teenagerzeit für mich entdeckt und bereits in den 70er Jahren einige Hefte antiquarisch gekauft. Einige Jahre ruhten meine Hefte geordnet in Stehsammlern zwischen anderen Büchern. Beim Umsortieren der Bücher vor einigen Jahren entdeckte ich die Hefte im wahrsten Sinne des Wortes neu. Zugegeben sind viele Fotos auf den ersten Blick krass Retro. Mit Kenntnis meiner handwerklichen Möglichkeiten und verfügbarer Materialien sowie meinem individuellen Geschmack für Dinge, die mich umgeben entdecke ich immer wieder interessante Lösungen für Handwerkstechniken.
Eine interessante Reihe startet in der Zeitschrift 1966-01 mit der Überschrift "Der Weg zum Ornament" und wird bis zur Zeitschrift 1970-01 fortgesetzt.
Immer wieder geht es um Stoffdruck, Batik, Gestalten, Anordnung von gestalteten Flächen, Basteln, Nähen, Stricken, Häkeln ... mit einfachen Möglichkeiten des Haushaltes, eine naheliegende Spezifik der Gegebenheiten in der DDR.


"Die Handarbeit" Ausgabe 01-1963
Verlag für die Frau


Inhalt der Ausgabe 1963-01
Tischdecke u. Bastkörbchen (Text S. 35) .. 1
Gestickte Couchtischdecke .............. 3
Wandbehang und Bastarbeiten ........... 45
Schnell entsteht ein Muster ............. 6-7
Blusen mit Stickerei .................... 8-9
Kinderkleider und -schürzen ............ 10-11
Selbstgestalten - aber wie .............. 11-13
Quadratische Kreuzstichdecke ........... 14-15
Gestickte Decken und Kissen ............ 16-17
Zwei Blusen, ein Kleid selbst gefärbt ..... 18-19
Modelle in Kartoffeldruck ............... 20-23
Modische Häkelmodelle ................. 24-25
Decken in Gitterhäkelei ................ 26-29
Kunststrickdecken und eine Stola...... 30-33
Drei Ketten............................ 34
Waschanleitung für Handarbeiten .... 35

Samstag, 22. Juni 2013

Stoffmarkt in Erfurt

Erfurt ist immer einen Besuch wert, für mich besonders heute, denn auf dem Domplatz war Stoffmarkt angekündigt. So haben wir uns auf den Weg gemacht, um mal selbst einen Eindruck zu kriegen.

Unter sonnigem Himmel gab es reichlich Stoffe, Bänder, Anleitungen und anderes Bastelzubehör. Am dichtesten drängten sich Interessierte vor bunten Eulendruckmustern, die es in vielen Variationen als Baumwolle, Jersey, Fein-Cord und Gobelin gab. Von Letzterem gab es eine große Auswahl, die auch mich interessierte.


Mit einem Nähvorhaben im Hinterkopf bin ich ein paar Mal durch die Reihen gestreift und habe einen Gobelinstoff mit Hollywood-Filmmotiven mitgenommen, außerdem 2 Seidenstoffe sowie ein paar Textilstifte (leider war schwarz aus) und bei der Gelegenheit auch Porzellanstifte.
 
 

Noch ein Tipp für Thüringer, die diesen Stoffmarkt verpasst haben. Der Stoffhändler in Arnstadt hat das Sortiment erweitert und führt jetzt auch viele beliebte Kinderstoffe. Die Vor-Ort-Auswahl ist umfangreicher als online.

Nachtrag für 2015 und 2016:
Samstag 28.02.2015 ab 10:00 Uhr Deutsch-Holländischer Stoffmarkt in Erfurt, Domplatz
Samstag 22.08.2015 ab 10:00 Uhr Stoff- & Tuchmarkt in Erfurt, Domplatz
Samstag 27.02.2016 ab 10:00 Uhr Deutsch-Holländischer Stoffmarkt in Erfurt, Domplatz
Samstag 03.09.2016 ab 10:00 Uhr Stoff- & Tuchmarkt in Erfurt, Domplatz
Hat noch jemand diesen Termin vorgemerkt?

Donnerstag, 20. Juni 2013

Tasche „Trio“

Vor einiger Zeit habe ich eine Tasche / Cityshopper genäht. Dekorativer Blickfang ist ein Streifen in Patchwork-Technik sowie Batik-Stoffstreifen in den Trägern. Für mich habe ich eine Farbzusammenstellung in schwarz-weiß gewählt, die flexibel kombinierbar ist.
Der Taschenkörper ist aus einem Baumwollmischgewebe mit jeansartiger Struktur. Größe der Tasche ist ca. 40 x 50 cm, Gesamtlänge der Träger ca. 55 cm. Am Futter sind viele Innenfächer für Kleinigkeiten, die Frau so bei sich trägt.

Falls jemand solch eine Tasche mit anderen Materialien und Farbzusammenstellungen nachnähen möchte stelle ich gerne eine Anleitung / Tutorial zur Verfügung.



Stoff bemalen

Neulich kam mir der Gedanke, selbst Stoff zu bemalen. Dazu habe ich mit vorrätigen Materialien etwas getestet. Mit wasserfesten Universalstiften habe ich Phantasiemuster auf ein altes Stück Baumwolle gemalt. Der dicke Stift läuft beim Aufsetzen breit und schlägt dort auf den Untergrund durch. Diesen Effekt habe ich mit dem dünnen Stift umrandet, so wirkt es "interessant".

Steht noch ein Waschtest an. Ich glaube, dass die Bemalung recht wasserfest sein wird, denn die Farbe auf dem Untergrund lies sich mit Putzmitteln nicht entfernen.



Für einen anderen Test habe ich Acrylfarben in grün-, petrol- und Blautönen benutzt. Mit diesem Ergebnis bin ich nicht zufrieden, sieht so aus ...



 ... und wird mit großer Wahrscheinlichkeit Bestandteil eines Einkaufsbeutels.

Mittwoch, 19. Juni 2013

Jerseyshirt mit Paint-Streifen


Sommerzeit, Eiszeit, endlich ist es so weit.

Heute zeige ich in der Runde von MMM ein Shirt aus Baumwoll-Jersey. Den Schnitt habe ich nach meinen Bedürfnissen selbst entwickelt. Der Ausschnitt erlaubt bei kälterem Wetter ein Stehkragen-Shirt oder eine Bluse darunter zu tragen.
Der Druck des Musters mit frei anmutenden Pinselstrichen in Linienanordnung hat mir gleich gefallen. Für den Schnitt wurde er gezielt in längs- und Querrichtungen verwendet. Die Lage des Musters auf dem Vorderteil ist kein Zufall, der hellere Streifen wurde absichtlich seitlich platziert.


Diesen Stoff gab es auch in blau-grün.

Dienstag, 18. Juni 2013

Handytäschchen aus Wildseide

Wildseide schimmert im Licht in vielen Farbschattierungen und ist deshalb etwas ganz Besonderes. Leider lässt sich das Farbspiel nur bedingt mit der Kamera einfangen.

Aus einem Reststück habe ich Handytaschen genäht, die sich als kleine Geschenke eignen.
Die Flächen sind schlicht gehalten: mit ein paar umlaufenden Nähten und einer Pinsellinie aus Textilfarbe.


Sonntag, 16. Juni 2013

Kunststricken "Farnkraut"

Nachdem ich bereits eine Kunststrick-Tischdecke vorgestellt habe folgt eine weitere. Strickschriften dazu gab es unter dem Namen "Farnkraut" vom Spitzenkönig Herbert Niebling als Bestell-Nummer 1510 sowie Nummer 2225 beim Verlag für die Frau.
Gestrickt habe ich nach letzterer in den 80er Jahren. Fransen habe ich nicht angebracht, sondern anhand der Musterung gespannt. Hier ist meine "Nieblingsdecke"



Zur Wirkung des Musters habe ich neu auf dunklem Untergrund fotografiert.

Samstag, 15. Juni 2013

Tutorial Reißverschluss reparieren

Reißverschluss kaputt? Meistens ist das erst mal ärgerlich, was nun?
Passenden Reißverschluss suchen, kaufen, kaputten raus trennen und reichlich Fummelei beim Einnähen ...


Manchmal geht es aber auch schneller:

Sollten die Verzahnungen nicht mehr ineinander greifen ist der Abstand zwischen den Führungsteilen des Schlittens zu groß geworden. Hier kann ein Flach-Schraubenzieher mittig aufgesetzt werden und "mit Gefühl ein kleiner Hammerschlag den Abstand korrigieren; anschließend einfach probieren. Schlimmstenfalls bricht der Zipper-Schlitten, ist immer einen Versuch wert.

Für den Fall, dass der Schlitten kaputt ist habe ich eine kleine Sammlung Zipper-Schlitten beim Nähzubehör. Das hat sich schon oft bewährt. Ein passender Ersatz wird benötigt. Messen kann man durch Vergleichen / Aneinanderhalten der Unterseiten. Zunächst ist der kaputte Schlitten zu entfernen, also nach oben ziehen und den Anschlag entfernen, eventuell das Ende etwas heraustrennen. Nun kann der Ersatzschlitten rein. Einen Probelauf machen: runter ziehen und fast bis oben schließen. (vgl. Fotos)

Wenn es funktioniert, den Anschlag oben wieder herzustellen. Manche können wieder an-gefummelt/auf- + zu-gebogen werden. Statt dessen mache ich mit passenden Nähgarn mehrere Stiche, so dass der Schlitten nicht mehr darüber hinaus kann. Fertig.

 


Ausnahme: Neulich hatte ich einen kaputten Reißverschluss aus Kunststoff. Dafür hatte ich leider keinen passenden Schlitten in meiner Sammlung. Es war eine spezielle Größe mit sehr dicken Verzahnungen.

Malimo

Letzte Woche hat mir jemand zwei original verpackte Bettlaken aus Malimo geschenkt. Dergleichen wird wahrscheinlich praktisch nicht mehr benutzt.

Laut Universal-Lexikon handelt es sich um ein Kunstwort aus Mauersberger, Limbach-Oberfrohna und Molton], Bezeichnung für die von Heinrich Mauersberger (* 1909, 1982) 1947 erfundene und 1949 in der DDR patentierte Nähwirktechnik und die damit hergestellten Textilien.

 
Die eingenähte Kennzeichnung informiert, dass die Laken bei 95 Grad gewaschen werden können. Das habe ich inzwischen erledigt.

Die Textur einer Seite fasst sich angenehm flauschig an, etwa wie Bieber-Wäsche. Ich möchte die Laken für Patchwork mit historischer Wäsche an Stelle von Vlies verwenden. Schrumpfen wird das Material nach dem Kochwaschgang nicht mehr.
Der Vorteil gegenüber Vlies ist, dass die fertige Decke optional später mal heiß gewaschen werden kann. Wenn ich an abgelagerte Wäsche mit gelben Liegekanten denke, so ist das sicher ein Vorteil.
Vorher werde ich sich erst mal an kleinen Teilen die Verarbeitung testen, bin aber optimistisch nachdem ich gelesen habe, was traditionell alles als Wärmeschicht gedient hat.

Freitag, 14. Juni 2013

Kunststricken

... ein schöner Begriff.

Herbert Niebling (1903 - 1966) begeisterte sich als ausgebildeter Textilfachmann für Spitzen und das Stricken. Gerne hätte er Strickmuster für Spitzenschals entworfen. Da im deutschen Raum das Stricken von Schals keine Tradition hatte, entwarf er Zierdecken mit anspruchsvollen Ornament-Mustern. Strickschriften davon wurden u. a. vom Beyer Verlag, den Verlag für die Frau und Burda veröffentlicht. Inzwischen gibt es viele Reprints.

Einige Anleitungen vom Verlag für die Frau habe ich in den 80er Jahren im DDR-Zeitschriftenhandel gekauft und danach gestrickt. Vor einiger Zeit hatte ich die Idee, diese Veröffentlichungen nach Nummern zu ordnen und zu vervollständigen, nur wenige fehlen mir. Doppelexemplare biete ich hier zum Verkauf an. Es ist keine Sammlung der Sammlung wegen, mich interessiert und inspiriert auch der Inhalt.

Die nachfolgende Decke ist nach der Anleitung Nr. 2063 mit Baumwollgarn entstanden, welches häufig für Topflappen verwendet wird. Das Muster erlaubt Größenanpassungen und lässt etwas Spielraum, falls die Wolle am Ende zur Neige geht. So eine Außenrunde ist ein abendfüllendes Programm.

Mittwoch, 12. Juni 2013

Foto-Stoffe

Bei Frau H. habe ich gelesen, dass die Stoff-schmie.de bis 21.06.2013 zur Summertime-Stoffparade für Stoffdesigns einlädt.

Aus ein paar meiner Fotos habe ich Muster zusammengestellt:



Rums, die sind erst mal für mich.
Wer möchte, kann - wenn's gefällt - für mich voten.




Jersey-Flower-Power-Tiger

Bei MeMadeMittwoch zeige ich heute ein T-Shirt aus dem Jahr 2008. Es ist eines der ersten aus Jersey, die ich für mich genäht habe. Stoff und Muster sind eigentlich gar nicht mein Beuteschema, muss wohl ein Reststück oder Angebot gewesen sein. Das Material hat synthetischen Anteil, was ich inzwischen für Kleidungsstücke, die direkt auf der Haut getragen werden vermeide. Ich kann mich erinnern, dass das Nähen Schwierigkeiten bereitete, da Stiche aussetzten. Deshalb sind die Nähte mit mehreren Nahtreihen übereinander fertig gestellt. Inzwischen weiß ich, dass eine Jersey-Nadel passend gewesen wäre.

Dienstag, 11. Juni 2013

Gut beschirmt

"Gut beschirmt" in vielen Situationen des Lebens, das ist eine Metapher, die auch schon in der Werbung benutzt wurde.

Es gibt Gelegenheiten, da sind Schirme sehr nützlich und es gibt Gelegenheiten, da sind sie einfach dekorativ. Frau Pimpinella's Fotoprojekt über Schirme hat mich daran erinnert, dass ich vor einiger Zeit 2 Schirme mit Gardinenreststoff und schwarzem Ausbrennerstoff neu bezogen habe.


 

Stücke des ursprünglichen Bezuges habe ich gleich für die Reparatur einer Kinder-Thermohose verwendet.

Montag, 10. Juni 2013

Handgestickte Monogramme

Flohmärkte sind Fundgruben für Dinge, die man umfunktionieren kann. Wertschätzung von Materialien, Kreativität und Hand anlegen kann den Dingen eine neue Funktion geben und (vorübergehend) Müll vermeiden. Ein aktueller Trend ist die Herausforderung zur Nachhaltigkeit z.B. für Textilien. In diesem Zusammenhang geht es um umweltverträgliche Materialien, energiearme Produkte, faire Arbeitsbedingungen und Recyclingfähigkeit.
Beim Zuschnitt wird nun das Augenmerk auf "Zero-Waste" gelegt. Aber ist das wirklich neu? Oder haben wir nur einfach nicht darüber nachgedacht, weil anderes wichtiger war: Modetrends, Preis ...

Bereits in der Antike wurde darauf geachtet, dass beim Zuschnitt kein textiler Abfall entstand. Betrachtet man Schnitte von historischer Kleidung fällt oft die Aufteilung in Rechtecke ins Auge. Auch Patchwork hat seinen Ursprung in der Notwendigkeit der Wiederverwertung von Textilien.

Letztens habe ich auf dem Flohmarkt einige Herrentaschentücher mit großartiger Stickerei gefunden. Solche Stücke sind oft noch gar nicht benutzt und brauchen eine Kochwäsche, dann sind sie weiß und frisch. Mitgenommen habe ich die Stoffe für einen Weiß-Quilt, brauche ich nur noch den Mut, rein zu schneiden ... sicher überlege ich noch eine Weile, welche Technik ich verwende und welche Blockmuster.


Sonntag, 9. Juni 2013

Kinderschlafanzug aus Jersey

Beim Kauf von Rest-Stücken ist oft mehr Stoff übrig, als man für ein Kleidungsstück benötigt, so auch in diesem Fall. Aus einem Jersey-Stück habe ich ein T-Shirt genäht, ganz ohne Extras farblich passend zur Sommergarderobe. Das Muster gefiel mir um 90 Grad gedreht besser, deshalb habe ich entsprechend zugeschnitten. An Arm- und Bundabschlüssen verwende ich einen Zierstich meiner Maschine, der gleichzeitig die Funktion des Versäuberns übernimmt. Die Detailaufnahme zeigt Faserverlauf und Zierstich vergrößert.

Aus dem Reststück entstand ein Kinder-Sommerschlafanzug. Auf dem Foto ist die kurze Hose etwas verdreht hoch gezogen und sieht deshalb wie ein Röckchen aus - selbst ist der Mann ...

Samstag, 8. Juni 2013

Kinderpullover mit Fisch-Applikation

Enkelkinder ermutigen zum handarbeiten, denn ein kleiner Pullover braucht nicht viel Wolle und ist schnell gestrickt. Noch schneller geht es auf einer Strickmaschine. So habe ich vor einiger Zeit meine Brother Einbettstrickmaschine aus dem Karton befreit und ans Bügelbrett geschraubt. Bündchen von Hand gestrickt, da auf Einbettstrickmaschinen rechts-links im Wechsel nur umständlich mit fallenden Maschen möglich ist. Am Halsausschnitt sieht die Fachfrau sicher die Reduzierungen für die Rundung. Am Ende der Strickerei ziehe ich 5-6 Reihen mit andersfarbigen Garn drüber, um die Maschen zu fangen, danach wird es wieder fix weg geribbelt.

Nach Verbindung von Vorder- und Rückenteil nehme ich Maschen für die Ärmel auf, hake diese ein und ritsch ratsch sind die paar Reihen dran. ...

Auf die Stricknadeln kam ein blau- weißes Multicolor-Garn sowie ein paar farblich und von der Stärke her passende blaue Wollreste. Gehäkelte Fische wurden appliziert/aufgestickt. Ein paar Linien als Wellen nachträglich mit einem Garn-Rest durch Nachziehen der Maschen aufgestickt. Das lose Fisch-Schwänzchen verführt zum dran rum spielen.

Freitag, 7. Juni 2013

Glücks-Kreuzstiche

Mitunter ist es ganz entspannend, sich einer ganz einfachen Handarbeit zu widmen und Langsamkeit zu spüren. Das hat etwas meditatives. Man kann die Beine hoch legen, seine Gedanken ordnen, in neunen Handarbeitsplänen schwelgen, Musik hören oder einen Krimi verfolgen.

So habe ich vor einiger Zeit viele Kreuzstiche aneinander gereiht und ein vorgedrucktes Muster ausgefüllt. Dargestellt sind ein Schornsteinfeger mit einem Fräulein in historischem Kleid (Hirtin). Ich glaube es handelt sich um ein Märchen von Hans Christian Andersen " Hyrdinden og skorstensfejeren" Da die Szene unter den Sternen spielt habe ich die Stickerei auf einen farblich passenden Kissenbezug mit Sternenmuster genäht.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Stoffbeutel mit Flower-Power

Die Möglichkeit, mit der Maschine zu sticken erfordert immer mal wieder Probesticken. In diesem Fall wollte ich probieren, ob ein relativ dickes Baumwollgarn zum Maschinesticken tauglich ist. Außerdem war es an der Zeit, mal den großen Stickrahmen auszuprobieren.

Um möglichst kein Material zu verschwenden habe ich auf einem Baumwollstreifen in Taschengröße probiert. Das dicke Garn lief ganz gut, die Materialstärke erzeugte eine reliefartige Stickerei. Schwachpunkte durch Perforation entstanden nicht.

Wenn ich die Wahl habe verwende ich den kleinstmöglichen Stickrahmen, damit ist besser Spannung zu halten.
 
 

Mittwoch, 5. Juni 2013

Ich war eine Tischdecke

Stoffe aufräumen kann mitunter zu mehr Einkaufsbeuteln führen und mal ehrlich? Kann man davon genug haben? Im wirklichen Leben reduzieren diese sich ohnehin wieder auf wunderliche Weise, so dass man Neue braucht.

Hier musste ein brauner Stoff aus Mischgewebe im Schrank Platz machen. Als "Farbtupfer" bekam er teilweise Stücke einer ehemaligen Bauwolltischdecke mit folkloristisch stilisiertem Druck.
Die Konstruktion ist so, dass unten keine Naht ist. Die umlaufenden Träger haben sichernde tragende Funktion. Sie sind so lang, dass Umhängen möglich ist, andererseits die Tasche beim Tragen in der Hand nicht auf dem Boden schleift.

Dienstag, 4. Juni 2013

Foto-Transfer auf Stoff

Als ich mich dazu entschloss, eine kombinierte Nähmaschine samt Stickprogramm anzuschaffen war meine Idee, Fotografie und Sticken zu verbinden. Allerdings sind dabei viele Einschränkungen gesetzt. Schön wäre es, die Stickdatei auf einem Touch-Pad mit Stift zu erstellen, inzwischen gibt es dergleichen, aber nicht für meine Ausstattung.

So habe ich nach anderen Möglichkeiten gesucht, um Fotos auf Stoff zu bringen. Mit Laserdrucker habe ich auf spezielles Laserdrucker-Transferpapier gedruckt und nach Anleitung auf Baumwollstoff gebügelt.

Das Ergebnis war nicht brauchbar, die Verbindung der Folie kam erst zustande, als ich Fliesen als Untergrund nutzte, die sich aufheizten. Trotzdem blieben Ecken lose und während der langwierige Prozedur wurde die Folie beschädigt.

 
Eine weitere Verwendung ist nicht möglich, ursprünglich dachte ich auch daran, in die Fläche frei mit der Nähmaschine überzumalen. Das würde die aufgebügelte Folie perforieren und wahrscheinlich stellenweise ablösen. Obendrein mag ich die gummiartige Haptik der aufgebügelten Folie nicht.

Aufgeben ist nicht. Hier habe ich vom Transfer mit Lavendelöl gelesen, das werde ich demnächst ausprobieren.

Mehr Kreatives hier

Montag, 3. Juni 2013

Stoffbeutel mit Stickerei

Stoffbeutel nähen ist eine leichte Übung, die ein gutes Gefühl macht weil man die Beutel ja an Stelle von Plastikbeuteln benutzen kann.

Der erste auf dem Foto ist aus Damast, ehemals Tischdecke mit Stickübung als aufgesetzte Tasche und kleinen Gurtbändern als Träger, übrig nach dem Upcyceln der daran befestigten Clips, welche ich in eine Umhängetasche "eingebaut" habe.

Der zweite aus Baumwolle, die schon lange bei mir liegt. Dieser Stoff, insgesamt ca. 3 Meter, war als Putzlumpen in einer hiesigen Metallfabrik. In der DDR wurden Altkleider und Textilabfälle der Industrie zur Verfügung gestellt. Mir gefällt der Original-Aufdruck, den ich vorne platziert habe.
 
 

Sonntag, 2. Juni 2013

Neptun-Shirt

Für das Neptunfest im Kindergarten war ein passendes Out-Fit gefragt. Ein Blick auf die Stoffe blieb gleich bei Jersey in den Meeresfarben blau und grün hängen, ein Reststück von hier. Netzstoff in blau war auch vorhanden. Als thematische Verzierung wurden Fische von Hand appliziert und Augen mit Metallic-Garn aufgestickt. Mitunter ist es auch mal schön, von Hand zu sticken.

Das Kindershirt kann auch im Alltag als Shirt oder als Schlafoberteil getragen werden.

Samstag, 1. Juni 2013

Nähzimmer

Nachdem es einiges Genähtes zu sehen gibt folgt heute ein Einblick ins Nähzimmer. Irgendwie ist es praktisch nie in vorzeigbarem Zustand für Fotos. Noch immer fehlt ein halbhoher Schrank für Wolle in 2 Kartons vom Möbelschweden.
Gestern habe ich umgeräumt, um meinen alten Nähmaschinentisch gegenüber dem Nähplatz anzuordnen. In diesem Gestell eingeklappt ist eine Pfaff 90 als Ersatzgerät für Reparaturzeiten sowie zum Nähen von Markisenstoff und festen Materialien. Dieser Platz verfügt über etwas, das ich lange vermisst habe: Die Abdeckung der Nähmaschine im eingeklappten Zustand kann an der Seite als Verlängerung der Arbeitsfläche angesteckt werden. So ergibt sich eine große Fläche auf der Näh-Ebene, ideal beim Nähen großer Teile wie z.B. Gardinen.

Nachdem meine Veritas-Nähmaschine nicht mehr zu reparieren war habe ich mich für eine Kombi-Maschine für Nähen und Sticken entschieden:
Brother Innov-is 1500 inkl. Stickprogramm PE Design 8.0.

Damit habe ich viele Optionen für meine Ideen.

 


Stoffbestand ist für Näherinnen ja auch immer ein Thema, deshalb folgt dazu auch ein Blick in den Stoffschrank im Nähzimmer. Überwiegend handelt es sich um Baumwollstoffe und Jerseystoffe. Einige Sachen sind auch einfach aus dem Garderobenschrank zum Zerschneiden frei gegeben und deshalb hier gestrandet (Jeanshosen und T-Shirts).
Ein anderer Teil ist Second-Hand-Bettwäsche, ein weiteres Fach enthält Haushaltswäsche mit Stickereien und interessanten Druckmustern für Patchwork. Einige Stücke mit Stickereien sind so schön, da fehlt mir bisher der Mut, rein zu schneiden.

Stoffreste versuche ich gleich aufzuarbeiten. Zur Sammlung von Reststücken in Quadraten kann ich mich nicht entschließen, da ich gerne auf Streifenbasis patchworke. Als DDR-Kind habe ich den Ehrgeiz, immer alles irgendwie zu verwenden, das fordert Ideen und gleichzeitig Improvisation. "Zero Waist" strebe ich an seit ich nähe - auch ohne trendigen Begriff dafür.

 
Garnvorräte haben sich auch angesammelt, mitunter kommt auch Second Hand etwas dazu:


Da ich mitunter auch Taschen oder Kleidung nähe haben sich auch Knöpfe, Schnallen, Verschlüsse, Gurtbänder, Kordel-Stopper, Druckknöpfe samt Werkzeug und dergleichen reichlich angesammelt. Die Zusammenstellung der Materialien für ein Nähprojekt kann schon mal ein Weilchen dauern ...


Als Kind habe ich gerne mit der Knopfsammlung zu Hause gespielt, es war wie eine Schatzkiste. So empfinde ich es auch heute noch. Deshalb schaue ich bei ausrangierten Textilien auch immer nach Wiederverwertbarkeit für meine Zwecke wie z.B. hier.

Kitsch oder Kunst?

"Böse Dinge" gibt es im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg bis zum 15.09.2013.
Da ich da leider nicht hin kann beschränke ich mich auf Texte wie diesen.

Zur Ausstellung gehört eine Tauschbörse, bei der Besucher Souvenirs, Dekos, Geschenke oder anderen Kitsch gegen ein anderes abgegebenes Ding tauschen können. So schau ich gleich mal nach, ob ich auch etwas "Böses" zum Umtauschen finde ...
Wackeldackel, gehäkelten Toilettensitz oder Hut für Toilettenrolle hab ich nicht.
Etwas aus Schulhortzeit verbinde ich mit Erinnerungen an eine Zeit des Bastelns und Handarbeiten.
Es handelt sich um eine Flasche und einen Senfbecher ergänzt mit 2 Runden Stecknadeln unter Klebeband, darauf Bast in Spanntechnik; gefällt mir immer noch (behalte ich):


Gefunden habe ich ganz hinten im Schrank ein Geschenk: ein getöpfertes Unikat mit Signatur, das passt bei uns nirgends, davon trenne ich mich gerne. Da ja Geschmack unterschiedlich ist ... falls die Tasse (Übertopf) jemand möchte: Bei Erstattung der Portokosten versende ich gerne dieses Töpferstück:

 

Mein Tauschobjekt habe ich schon zu Hause, er darf bleiben.

Was würdet Ihr tauschen? Geht doch mal nachsehen, manche Sachen sind schon so lange an einem Platz, dass man sie gar nicht mehr wahr nimmt ... Hilfreiche Ratschläge dazu gibt es bei FräuleinOrdnung, da lese ich mitunter gerne.