Wenn eine umfangreiche Näherei beendet ist vernähe ich die Reste auf dem Tisch gerne als kleine Täschchen.
Letztens hat sich jemand eine Handytasche "ganz bunt" gewünscht.
Mir kam der Gedanke, mit Stoffresten von der Babydecke ein Stück Chenille zu nähen.
Der Motivstoff als Oberschicht wird sich als Motiv grafisch auflösen.
 |
| Wer findet den Tunnel ohne Schnitt? |
Die Maße für das Handymodell habe ich online gesucht und ein Stück Bastelfilz dafür passend abgeschnitten
Stoffe über dem Bastelfilz schichten
Nähte mit 0,75 cm Abstand im rechten Winkel zum Fadenlauf vollflächig
und bahnenweise aufschneiden
Überstand der Stoffschichten abschneiden
links auf links falten und die Seiten zusammen nähen (Papier unterlegen)
Schwachpunkt sind die Seitenkanten und oben da dort der Stoff im Fadenlauf offen liegt. Ein angenähtes Schrägband wäre zweckmäßig gewesen. Ich bin gespannt, wie sich die kleine Tasche bewährt.
Nach solch einer Näherei lohnt sich eine Reinigung, das mache ich ca. 2 x die Woche mit 2 langen Nadeln als improvisierte Pinzette, einem Pinsel und dem Staubsauger:
Wie ist es bei Euch? Wie häufig reinigt Ihr Eure Nähmaschine?
Weil's gerade so schön ist nähe ich noch eine andere Variante als Handytasche:
mein buntester Stoff auf Filz, das Motiv nachgesteppt sowie ein paar kleine Flächen mit Sternenstoff hinterlegt und aufgeschnitten (Reverse-Experiment).
Kritisch finde ich hier, dass man beim Verschließen der Kam-Snaps ziemlich Druck auf die oben liegende Fläche des Handys ausübt. (nach unten einlegen ist auch doof)