Sonntag, 28. Juni 2026

Tierische Stoffspielerei mit Uhr

Elvira sammelt heute auf ihrem Blog zwisch-en-durch thematisch tierische Beiträge zum Thema der Stoffspielerei in diesem Monat.


Obwohl reichlich Ideen und auch Bedarf vorhanden habe ich es bis heute nicht geschafft, etwas Neues zum Thema zu nähen. Deshalb tauche ich ins Fotoarchiv ab und zeige etwas, das ich bisher auf dem Blog nicht vorgestellt habe: eine quiltige Uhr


Dieses Projekt entstand nach einem Aufruf von Regina für schwarz-weiß-Quilts mit den Abmessungen 15 x 60 cm. Ich kann mich noch erinnern, dass ich zu dieser Zeit auch nicht recht Zeit und Muse fand für einen Beitrag zu diesem Thema. Allerdings war das Thema in meinem Kopf als ich in einer Geschenkekiste eine Kinderzimmeruhr fand. So entstand die Idee, das Projekt und die Fundsache zusammen zu führen. Eine weiße Fläche mit Vlies steppte ich so ab, dass die Stundenaufteilung innerhalb von Spinnfäden-Markierungen lag. Weil ich unsicher war, ob die Uhr nach dem Zerlegen und integrieren in die Quiltfläche funktionieren würde habe ich aus dem Absteppen keine langwierige Sache gemacht. Mit einem kleinen Lochwerkzeug habe ich ein kleines Loch in die Fläche gemacht zum Durchführen der Zeigeranbringung. Spannend war der Moment des Einsetzens der Batterie in das dafür vorgesehene Fach. Das Gehäuse des Uhrwerkes ist oberhalb als Aufhängung angebracht. Gleichzeitig hält es den Abstand des Uhrwerkes von der Wand.


Gedacht, gewagt, gewonnen ... die Uhr funktioniert. Ich mag es, dass die langen Zeiger seitlich über die Quiltfläche hinaus ragen. Beschränkungen / Vorgaben können spannend sein.

Zusammen mit den kleinen schwarz weiß-Quilts war die Uhr schon ein paar mal ausgestellt: MühlbergLangewiesen, Patchworktage Suhl. Transport ist etwas tricky: die Batterie wird heraus genommen. Bisher hat es immer funktioniert. Noch immer tickt die Uhr zuverlässig und zeigt die Zeit an.

Aktuell hängt die Uhr hier im Flur. Aus meinem Sitzplatz im Wohnzimmer habe ich oft einen Blick darauf, sichte die Zeit und erfreue mich an meinem gelungenen Experiment.

Die Spinne spinnt, die Zeit verrinnt ...

Vielleicht habt ihr die Uhr sogar schon original in einer Ausstellung gesehen oder selbst einen kleinen schwarz-weiß-Quilt für diese Ausstellung(en) genäht?

Nun freue ich mich auf eine tierisch spannende Blogrunde der anderen Mitspielerinnen. Ich bin gespannt.

Die Stoffspielereien

Bist du auch eine Stoffspielerin?

Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfekt-Sein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.

Machst du nächstes Mal mit?  

Stoffspielerei-Termine 2026:

25.01.2026: "Ein Buch als Inspiration" bei Langer Faden
22.02.2026: „Licht & Dunkelheit“ bei HeyyOskar
29.03.2026: „Taschen“ bei Petersilie und Co
26.04.2026: „Altes in Neuem“ bei feuerwerk by KaZe
31.05.2026: „Englisch Paper Piecing“ bei 123-Nadelei
28.06.2026: „Tierisches“ bei zwisch-en-durch
   Juli und August: Sommerpause
27.09.2026: „Die Kunst des Weglassens“ bei Tyche's Touch
25.10.2026: „Schablonieren“ bei Siebensachen zum Selbermachen
29.11.2026: „Teppiche“ bei made with Blümchen
   Dezember: Winterpause

Sonntag, 31. Mai 2026

Englisch Paper Piecing - eine mobile Stoffspielerei

Heute sind die Stoffspielereien hier zu Gast. Passend zur Urlaubszeit habe ich ein Thema gewählt, welches uns im Urlaub begleiten kann und ganz ohne Strom funktioniert.

Bücher über Englisch Paper Piecing = EPP

Das Buch von Florence Knapp "Englisch Paper Piecing" beschäftigt sich historisch mit den Vorteilen für Körper, Geist und Seele bei Handarbeits-Tätigkeiten, welche bei diesem Handnähen vielleicht auf den beruhigenden, sich wiederholende Rhythmus des Nähens zurückzuführen sind. Näherinnen sprechen im Allgemeinen von der "meditativen Qualität" des Nähens. Dieser meditative Zustand, der während der Arbeit mit unseren Händen hervorgerufen wird, mitunter empfunden als Zustand der Freude, Kreativität und totalen Beteiligung, in dem Probleme zu verschwinden scheinen. 
Darüber hinaus werden Quilterinnen vorgestellt, grundlegende Techniken erläutert und eine Anleitung für einen Quilt mit zentral angeordneter Rosette ist enthalten.

Das Buch "all points patchwork" beinhaltet Grundkenntnisse Englisch Paper Piecing und nähert sich dem Thema nach geometrischen Basisformen geordnet.


Die Technik ist vielfältig mehr oder weniger umfangreich anwendbar. Beispiele finden sich in der folgenden Linkliste der Mitspielerinnen:
  • Tyche zeigt auf ihrem Blog Hexagons aus Dupioni Seidensatin und gestaltet damit eine Draufsicht in einen Garten als Applikation für ein ein Han Haba Obi (Kimonogürtel)
  • Elvira zeigt kleine Handnähprojekte, gibt uns einen kurzen historischen Einblick und erläutert ihre Vorgehensweise beim Lieseln und kombinieren moderner EPP-Flächen mit 3D-Effekt.
  • merlecolibri lässt sich von der EPP-Technik inspirieren und kombiniert Mix-Media-Collagen mit Hexis. Frei nach der Technik abgewandelt appliziert sie außerdem Kreisformen.
  • Gabriele zeigt uns die winzig kleinen Hexagons wie im Quilt "Meerbedeckt" von Renate Kämmer. Davon inspiriert startet sie eine Hexagon Größenvergleichsreihe mit Kantenlänge 2 cm, 1,5 cm, 1 cm und startet damit Ihr Sommer-Handnähprojekt.
  • Kerstin probiert eine Kombination der Technik wie bei Applikationen verbreitet: Sie bügelt die Formen aus Papier obenauf und kontrolliert so das perfekte Aneinandergrenzen der Formen.
  • Regula erkundet die EPP-Technik erstmals und sammelt auf diesem Weg Erfahrungen. Eine Hexagon-Blume appliziert sie gestalterisch geschickt auf eine Buchhülle.
  • Anne Sophie näht unterwegs gerne EPP Projekte und zeigt Kreuzmuster und frei gestaltete Muster mit Schrift/Buchstaben
  • Beate zeigt Ihre Fortschritte beim Einstein-Quilt, ein Langzeitprojekt. Fortschritte malt sie in einen Flächen-Puzzle-Plan zum Projekt.
  • Heike startet nach langer Vorbereitungszeit wohlüberlegt ein Hexagon-Projekt aus Stoffresten. Dazu gibt es eine kleine Geschichte.
  • Thea zeigt uns eine kleine Spielerei mit Rundungen.

Auch bei den Patchworktagen in Suhl habe ich Beispiele mit EPP-Technik, auch Lieseln genannt, entdeckt:

Für die EPP-Technik werden Schablonen aus Papier geschnitten. Oft handelt es sich um geometrische Formen, die die spätere Fläche ausmachen. Diese Schablonen werden mit Papier umspannt. Reizvoll bei dieser Technik ist die mathematisch geometrische Vielfalt in Kombination mit Farb- und Mustermöglichkeiten. 

Hexagonal Pinwheel
Mein Projekt startete ganz unverhofft mit Muster-Resten und Stoffresten aus einem Nähkurs im letzten Herbst:
EPP-Schablonen 1/2 Hexagon

Papierschablonen schneide ich aus A4-Briefumschlägen oder Werbesendungen etwa 100 - 130 g/qm. Zur Markierung verwende ich einen Stempel.

Zum Heften verwende ich eine Applikationsnadel. In der Nahtzugabe setze ich intuitiv gerne einen Zwischenstich. Durch das Papier hefte ich nicht mehr. Für exakte Positionierung der Schablone auf dem Stoff nutze ich einen Büro-Klebestift. Die Papierschablonen sind gelocht weil so das spätere Entfernen mit Häkelnadel leicht von Hand geht. Meine Heftfäden (Polyestergarn NM120) bleiben drin und fixieren die Nahtzugaben. Zum Zusammennähen der Formen verwende ich eine kurze feine Quiltnadel. Immer griffbereit ist ein Tisch-Einfädler.


So wächst das Projekt mit verfügbaren Stoffresten ohne konkreten Plan zur späteren Anordnung.

Immer mal ordne ich Sätze von 1 Hexagon und 6 halben als Set zum Zusammen-nähen.

Inzwischen sind ca. 420 Hexagon-Windräder zusammen genäht. Eine Legeprobe hat ergeben, dass ich für eine Decke von ca. 1,3 m x 2 m ca. 660 Stück benötige.
Vielleicht habe ich mich auch verrechnet dachte ich mir letztens als ich meine 90 schwarz-weißen auf einer Decke ausbreitete. Macht nichts, wird die Decke vielleicht etwas größer. Zum komplett Auslegen aller Windräder fehlte mit die Muse. Es kommt am Ende sicher alles passend zusammen, bleibt noch spannend.


Als Projekt für unterwegs demnächst im Urlaub kommt es nicht in Frage weil die vorbereiteten Formen oft Stoff-Kombinationen aus dem Vorrat benötigen. Also starte ich ein zusätzliches Projekt in EPP-Technik, das schon lange auf meiner Näh-Wunschliste steht.

Patchwork of the Crosses (POTC) nach Lucy Boston
Das Buch von Florence Knapp enthält übrigens ein Kapitel über Lucy Boston. Am bekanntesten ist ihr Quilt aus lang gestreckten Sechsecken. 

Dafür habe ich einen Stempel mit Kantenlängen von 1". Eine kleine Schachtel Papierschablonen war schon zugeschnitten als sich im Herbst letzten Jahres das Windrad-Sechseck dazwischen mogelte.

Die Anordnung der Formen kommt meinem Ziel entgegen, Blaudruck-Deckchen aus dem DDR-Kunstgewerbe zu verwenden. Die Druckmotive eines Deckchens im Fuzzy-Cutting-Zuschnitt (pingelich für symetrische Kombination) verlangen nach 45-Grad-Spitzen.


Schon eine Weile denke ich über die Anordnung und Kombination von Farben und Kontrast in Kombination mit 4 Blaudruck-Formen mittig nach:


Unentschlossen bin ich bisher zum weiteren Anbau von Farben. Ein paar Stoffe aus dem Vorrat habe ich auf Schablonen gezogen um mal zu puzzeln. Die weißen Teile sind Schablonen als Platzhalter:


Irgendwie kombiniert es sich für mich nicht stimmig mit den falschen Unis um die Mitte. Oder so? 

Ein paar mehr bespannte Papierschablonen wären vielleicht hilfreich. Ins Urlaubsgepäck nehme ich voraussichtlich die Blaudruck-Deckchen und liesle erst mal 96 Mittelteile. Alles weitere wird sich finden.

Weitere EPP-Nähprojekte:

Wie ist es bei Euch? Nehmt ihr Handarbeiten mit auf Reisen oder ins Wartezimmer? 
Habt Ihr einen passenden aktuellen Blogbeitrag? Dann meldet Euch mit Kommentar.

Die Stoffspielereien

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22.02.2026: „Licht & Dunkelheit“ bei HeyyOskar
29.03.2026: „Taschen“ bei Petersilie und Co
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28.06.2026: „Tierisches“ bei zwisch-en-durch
   Juli und August: Sommerpause
27.09.2026: „Die Kunst des Weglassens“ bei Tyche's Touch
25.10.2026: „Schablonieren“ bei Siebensachen zum Selbermachen
29.11.2026: „Teppiche“ bei made with Blümchen
   Dezember: Winterpause

Sonntag, 26. April 2026

Japanisch-schwedische Stoffspielerei - Altes in Neuem

Karen hat ein Thema gewählt, das hier auf viele Projekte passt:

Altes in Neuem

paarweise Reihenabsteppen und anfügen

Auch auf ein Quilt-Projekt passt das Thema gleich mehrfach:

  • Eine alte japanische Falttechnik trifft auf ein Neues Design
  • Hemdenstoffe wurden mit anderen einfarbigen Stoffen kombiniert.

Ich zeige ein Projekt aus meinem Nähkurs letzten Herbst. Es kombiniert die Atarashii-Falttechnik mit einem Half-Square-Design namens "Postcard of Sweden. Letzteres ist online frei verfügbar.

Die Atarashii-Technik zählt zu den Quilt-as-you-go-Techniken denn während man näht entstehen gleich 2 fertige Seiten. Man schneidet Kreise welche sich später zu Quadraten wandeln. Das fasziniert mich so dass mehrere Projekte mit dieser Technik entstanden sind: ein Spitzen-Jeans-Quilt, eine Tasche und das Projekt, welches ich heute vorstelle.

Das benötigte Farbspektrum ist umfangreich. Es ist von Vorteil wenn die Stoffe gestärkt sind. Ich habe einfach mal geschaut, was mein Vorrat hergibt mit großzügiger farblicher Interpretation der Vorgaben des schwedischen Designs. Bei aufgetrennten einfarbigen Hemden/Blusen fand ich viele in gelb, braun, grün, blau, lila, pink, rot. Die Halbkreis-Zuschnitte habe ich in einem Monats-Terminvorlage-Ordner bereit gelegt.

Um auf einer Seite die Halbe-Quadrate-Optik zu erhalten habe ich Halbkreise mit Nahtzugabe zugeschnitten. Oft passte meine vorbereitete Schablone auf ein Teil eines Hemdes. Die Größe orientiert sin an der späteren Größe des Quadrates zuzüglich Zugaben für das Einreihen / Spannen um Kartonschablonen.


Um den Überblick zu behalten sind die genähten Kreise mit einem kleinen Koordinaten-Schild mittels Klebestift gekennzeichnet. Mit Schablone umspannt ist gut gebügelt.


stärken: besser spät als nie

Nachdem all die Kreise vorbereitet sind einschließlich Kennzeichnung tut sich die Frage auf:
Was lege ich in die Fläche zwischen die umgeschlagenen Melonenflächen? Zunächst dachte ich an Fassett-Blütenstoffe. Das erschien mir allerdings ein unruhiges Bild zu ergeben. Deshalb wählte ich das Naheliegende auf dem Zuschneidetisch: einfarbige Stoffe. Mir kam die Idee, ein Pixel-Motiv zu legen wie eine Urlaubs-Postkarte mit Sonne, Baum, Himmel, Blumen, Wiese ... Beim Zuschneiden der verfügbaren Reststoffe habe ich immer stellvertretend ein Quadrat-Zentimeter-Stückchen für ein Puzzle mit abgeschnitten und aufgeklebt. In etwa so:


Dieser Moment wenn alles bereit ist zum zusammen nähen ist gepaart von einer Portion Ungeduld und auch Spannung ob das Nähen so funktioniert wir geplant.

Die Kreisformen sind markiert so dass das Zusammen nähen in Reihen starten kann. Abweichend vom Ausgangs-Design habe ich eine weitere Reihe vorbereitet und bei dieser Gelegenheit die Farbanordnung da und dort ausgetauscht. Nachbarschaftliche Dopplungen habe ich vermieden.

markieren mit Kreide bzw. weichem Bleistift

Das Zusammen-Nähen erfolgt reihenweise, der "Anbau" paarweise. 




Vorteil ist eine gute Erreichbarkeit der zu nähenden Stellen beim Quilten. Ich habe mich für Vorstiche von Hand entschieden und starkes Baumwollgarn, geschätzt NM40.

quilten mit Sashiko-Nadel

Eingelegt ist Polyestervlies 10 x 10 cm. An den Quadraten sind die Ecken geringfügig nach hinten umgeklebt, vorsorglich zur Vermeidung späteren Ausfransens. Beim Aufeinandertreffen identischer Stoffe mittig zwischen den Teilkreisflächen habe ich etwas getauscht. Es ist nur Stoff ...


So wächst die Fläche allabendlich um 2 Reihen. Die umlaufenden Teil-Kreis-Flächen sind auch dem Design angepasst gequiltet. Ein farbenfroher Quilt ist entstanden. Ein Pixelmotiv erkennen nur Insider. Vielleicht packen wir ihn ins Reisegepäck, vielleicht fahren wir mal wieder nach Schweden ...




Vor unserem Urlaub nach Skandinavien finden hier in Suhl die Patchworktage der Patchworkgilde statt. Vielleicht treffen wir uns dort. Ich bin alle drei Tage in Congress-Centrum Suhl.


Nun bin ich gespannt auf die Alt-Neu-Kombinationen der Mitspielerinnen und freue mich auf eine Blogrunde. Nächsten Monat versammeln sich hier Beiträge zum Thema Englisch Paper Piecing als Anregung für ein mobiles Handnäh-Reise-Projekt.

Die Stoffspielereien

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29.03.2026: „Taschen“ bei Petersilie und Co
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   Dezember: Winterpause

Sonntag, 29. März 2026

Stoffspielerei mit Taschen

Stoffspielerei-Thema im März ist Taschen. Zu diesem Thema ist vieles möglich: Von Taschen an/in Kleidungsstücken oder Behältnisse zum Tragen von Dingen, die wir von A nach B oder mit uns rum tragen. Die Taschen-Themensammlung findet Ihr bei Petersilie & Co 

Ich werde eine Umhängetasche zeigen, die im letzten Nähkurs entstanden ist. Wer selbst näht hat den Vorteil, diese Dinge an Gegebenheiten und Bedürfnisse anzupassen. So war es für mich auch bei dieser Tasche, die ich derzeit im Alltag außer Haus nutze.

Umhängetasche mit Atarashii-Taschenband außen

Eine Tasche gleicher Konstruktion hatte ich beispielsweise hier schon mal gezeigt. Ich mag die angebrachten Taschenbänder innen und außen als dekorativ-praktisches Element. Dort haben verschiedene meiner Dinge ihren festen Platz.

Das Taschenband entstand aus Jeans-Resten und Polster-Musterstücken mittels einer Schablone zum Markieren der Kreise und Nahtlinien.


Die sich ergebende Länge von 10 Quadraten war Grundlage für den Taschenkörper. Dieser ist gleich mehrlagig zusammen gesteppt und hat eine Größe von ca. 50 cm x 88 cm. Im Bereich oberhalb des Taschenbandes ist ein Vlies zur Stabilisierung/Stand.

Hinter dem später aufgesetzten Atarashii-Taschenband nähe ich ein weiters Band für Innentaschen auf. Die Einteilung kann ich frei wählen. Die spätere Bodenfläche ist berücksichtigt.

Außen wird das Atarashii-Taschenband aufgenäht. Die Fachabgrenzungen sind (nur) oben fixiert. Die Henkel sind auch schon zum annähen bereit. Dafür habe ich den Hosenbund verwendet - kombiniert mit farblich passenden Hemdenstoffen. Der Abstand zwischen den Trägern ist 15 cm. Eine Pocket-Tasche wird mir Orientierung gegen, wo die Vorderseite der Tasche ist. 

Vor dem Aufnähen der Pocket-Tasche nähe ich eine Innentasche mit Reißverschluss an. Vorher war es die Hemdentasche des als Futter verwendeten Hemden-Stoffes. Mein Autoschlüssel wohnt in dieser Innentasche mit Reißverschluss.

Zusammen genäht ist die Tasche geräumig und kann auch mal A4-Dokumente fassen. Ein Schlüsselfinder ist auch drin. Bodenfläche ist ein zerschnittenes Kunststoff-Küchenschneidbrett.


Ein paar Jeans-Kreise hatte ich übrig. Die ergaben ein kleines Täschchen für die Kleinteile, die Frau so mit sich rum trägt, ihr wisst schon: Schere, Schraubendreher, Nagelfeile, Stift, Pflaster ... Habt Ihr auch so ein Notfall-Set bei Euch unterwegs?


Weitere Taschen-Projekte auf diesem Blog sind hier verschlagwortet.

Nun freue ich mich auf die Trage-Hilfen der anderen Stoffspielerinnen und schaue durch die Beiträge zum Thema heute.

Die Stoffspielereien

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Sonntag, 22. Februar 2026

Stoffspielerei bei Licht oder Dunkelheit

Anne Sophie von heyyoskar sammelt heute Beiträge zum textilen Thema Licht und Dunkelheit:

Häkeldeckchen wird Lampenschirm

Zunächst hatte ich Projekte im Sinn, die eher zum Thema "Kontrast" passen würden. Dann habe ich mich an passendere Projekte erinnert. Im Nähzimmer hängt eine Lampe mit einem Lampenschirm aus Brügger Häkelei. Das Deckchen habe ich nicht selbst gehäkelt. Dier Durchmesser passte perfekt zu einem vorhandenen Lampenschirm.


Ich mag die Schatten, die sich bilden wenn dieses Licht eingeschaltet ist.


Leider ist dieses Licht nicht optimal für abendliche Handarbeiten. Deshalb bemühe ich mich, Nähprojekte bei Tageslicht zu erledigen. Das kommt auch Schritt-für-Schritt-Fotos zugute. Büroabreiten kann ich auch erledigen wenn die Sonne untergegangen ist. Es ist von Vorteil, wenn man sich die Erledigung anstehender Aufgaben selbst einteilen kann. So formuliert klingt das perfekt. Allerdings sind gelegentlich Kompromisse erforderlich und mitunter komme ich tagelang nicht ins Nähzimmer weil andere Aufgaben Priorität haben. Hier ist das nicht anders als bei Euch.

Spitzendeckchen habe ich schon öfters für Lampen-Upcycling verwendet. Beispielsweise habe ich 2 geerbte Nachttisch-Lampen ebenfalls mit Häkeldeckchen umgestaltet. 


Eine Freundin wünschte sich ebenfalls eine Lampen-Reparatur als Upcycling. Diese Form erforderte Epoxydharz als Form-Fixierung:


Ein Lampenschirm im Flur musste repariert werden. Die Original-Teile dienten notdürftig geklebt als Form für einen neuen Lampenschirm aus einem Häkeldeckchen. Ich mag das grafische Muster des Deckchens. 


Beleuchtung lässt eine gelbe Epoxydharz-Komponente durch den Acryl-Anstrich scheinen. Das ist in Ordnung. Der Lampenschirm ist nun stoßfest.


Vielleicht sind sind solche Beispiele inspirierend für Euch. Für mich waren diese Reparatur- und Umgestaltungsprojekte willkommene Herausforderungen. Am schwierigsten war es, die passenden Lampen oder Deckchen zu finden. Das erforderte Geduld.

Wer hier öfters liest weiß, dass ich Spitzendeckchen schätze und deshalb gerne verwandle. Es ist Geschmackssache.

Weitere erleuchtete Projekte auf diesem Blog sind hier verschlagwortet.

Nun freue ich mich auf die Erleuchtungen der anderen Stoffspielerinnen und schaue durch die Beiträge zum Thema heute.

Die Stoffspielereien

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29.03.2026: „Taschen“ bei Petersilie und Co
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