Sonntag, 1. Mai 2016

Ich war eine Fahne ...

Heute am 1. Mai zum Start der Upcycling-Beutel-Linkparty stelle ich 2 Beutel vor, die aus Fahnen genäht sind: einer mit 60 cm langen Henkeln zum umhängen und ein voluminöser mit 40 cm langen Henkeln
 
 
Die Henkel sind gefaltet, gebügelt und in die Falte ist ein Vliesstreifenrest eingelegt für "Tragekomfort". So vorbereitet sind die Henkel mit einem Wellenzierstich genäht. Diese Variante geht schneller als wenden. Angenäht sind die Henkel ebenfalls mit dem Wellenzierstich, der sich gut für Belastungsansprüche eignet. Nähen ging ganz schnell, da Versäubern bei dieser Faser nicht erforderlich ist.
 
Ich kann mich erinnern, dass meine Eltern früher angehalten wurden, am 1. Mai und am 7. Oktober DDR-Fahnen und Arbeiterfahnen aus dem Fenster zu hängen.
In den 80ern waren Fahnen und Pioniertücher aus DeDeRon, eine Polyamidfaser, die sich gut für Mehrweg-Beutel eignet. Diese und andere Chemiefasern standen für die Innovation der Chemie-Industrie in der DDR. DDR ist deshalb im Namen enthalten.
Die Fahne bekam ich mit anderen DDR-Stoffen geschenkt.
Nun darf die Arbeiterfahne weiter nützlich sein und Sachen tragen, das finde ich passend.
Zwar ist dieser Mehrweg-Beutel genau genommen auch aus Plastik, aber dieses Stück Faserstoff ist schon so lange im Umlauf, ich hoffe, es verhindert ein paar Einweg-Plastetüten


Kommentare:

  1. Hi hi, ja das passt hervorragend! Aber zum Glück sind solche knallroten Beutel ein toller Hingucker und werden kaum jemanden an Arbeiterfahnen erinnern.
    Träger, die man wenden muss, nähe ich auch äußerst selten. Diiiese Fummelei...
    LG Judy

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  2. Toll! Erinnert wirklich nichts mehr an Fahnen ...
    Und schöne Hingucker!
    Allerliebste Grüße
    Helga

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  3. Na, daraus ist ein optimaler Einkaufshopeer geworden, denn man leicht zusammenfalten kann und in die Handtasche packen kann....so ist man immer gewappnet;-)...

    LG Klaudia

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