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Samstag, 29. April 2023

Stoffspielerei mit Transparenz

Karen vom Blog Feuerwerk by KAZE hat als Thema der Stoffspielerei in diesem Monat 

Transparenz


ausgewählt. Das ist eine praktische Sache, den Transparenz und Durchblick helfen dabei, die Übersicht zu behalten.

Meine Durchblicke sind in Boxy-Bags integriert. So sehe ich schon von außen den Inhalt und brauche nicht lange zu suchen.




Eines entstand aus dem Rest der Krawatte dieser Stoffspielerei mit glitzernder Dusch-Folie. Darin bewahre ich diverse Nähwerkzeuge.


Die Idee zur Verwendung von Vinyl ergab sich vor einiger Zeit in Vorbereitung eines Nähkurses. Zum Experimentieren kaufte ich in einem Möbelgeschäft ein Reststück Duschvorhang. Das nähen funktionierte ohne Probleme und Fehlstiche.


Reststücke davon sind als Beschriftungsfenster in Nadelbücher integriert. 

Mit einem Stifte-Motiv-Stoffrest entstanden gleich mehrere Stiftemappen. Innen ist neonfarbener Polyesterstoff zu sehen, der beim Abschneiden einer Schneehose meines Enkels übrig blieb.


Die Aussparung für die volumenbringenden Ecken schneide ich immer erst nach dem Schließen der Seiten da ich Reißverschluss-Elemente verschiedener Breite (Upcycling) benutze.

Boxybag vor dem Wenden und mit Eckschnitt

Diese kleinen Taschen sind größenvariabel leicht zu nähen. Beliebt sind sie auch als Häkel-Projekt-Utensilo.

Abschließend zeige ich noch eine andere Einsatzmöglichkeit als Beschriftungsfenster, hier ein Büroordner-Utensilo. Es entstand aus einem Softshell-Rest. Das Beschriftungsfenster ist schlicht pragmatisch mit Zick-Zack auf das zugeschnittene Vorderteil aufgenäht.


Übrigens gab es im März 2015 bereits Beiträge zum Thema Transparenz. Ich zeigte einen Kissenbezug mit durchscheinenden Bereichen. Nach den Sichten der ersten Beiträge erinnerte ich mich an viele transparente Nadelei-Projekte, nachfolgend eine Collage mit kleiner Auswahl. Ich danke Karen für das vielseitige Thema.


Nun bin ich gespannt auf die anderen Beiträge, und freue mich aufs Lesen im Laufe des Tages.

Die Stoffspielerei-Termine 2023:

(Die alten Beiträge der vergangenen Jahre findet man übrigens unter https://stoffspielereien.net/)

Die Stoffspielereien

Bist du auch eine Stoffspielerin?

Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfekt-Sein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.

Machst du nächstes Mal mit?

Sonntag, 28. Oktober 2018

Stoffspielerei mit Krawattenseide und Taschenbügel

Beate von Siebensachen-zum-Selbermachen hat als Thema der Stoffspielerei „Seide“ gewählt. Lange habe ich überlegt, was ich mit Seide nähen und gleichzeitig auch benutzen könnte. Seide ist ein edles und sensibles Material. Zeitweise habe ich überlegt, ob ich Kunstseide verwende. Die Zeit verging. Schlussendlich habe ich gestern ein paar seidene Krawatten aus meiner Sammlung gezogen ...



... eine davon ausgewählt ... schnipp, schnapp ein bisschen wie zum Altweiberfasching zielgerichtet gekürzt:



Die Krawattenspitze soll eine Bügeltasche verzieren und ahnen lassen, woraus sie genäht wurde. Zur Schnittkonstruktion gibt es online zahlreiche Videos verschiedener Täschchen. Damit habe ich Anregungen und Informationen gesammelt. Mit der Seide einer Krawatte teste ich meinen Schnitt .

Meine Schnittschablone einschließlich Nahtzugabe übertrage ich auf dünnes Bügelvlies und bügle dieses auf das Reststück der aufgetrennten Krawatte. Das Vlies gibt etwas Stand und entstretcht gleichzeitig das Gewebe, denn Krawatten sind im Schrägschnitt zugeschnitten und deshalb leicht elastisch.

Den verstärkten Taschenkörper schneide ich aus, die späteren Ecken ignoriere ich. Beim Versäubern fixiere ich die Krawattenspitze.

Ein Innenfutter schneide ich minimal kürzer zu als den Außen-Stoff. Das verhindert, dass das Futter später innen Wellen schlägt. Das Futter habe mich mit einem Reststück Volumenvlies mittig verstärkt, den Bereich oberhalb der späteren Ecken dabei absichtlich ohne gelassen.
Anders als in den Videos, die ich mir angesehen habe verbinde ich Außenstoff und Futter an den Stellen, die später im Metall-Bügel liegen (rote Pfeile).



Anschließend falte ich das Gebilde neu wie nachfolgend abgebildet und schließe die Seitennähte. Im Futter lasse ich eine Wendeöffnung. Alle 4 Ecken nähe ich ab. Die Bügelvlieslinie hilft mir als nähfußbreite Markierung am Außenstoff. Im Futter nähe ich gleich große Eckchen ab. 


Die runden Bereiche schneide ich bis zur Naht ein und bügle schon mal in die späteren Richtungen. Wenden ist immer spannend. Mal sehen, ob alles funktioniert wie geplant. Dann wird die Wendeöffnung geschlossen.



Den Taschenbügel habe ich mit dicker Knopflochseide und Rückstichen angenäht. Das Krawattenspitzenteil ist etwas sperrig samt Nahtzugabe (ich hätte das Vlies der Krawatte entfernen sollen) und hat verhindert, dass diese Rundung sich gleichmäßig in den Bügel zieht. Ansonsten hat mein Plan funktioniert.


Auf jeden Fall bin ich erst mal zufrieden mit meinem Schnittmuster und meiner Position der Wendeöffnung.
Was wird nun daraus? Da überlege ich noch ... Hochzeits-Accessoire für Minimalisten? Kreditkarte und Hotelkarte passen rein ...
Wenn sich ein Liebhaber findet werde ich mich davon trennen.


Eine Andere Spielerei mit Seide habe ich mal hier gezeigt: Seidenraupen aus einer Krawatte auf einem Paspelmond-Taschenkörper. Zeitweilig dachte ich an ein Kissen mit ähnlicher Gestaltung für die Stoffspielerei heute.

Nun freue ich mich auf die Spielereien der Mitspielerinnen. Mal sehen, was dort aus so edlem Material entstanden ist.

Die weiteren Termine der Stoffspielerei:
25.11.2018: „Sterne“ bei Nähzimmerplaudereien
Dezember: Weihnachtspause
27.01.2019Ich war einmal" - ein upcycling-Projekt bei Textile Werke
24.02.2019: „Farbverläufe“ bei Schnitt für Schnitt
31.03.2019: „Geometrie“ bei Feuerwerk by Kaze
weitere Themen: Tierwelt, textile Miniaturen, Stoffreste ... 

Sonntag, 29. April 2018

Stoffspielerei mit Krawatte ... Pad-Mappe

Karen sammelt Stoffspielereien mit verwandelten Krawatten. Dieses Thema ist für mich immer eine spannende Herausforderung. Krawatten verwende ich gerne als Ausgangsmaterial für kleine Mappen oder als Paspel-Ummantelung.

Manchmal ist es so, dass die Krawatte mir "sagt" was sie werden möchte. Eine hängt schon eine Weile in der Nähe der Nähmaschine. Das Motiv spricht ganz deutlich, was es werden möchte ... hört ihr es?



Ja, es wollte eine Telefon-Hülle werden. Allerdings ist es so, dass ich kein Handy benutze weil ich meistens über Festnetz erreichbar bin. Wenn ich mal unterwegs bin gönne ich mir den Luxus, ungestört zu bleiben. Für mobile Ausnahmesituationen habe ich eine Telefonkarte im Pad. Deshalb bekommt dieses Pad eine neue Hülle.

Zutaten sind: 1 Krawatte, 1/2 Scheuertuch als Vliesersatz, 1 Stück Hemd als Futter

Von meiner vorhandenen Hülle habe ich die Maße abgenommen, das Scheuertuch zugeschnitten und in "quilt as you go-Technik" mit Stücken der Krawatte bedeckt. 



Nur ein paar kleine Krawattenstücke blieben übrig, genau ausreichend für Riegel und Lasche. 
Auf dem etwas größeren Futterstück habe ich die Tasche des Hemdes aufgenäht, so ein Stauraumfach hat sich für Visitenkarten bewährt. Das Krawatten-Label ist eine Minitasche für den Kleinen Speicher-Schlüssel des Pads geworden.




Die Lasche befestige ich am übersteppten und versäuberten Taschenkörper. Ein Größenvergleich mit der Schnittvorlage zwischendurch schadet nicht. Den Riegel für die Lasche positioniere ich nach einer Probefaltung. 



Nun ist alles bereit, um Futter und Taschenkörper zusammen zu nähen. Wendeöffnung nicht vergessen: ca. 8 cm damit das sperrige Vlies gut durchgefädelt werden kann.



Im Bereich der Lasche stecke fixiere ich Futter und Taschenkörper mit Stecknadeln rechts auf rechts. Die Längen darunter schiebe ich rein bis zu meiner Markierung. Entlang der roten Markierung nähe ich knapp auf den Vlies lang. Schon beim Zuschnitt habe ich berücksichtigt, dass es in der Nahtzugabe nicht auftragen soll. Wegen den Absteppungen kann man es jetzt nicht mehr kürzen.


Wenden ist der spannendste Moment. Nun noch durch die Wendeöffnung die Ecken ausformen (fast fertig).
Die Wendeöffnung habe ich mit Matratzenstichen geschlossen. Um den Bereich um die Lasche habe ich noch eine Naht gemacht, die festigt noch mal die Lasche und hält das Futter dort wo es hin gehört.


Ich freue mich, dass die Krawatte endlich ihr Ziel erreicht hat. Eine schöne Spielerei mit nützlichem Ergebnis.


Schlipse habe ich schon öfters zum Nähen verwendet. Auf einer Pinnwand sammle ich Ideen. Nun bin ich gespannt, was die anderen Teilnehmerinnen aus Krawatten genäht haben. Ich brauche originelle Ideen für all die Krawatten, die sich hier angesammelt haben.

Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat werden die Links mit den neuen Werken zwecks Erfahrungsaustausch gesammelt.

Die weiteren Termine der Stoffspielerei:

27.05.2018: „Japan“ bei madewithbluemchen
24.06.2018: 
Rokoko" bei Nahtzugabe

Juli +  August 2018: Sommerpause
weitere Themen: Tierwelt, Streifen, textile Miniaturen, ...
 

Dienstag, 16. Juni 2015

Krawatten-Mäppchen für Töpferwerkzeuge

Eine Freundin wünschte sich für kleine Töpferwerkzeuge ein Mäppchen welches etwas länger ist als Stifte-Mäppchen. Manchmal bringt sie mir Krawatten zum Vernähen mit.

So kam es dann, dass das gewünschte Mäppchen aus 2 aufgetrennten Krawatten und Retro-Band genäht ist.

 
 
Schnitt-Formel, Länge variabel

Sonntag, 15. März 2015

Eine Tasche bunt und geräumig …

… nach einer Anleitung aus dem BuchTrag mich! Lieblingstaschen selbst genäht“:



Eine Skizze zu einer Anleitung hat mein Interesse geweckt. Die Konstruktion bei der die Seiten des Taschenkörpers zuletzt geschlossen werden finde ich zweckmäßig.



Deshalb suche ich die Schnitteile auf dem Arbeitsbogen des Buches. Als Alternative zum Durchpausen werde ich die Teile kopieren. Das sie symmetrisch sind benötige ich nur eine Hälfte und ergänze dafür Mittellinien in die benötigten Schnitteile.

Mit den zusammen geklebten Schnitteilen widme ich mich der Stoffauswahl. Meinen ursprünglichen Plan, Stoffe in Frühlingsfarben zu verwenden verwerfe ich als ich ½ Meter synthetischen Gobelin mit Fashion-Porträts finde. Für die geplante Tasche ist er perfekt aber auch knapp bemessen. Die Suche nach passenden Ergänzungsstoffen zieht sich hin, nichts passt zu den Farben und der Art des ausgewählten Stoffes. Schließlich fällt mir eine schwarze Jeanshose ein, die ich zum Auftrennen bekam. Also Stoffsuche einstellen und Hose auftrennen.

An Stelle der aufgesetzten Vordertasche wollte ich eine Tasche hinter einem Reißverschluss setzen konnte mich dann aber doch nicht entschließen, ein Porträt des Stoffes zu teilen. Statt dessen sind die Taschen der Jeanshose wieder in Funktion und bilden zusammen mit den Trägern eine optische Einheit.
 


 

Weil es mein Stoffstück ziemlich genau her gab habe ich meine beiden Papier-Schnitteile zusammen geklebt so dass meine Tasche aus 1 Vorderteil, 1 Rückseitenteil (gleiche Futterteile) sowie Trägern und aufgesetzten Taschen besteht. In die Träger habe ich Paspel aus einer Krawatte eingesetzt die ich farblich passend fand.
Anders als in der Anleitung angegeben habe ich alles mit 0,75 cm Nahtzugabe genäht.
 

Unterm Strich ist es eine stark abweichende Variante der Vorlage aus dem Buch geworden die es allerdings ohne Buchvorlage auch nicht geben würde. Obwohl ich durch meine Stoffwahl vom Weg der Anleitung abgewichen bin war diese doch sehr hilfreich für mich und ich freue mich darüber, dass der Gobelinstoff optimal für meine Version der geräumigen Tasche seine Bestimmung gefunden hat.
Die Tasche war an einem Abend genäht – fast schneller als die Stoffwahl dauerte.


Weil es nun keine Tasche in Frühlingsfarben geworden ist wie ursprünglich geplant nehme ich mir vor, das Model "Für echte Shopaholics“. mit bunten frischen Stoffen später mal zu nähen.
 
 
Ein Reststück Gobelin reichte sogar noch für eine Handytasche, auf Wunsch des neuen Besitzers knapp sitzend ohne Extras. Das Motiv hätte ich gezielt kaum besser aus dem Rapport heraus lösen können.


Traditionelles Aufräumen des Nähplatzes endete mal wieder mit dem Aneinanderfügen der restlichen Schnipsel. Mit Reißverschluss und eingenähtem Karabiner am Band ist es eine kleine Schlüsseltasche für die geräumige Tasche geworden.
 
 
 

Montag, 16. Februar 2015

Bauchiger Shopper mit Krawattenpaspel

Was wird nun mit den abgeschnittenen Schlipsen der Weiberfastnacht? Ich habe eine Idee:

Zur Buchrezension Taschen nähen im Baukastenprinzipwerde ich eine Tasche aus dem Buch nähen. Nach dem Sichten von Stoff-Vorräten habe ich mich für eine Umhängetasche mit gerafften Elementen entschieden. Im Buch ist die Anleitung als „Paspelmond-Tasche“ enthalten.

Beim Stichwort „Paspel“ denke ich gleich an Krawatten und suche eine geeignete aus. Zum dunkelblauen Synthetik-Stoff mit Ripp-Struktur gefällt mir eine gestreifte mit viel hellgrün, ein guter Kontrast.


Abweichend von der Anleitung habe ich die Seitenstreifen um je 5 cm breiter zugeschnitten und dies bei den übrigen Schnitteilen berücksichtigt. Ermuntert vom Vorwort des Buches habe ich weitere individuelle Abwandlungen für meine Tasche vorgenommen:

Krawatten-Paspel


Die aufgetrennte gebügelte Krawatte begradige ich vor dem Zuschneiden (1). Für eine Paspel mit Paketschnur schneide ich Streifen von 3 cm Breite ab (2) und füge sie zu einem langen Band zusammen. Die Paspel soll für die Träger und die Mittelteile vorne und hinten reichen. Ein paar Meter Paketschnur habe ich vorbereitet (in heißes Wasser gelegt und getrocknet). Mit dem Reißverschluss-Nähmaschinenfuß positioniere ich Krawattenstreifen und Paketschnur unter dem abgesenkten Nähfuß so dass die Paketschnur links unter dem Fuß geführt wird (3). Das Nachschieben und Führen des Materiales im Schrägschnitt benötigt etwas Geduld und Übung bis die Schnittkanten rechts gleichmäßig abschließen.


Paspelmond-Fläche
Mit meiner Stoffwahl für die Akzente auf der gerafften Fläche sehen diese Elemente eher aus wie Schmetterlingsraupen. Inmitten der Vorderteilfläche integriere ich einen Reißverschluss für ein Außenfach. Zum Verstürzen verwende ich Reststreifen der Krawatte mit aufgebügeltem Vlies. Hinter das mittlere Vorderteil nähe ich ein Futterstück als Begrenzung der Reißverschlusstasche. … alles Weitere wie im Buch

Innenfutter
Beim Innenfutter habe ich eine eigene Technik, die sich für mich bewährt hat: Unten umlaufend nähe ich einen Streifen, den ich beliebig mit Zwischennähten in Fächer aufteile. So kann ich diverse Kleinigkeiten vorsortieren, Autoschlüssel, Taschentücher, Stifte, Notizen, Handy haben ihren festen Platz.
Da das Futter mit Bügelvlies verstärkt ist habe ich sicherheitshalber ein paar Wellen-Zierstiche zur dauerhaften Fixierung darüber gezogen.
Ein kleines Band für Karabiner zum Schlüssel anhängen nähe ich aus Stoffresten. Die Krawattenetiketten habe ich ins Futter genäht (ein kleiner versteckter Spaß).

Dienstag, 27. Januar 2015

Auch hier eine Schnabelina-Bag

Judith hat letztes Jahr einen fertig zusammengeklebten Schnitt SchnabelinaBagGröße medium verschenkt und ich konnte ihn ergattern.
Taschen nähe ich gerne und am liebsten nach eigenen Ideen und Platzbedarf. Fast ½ Jahr lagen die Papierteile dann im Nähzimmer und ich dachte mir im Dezember dass es Zeit ist, die Tasche endlich zu nähen.


So suchte ich nach passenden Stoffen und Zubehör. Bei näherer Betrachtung der Schnitteile stellte ich fest, dass ich ohne Anleitung überfordert bin und ging online auf die Suche. Bei Tätigkeiten in der Küche (Kartoffeln schälen und warten bis dies und das gar ist) schaute ich mir auf einem Pad die Videos von Rosensofa an die mein Schnitteil-Puzzle enträtselten.
 
 
Wie meistens hier hat sich mir noch etwas in den Weg gestellt, bevor es losging: ein Handgepäckkoffer wurde ausgesondert weil sich die Nähte auflösten. Wegen den langen Reißverschlüssen habe ich ihn gefleddert und auch gleich ein paar Stücke Futterstoff und Oberstoff davon für die Tasche verwendet.


Paspeln finde ich inzwischen auch ganz toll und nähe diese gerne aus Krawatten. Zum ausgewählten Gobelinstoff mit London-Motiv passte farblich ein besonders scheußlicher Polyesterschlips. (Falls ich die Tasche mal wasche und bügeln muss sollte ich mich daran erinnern und diese Stellen umkreisen.)



Als Futterstoff habe ich Sterne-Stoff aus den Vorräten sowie rote Kinderbettwäsche benutzt.
 
 

Die Tasche ist eine Ansammlung von Vorzügen verschiedener Taschen. Das Nähen der Tasche hat mir großen Spaß gemacht. Viele zweckmäßige Details von Taschen sind hier eingebaut und mit der pdf-Anleitung gut zu meistern. Abweichend vom Original habe ich die halbrunde aufgesetzte Tasche über die Träger gesetzt weil dann das Fach darunter größer wird/bleibt.
Wer solch eine Tasche genäht hat ist gewappnet, viele andere Taschen zu nähen.

Meine Tasche ist fertig, nur die Reise dazu muss noch gebucht werden ;-))
London mit Victoria & Albert-Museum steht auf meiner Wunschliste.
Eine Tasche dieses Volumens hat mir wirklich gefehlt, ein perfekter Begleiter für Reisen, Floh- und Stoffmärkte.

Tausend Dank an Schnabelina für dieses umfangreiche Freebook, welches ich für mich glatt übersehen hätte wenn nicht Judith schicksalslenkend den Schnitt an mich versendet hätte. Nun verstehe ich, weshalb die Tasche schon so oft genäht wurde.

Nachtrag: Krawattenstoffreste

Von der Krawatte für die Paspel war noch was übrig. Die linke Seite gefällt mir als Fläche besser als die bunte bisher sichtbare. Mit Reststücken vom Bügelvlies und roten 3fach-Stichen wird es eine Stiftemappe und der Nähplatz ist aufgeräumt für die nächste Näherei.

 

Sonntag, 25. Januar 2015

Krawattennäherei mit Ecken um ein Stickbild

frifris sammelt die Beiträge für die monatliche “Stoffspielerei“, es geht um Ecken, ein Thema wo fast alles möglich ist, das nicht rund oder geradeaus ist.

Um das Thema Ecken haben sich bei mir ein paar Vorlieben zum Nähen versammelt:

1.     Eine Krawatte wird eingenäht, eine persönliche sportliche Herausforderung
2.     Ein Kissenbezug entsteht, das gehört zu meinen Lieblingsnähereien
3.     Ich konnte etwas probieren, das schon lange in meinem Gedächtnis schlummert
4.     Etwas Angefangenes ist fertig geworden, ein Stickbild hat seinen Platz gefunden

 
Inmitten von Ecken aus Krawattenstreifen ist ein Stickbild eingerahmt, das hier schon länger als ein Jahr liegt. Krawattenstreifen (3-4 cm) sind mit aufgebügeltem Bundfix/Stanzband entstretcht.
Die Anordnung ist außermittig so dass die Blickrichtung des Motives Raum bekommt. Da die ausgewählte Krawatte nicht sehr breit ist weiß ich anfangs nicht, ob die Krawattenstücke noch für eine Paspel reichen. So ist das Nähen doppelt spannend. Stück für Stück nähe ich Krawattenstreifen an ein weißes Viereck und dieses an das Stickbild + vorhandene Stoffstücke. Das Zusammenfügen der letzten Naht lasse ich auf mich zukommen und es fügt sich dann wie von selbst ganz einfach. Das Bild hätte noch etwas mehr außermittig sitzen können.

Die fertige Fläche wird mit dickem Bügel-Vlies verstärkt, mit Zierstichen entlang der Kanten und um die Ecken werden die Schichten verbunden.

Die restlichen Krawattenstücke (ohne Vlies) habe ich zu einem langen Streifen von 3 cm Breite verbunden. Beim Einnähen von Paketband zur Verwandlung in eine Paspel verlängert sich der Krawatten-Streifen durch den Schrägschnitt etwas und reicht genau, um die Kissenplatte mit Paspel einzurahmen. (Plan B wäre unten ohne Paspel gewesen).

Für die Rückseite habe ich ein breites und ein schmales Stück des weißen Mischgewebes verwendet und ebenfalls mit Bügelvlies verstärkt frei ein paar Nähte gezogen ... verbunden, Kam-Snaps rein ... Vorder-und Rückseite zusammengenäht, fertig.
 
 

Nun bin ich gespannt, welche Ecken die anderen zeigen. frifris danke ich für das Thema und Sammlung sowie die Motivation, eine vage Idee konkret umzusetzen um sie hier zu zeigen.