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Sonntag, 28. Juni 2026

Tierische Stoffspielerei mit Uhr

Elvira sammelt heute auf ihrem Blog zwisch-en-durch thematisch tierische Beiträge zum Thema der Stoffspielerei in diesem Monat.


Obwohl reichlich Ideen und auch Bedarf vorhanden habe ich es bis heute nicht geschafft, etwas Neues zum Thema zu nähen. Deshalb tauche ich ins Fotoarchiv ab und zeige etwas, das ich bisher auf dem Blog nicht vorgestellt habe: eine quiltige Uhr


Dieses Projekt entstand nach einem Aufruf von Regina für schwarz-weiß-Quilts mit den Abmessungen 15 x 60 cm. Ich kann mich noch erinnern, dass ich zu dieser Zeit auch nicht recht Zeit und Muse fand für einen Beitrag zu diesem Thema. Allerdings war das Thema in meinem Kopf als ich in einer Geschenkekiste eine Kinderzimmeruhr fand. So entstand die Idee, das Projekt und die Fundsache zusammen zu führen. Eine weiße Fläche mit Vlies steppte ich so ab, dass die Stundenaufteilung innerhalb von Spinnfäden-Markierungen lag. Weil ich unsicher war, ob die Uhr nach dem Zerlegen und integrieren in die Quiltfläche funktionieren würde habe ich aus dem Absteppen keine langwierige Sache gemacht. Mit einem kleinen Lochwerkzeug habe ich ein kleines Loch in die Fläche gemacht zum Durchführen der Zeigeranbringung. Spannend war der Moment des Einsetzens der Batterie in das dafür vorgesehene Fach. Das Gehäuse des Uhrwerkes ist oberhalb als Aufhängung angebracht. Gleichzeitig hält es den Abstand des Uhrwerkes von der Wand.


Gedacht, gewagt, gewonnen ... die Uhr funktioniert. Ich mag es, dass die langen Zeiger seitlich über die Quiltfläche hinaus ragen. Beschränkungen / Vorgaben können spannend sein.

Zusammen mit den kleinen schwarz weiß-Quilts war die Uhr schon ein paar mal ausgestellt: MühlbergLangewiesen, Patchworktage Suhl. Transport ist etwas tricky: die Batterie wird heraus genommen. Bisher hat es immer funktioniert. Noch immer tickt die Uhr zuverlässig und zeigt die Zeit an.

Aktuell hängt die Uhr hier im Flur. Aus meinem Sitzplatz im Wohnzimmer habe ich oft einen Blick darauf, sichte die Zeit und erfreue mich an meinem gelungenen Experiment.

Die Spinne spinnt, die Zeit verrinnt ...

Vielleicht habt ihr die Uhr sogar schon original in einer Ausstellung gesehen oder selbst einen kleinen schwarz-weiß-Quilt für diese Ausstellung(en) genäht?

Nun freue ich mich auf eine tierisch spannende Blogrunde der anderen Mitspielerinnen. Ich bin gespannt.

Die Stoffspielereien

Bist du auch eine Stoffspielerin?

Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfekt-Sein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.

Machst du nächstes Mal mit?  

Stoffspielerei-Termine 2026:

25.01.2026: "Ein Buch als Inspiration" bei Langer Faden
22.02.2026: „Licht & Dunkelheit“ bei HeyyOskar
29.03.2026: „Taschen“ bei Petersilie und Co
26.04.2026: „Altes in Neuem“ bei feuerwerk by KaZe
31.05.2026: „Englisch Paper Piecing“ bei 123-Nadelei
28.06.2026: „Tierisches“ bei zwisch-en-durch
   Juli und August: Sommerpause
27.09.2026: „Die Kunst des Weglassens“ bei Tyche's Touch
25.10.2026: „Schablonieren“ bei Siebensachen zum Selbermachen
29.11.2026: „Teppiche“ bei made with Blümchen
   Dezember: Winterpause

Sonntag, 26. April 2026

Japanisch-schwedische Stoffspielerei - Altes in Neuem

Karen hat ein Thema gewählt, das hier auf viele Projekte passt:

Altes in Neuem

paarweise Reihenabsteppen und anfügen

Auch auf ein Quilt-Projekt passt das Thema gleich mehrfach:

  • Eine alte japanische Falttechnik trifft auf ein Neues Design
  • Hemdenstoffe wurden mit anderen einfarbigen Stoffen kombiniert.

Ich zeige ein Projekt aus meinem Nähkurs letzten Herbst. Es kombiniert die Atarashii-Falttechnik mit einem Half-Square-Design namens "Postcard of Sweden. Letzteres ist online frei verfügbar.

Die Atarashii-Technik zählt zu den Quilt-as-you-go-Techniken denn während man näht entstehen gleich 2 fertige Seiten. Man schneidet Kreise welche sich später zu Quadraten wandeln. Das fasziniert mich so dass mehrere Projekte mit dieser Technik entstanden sind: ein Spitzen-Jeans-Quilt, eine Tasche und das Projekt, welches ich heute vorstelle.

Das benötigte Farbspektrum ist umfangreich. Es ist von Vorteil wenn die Stoffe gestärkt sind. Ich habe einfach mal geschaut, was mein Vorrat hergibt mit großzügiger farblicher Interpretation der Vorgaben des schwedischen Designs. Bei aufgetrennten einfarbigen Hemden/Blusen fand ich viele in gelb, braun, grün, blau, lila, pink, rot. Die Halbkreis-Zuschnitte habe ich in einem Monats-Terminvorlage-Ordner bereit gelegt.

Um auf einer Seite die Halbe-Quadrate-Optik zu erhalten habe ich Halbkreise mit Nahtzugabe zugeschnitten. Oft passte meine vorbereitete Schablone auf ein Teil eines Hemdes. Die Größe orientiert sin an der späteren Größe des Quadrates zuzüglich Zugaben für das Einreihen / Spannen um Kartonschablonen.


Um den Überblick zu behalten sind die genähten Kreise mit einem kleinen Koordinaten-Schild mittels Klebestift gekennzeichnet. Mit Schablone umspannt ist gut gebügelt.


stärken: besser spät als nie

Nachdem all die Kreise vorbereitet sind einschließlich Kennzeichnung tut sich die Frage auf:
Was lege ich in die Fläche zwischen die umgeschlagenen Melonenflächen? Zunächst dachte ich an Fassett-Blütenstoffe. Das erschien mir allerdings ein unruhiges Bild zu ergeben. Deshalb wählte ich das Naheliegende auf dem Zuschneidetisch: einfarbige Stoffe. Mir kam die Idee, ein Pixel-Motiv zu legen wie eine Urlaubs-Postkarte mit Sonne, Baum, Himmel, Blumen, Wiese ... Beim Zuschneiden der verfügbaren Reststoffe habe ich immer stellvertretend ein Quadrat-Zentimeter-Stückchen für ein Puzzle mit abgeschnitten und aufgeklebt. In etwa so:


Dieser Moment wenn alles bereit ist zum zusammen nähen ist gepaart von einer Portion Ungeduld und auch Spannung ob das Nähen so funktioniert wir geplant.

Die Kreisformen sind markiert so dass das Zusammen nähen in Reihen starten kann. Abweichend vom Ausgangs-Design habe ich eine weitere Reihe vorbereitet und bei dieser Gelegenheit die Farbanordnung da und dort ausgetauscht. Nachbarschaftliche Dopplungen habe ich vermieden.

markieren mit Kreide bzw. weichem Bleistift

Das Zusammen-Nähen erfolgt reihenweise, der "Anbau" paarweise. 




Vorteil ist eine gute Erreichbarkeit der zu nähenden Stellen beim Quilten. Ich habe mich für Vorstiche von Hand entschieden und starkes Baumwollgarn, geschätzt NM40.

quilten mit Sashiko-Nadel

Eingelegt ist Polyestervlies 10 x 10 cm. An den Quadraten sind die Ecken geringfügig nach hinten umgeklebt, vorsorglich zur Vermeidung späteren Ausfransens. Beim Aufeinandertreffen identischer Stoffe mittig zwischen den Teilkreisflächen habe ich etwas getauscht. Es ist nur Stoff ...


So wächst die Fläche allabendlich um 2 Reihen. Die umlaufenden Teil-Kreis-Flächen sind auch dem Design angepasst gequiltet. Ein farbenfroher Quilt ist entstanden. Ein Pixelmotiv erkennen nur Insider. Vielleicht packen wir ihn ins Reisegepäck, vielleicht fahren wir mal wieder nach Schweden ...




Vor unserem Urlaub nach Skandinavien finden hier in Suhl die Patchworktage der Patchworkgilde statt. Vielleicht treffen wir uns dort. Ich bin alle drei Tage in Congress-Centrum Suhl.


Nun bin ich gespannt auf die Alt-Neu-Kombinationen der Mitspielerinnen und freue mich auf eine Blogrunde. Nächsten Monat versammeln sich hier Beiträge zum Thema Englisch Paper Piecing als Anregung für ein mobiles Handnäh-Reise-Projekt.

Die Stoffspielereien

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25.10.2026: „Schablonieren“ bei Siebensachen zum Selbermachen
29.11.2026: „Teppiche“ bei made with Blümchen
   Dezember: Winterpause

Sonntag, 25. Januar 2026

Buchinspiration Atarashii als Upcycling

Gabriele hat für heute das Thema der Stoffspielereien gewählt:

Ein Buch als Inspiration

Bücher über Handarbeiten gibt es hier reichlich. Ergänzend zu online verfügbaren Inspirationen mag ich die Möglichkeit, ein Buch zur Hand zu nehmen und darin zu blättern. Gabi hatte sicher im Sinn, mal Projekte aus unseren Büchern umzusetzen. 
Eine Wunschliste zum nähen nach Büchern gibt es hier gar nicht, jedenfalls nicht konkret nach Anleitung. Wahrscheinlich kommt das daher dass ich in den 70ern in der DDR angefangen habe zu nähen. Da gab es nur wenige Anleitungen. Zu Projektideen und verfügbarem Material musste man sich einfach selbst Gedanken machen. Dabei ist es auch später geblieben. Vielleicht habe ich so viele Handarbeitsbücher weil sie "früher" nahezu unerreichbar waren. Ich blättre gerne in Handarbeitsbüchern und schaue auch gerne grob über Anleitungen. Ideen und Pläne sammeln sich so an ohne dass ich dazu eine Wunschliste führe. Gerne kombiniere ich dann Projektideen und variiere mit verfügbaren Materialien.
So ist es beim aktuellen Thema auch. Es ergab sich als Quilt-As-you-go-Variante für einen Nähkurs im letzten Herbst.

Atarashii Patchwork - japanische Falttechnik

Atarashii ist eine japanische Falttechnik. Im Buch "Vom Kreis zum Quadrat" werden verschiedene Möglichkeiten beschrieben wie sich Kreise als Ausgangsformen zur Fläche formieren:
  • 2 Kreise als Lagen kreisförmig umnähen und durch eine strategisch platziere Wendeöffnung verstürzen
  • 1 Stoffkreis mit Heftstichen am Rand einreihen und um einen runden Karton spannen
Durch gepatchte Flächen innerhalb der späteren Kreisbögen, Farbkombinationen sowie wechselnde Anordnung der Kreisbögen (vorne oder hinten) ergeben sich unendliche Gestaltungsmöglichkeiten. Das Buch enthält viele Anregungen dazu.

Eine Variante mit Kartonschablonen habe ich probiert. Dabei habe ich mich an der Farbverteilung des Quilts "Postcards of Sweden" orientiert. Das ist allerdings gar nicht das Nähprojekt, das ich heute zeigen möchte.

Meine Vorliebe für Upcycling führte zu einer Variante mit Jeans und Spitzendeckchen. Diese Zutaten hatte ich reichlich vorrätig.
Schatzkoffer Deckchen nach Größe geordnet

Jeans gibt es hier auch reichlich, viele davon vom Enkel (zu klein). Ihr wisst wie das ist mit den Jeans. Für die einen sind sie abgelaufen, für unsereine haben sie Nähpotential.

Inzwischen gibt es für die Atarashii-Technik Schablonen in verschiedenen Größen. Auch die spätere Wendeöffnung ist integriert (hier oben).

Meine Jeansversion funktioniert ohne verstürzen offenkantig. Die Schablone hilft mir, Deckchen in der richtigen Größe zu finden. Sie sollen weder zu dick noch zu großmaschig sein. Die Deckchen appliziere ich auf Baumwollstücke (Hemden) in der Größe der Einlage (hier 12 cm). Das ganze ist mit einer Overlock-Naht umrundet.



Die Denim-Kreise von Jeanshosen sind mittels Schablone und Rollschneider ausgeschnitten. Die Größe der gewählten Schablone ergab sich zuschnitt-optimiert für Hosenbein-Vorderteile. 160 Kreise wollen erst mal geschnitten werden. Eine neue Rollschneiderklinge war im Einsatz.
 
Nach diesen Vorbereitungen konnte es los gehen: die Kreise wurden anhand der Markierungen reihenweise aneinander genäht.


Reihe für Reihe erfolgte unmittelbar das Einfügen der Spitzeneinlagen und absteppen welches gleichzeitig die Einlagen befestigte.

Für die Markierung der Bogenlinie habe ich die Schablone genutzt. Sashikonadeln und Erfahrungen bei Visible Mending waren hilfreich. Eine offenkantige Überlänge habe ich bewusst eingeplant und bin mal gespannt wie die verschiedenen Denim-Arten fransen werden. Mir gefällt wie die Treffpunkte der Blöcke eine Blüte bilden. Vor der ersten Wäsche werde ich die Überlänge sicher im Rag-Time-Style einschneiden. Es bleibt spannend, wie der Quilt sich dann verändern wird.


So wuchs Abend für Abend die Fläche um eine Reihe. Der Vorteil bei Quilt-As-you-go ist, dass es dann gleich fertig ist mit vorzeigbarer Rückseite.

Inzwischen ist der Quilt fertig und auch schon benutzt. Nun folgt endlich ein Foto in ganzer Pracht:


Noch eine Woche ist der Quilt Bestandteil einer Ausstellung in der Kulturscheune Mühlberg zum Thema "Upcycling". 



Vielleicht habt ihr Gelegenheit, dort vorbei zu schauen. Vieles gibt es zu Bestaunen aus Papier, Metall, textil oder anderen Materialien. Hier kann man etwas mehr erfahren zur Ausstellung. Mit einer Upcycling-Auswahl aus Jeans und Spitzendeckchen durfte ich dabei sein.


Nun freue ich mich auf die Bucheinblicke der anderen Stoffspielerinnen und schaue durch die Beiträge zum Thema heute.

Die Stoffspielereien

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22.02.2026: „Licht & Dunkelheit“ bei HeyyOskar
29.03.2026: „Taschen“ bei Petersilie und Co
26.04.2026: „Altes in Neuem“ bei feuerwerk by KaZe
31.05.2026: „Englisch Paper Piecing“ bei 123-Nadelei
28.06.2026: „Tierisches“ bei zwisch-en-durch
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25.10.2026: „Schablonieren“ bei Siebensachen zum Selbermachen
29.11.2026: „Teppiche“ bei made with Blümchen
   Dezember: Winterpause

Donnerstag, 21. August 2025

Quilt mit Erinnerungen

Nur selten schreibe ich hier über persönliche Belange. Grund dafür ist, dass Handarbeiten für mich ein Rückzugsort sind, mich ablenken und entspannen.

Heute zeige ich etwas, bei dem das tatsächliche Leben und meine Handarbeiten eine Schnittmenge bilden. Es ist ein Upcycling-Quilt aus T-Shirts von meinem Sohn und meinem Enkel. Mein Enkel ist aus den verwendeten Shirts raus gewachsen und mein Sohn braucht seine auch nicht mehr. Als ich die Shirts 2021 zur Seite legte dachte ich schon an solch einen Quilt. Dann hat es noch eine Weile gedauert bis ich mich letztes Jahr diesem Projekt stellte. Manches braucht etwas zeitlichen Abstand. 

Verwendet habe ich schwarze Bügelvlieszuschnitte 31,5 cm x 31,5 cm. Zu dieser Größe habe ich ein Zuschnitt-Lineal. Die Zuschnitte habe ich auf die Shirt-Flächen gebügelt zum entstretchen und teilweise auch zum vorsorglichen Verstärken weil einige Shirts oft getragen und gewaschen wurden. Für die Rückseite und als Zwischenstreifen gab es eine Lieblingsbettwäsche meines Sohnes mit ägyptischen Motiven.

Zuschnitte Shirt-Blöcke und Zwischenstreifen

Etwas verrechnet hatte ich mich zu den Abmessungen. Deshalb habe ich noch einen Streifen unten ergänzt und auch ein Jersey-stück von mir mit rein genäht: schwarz mit kleinen Punkten


Abgesteppt ist mit geraden Linien zuerst an den Rändern der Zwischenstreifen und anschließend zusätzlich über die Blöcke.


Folierte Motive mit Papierunterlage bewältigen
Fertig sieht der Quilt so aus:
Vorderseite

Rückseite

Leider gibt es nur wenige Fotos mit den verwendeten T-Shirts. 2 habe ich gefunden:
Jan 1991 & Oli 2020

Mittig zeigt die Collage einen Nutzungstest meines Enkels. Der Quilt ist schon eine Weile bei ihm.

Der Vollständigkeit halber abschließend noch ein anderes Foto von einem Besuch im Grünen:

Habt einen schönen Sommer und eine gute gemeinsame Zeit mit euren Lieben. Das ist das Wichtigste im Leben.

Sonntag, 30. März 2025

Stoffspielerei mit Falten

Auf ihrem Blog Langer Faden sammelt Gabi heute Beiträge zum Thema

Biesen und Falten


Ähnliche Themen hatten wir im Januar 2028 mit Biesen und im März 2018 als es um Falten ging. Heute zeige ich eine kleine Stoffspielerei welche anlässlich einer Ausstellung im letzten Jahr entstanden ist. Für eine Mitmach-Quilt-Nähaktion von Regina entstand u.a. ein kleiner Quilt von 15 x 60 cm aus einem gestreiften Stoff. Die dunklen Streifen bügelte ich mittig und nähte mit Orientierung an der schwarzen Kante so dass dreidimensional hochstehende Falten (Stehfalten) entstanden.

Falten abgenäht und flach

Schauseite und Rückseite


Bei genauer Betrachtung der Fotos kann man erkennen, dass es gar nicht so einfach war, die dunklen Ränder beidseitig gleichmäßig beim nähen zu treffen. 

Auch das Vorbügeln so dicht an dicht war eine Geduldsübung. Das Projekt war nichts für Perfektionisten. Für meinen Plan zur weiteren Gestaltung hat die Fläche ihren Zweck erfüllt.
Die Falten sind entlang einer kurvigen Linie links nach oben und rechts nach unten orientiert durch das seitliche Einfassen. Entlang der Kurve reihen sich von Hand aufgenähte Perlen.

Zusammen mit anderen schwarz-weissen Miniquilts dieser Serie hängt er nun im Flur vor meinem Nähzimmer zwischen zwei Meshwork-Quilts.

Falls jemand 2023 die Quilt-Ausstellung in Mühlberg (auch hier) oder in Langewiesen besucht hat: dort war er mit vielen anderen ausgestellt.

Nun bin ich gespannt auf Beiträge anderer Stoffspielerinnen und freue mich auf eine Blogrunde dazu.

Die Stoffspielereien

Bist du auch eine Stoffspielerin?

Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfekt-Sein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.

Machst du nächstes Mal mit?  

Stoffspielerei-Termine 2025:

26.01.2025: "Kawandi" bei made with Blümchen
23.02.2025: "Feuer" bei zwisch-en-durch
30.03.2025: Biesen und Falten“ bei Langer Faden
27.04.2025: Nadelkissen“ bei feuerwerk by KaZe
25.05.2025: „Die Farbe Blau“ bei Stoffnotizen
29.06.2025: „Wasser“ bei Siebensachen zum Selbermachen
Juli und August: Sommerpause
28.09.2025: „Der letzte Schliff“ bei Petersilie und Co
26.10.2025: „Applikation“ bei 123-Nadelei
30.11.2025: „Techniken im Dialog“ bei Tyche
Dezember: Winterpause

Donnerstag, 13. Februar 2025

La Passacaglia Quilt - Ende gut, alles gut

Die ersten Schritte
sind wertlos,
wenn der Weg
nicht zu Ende gegangen wird. 

Adi Shankara (788 - 820)
genannt Shankaracharya, indischer Philosoph

Vor einiger Zeit berichtete ich über die Fortschritte an einem von Hand genähten Quilt-Top. Es handelt sich um ein beliebtes Muster aus einem Buch von Willyne Hammerstein. Ernsthaft mit Vorbereitungen begonnen hatte ich im März 2021. Fertig genäht war komplett von Hand im November 2023. Das Bloggen dazu hat sich dann auch noch hin gezogen.

Nach dem Begradigen meines La Passacaglia-Topps entfernte ich die Papierschablonen. Meine vorausschauenden Vorbereitungen kamen mir hier zugute denn ich hatte alle Papierschablonen stapelweise gelocht. So konnte ich das Papier leicht mit einer Häkelnadel raus kicken.

EPP - Papierschablonen entfernen

Damit ich keine Papier-Sternspitzen vergesse habe ich zuerst die 5 Papiere um den Mittelpunkt entfernt und unmittelbar darauf das Fünfeck in deren Mitte (hier z.B. eines in grün). Dieses einfache System hat mir geholfen den Überblick zu behalten um (fast) alle Papiere zu entfernen. Und das waren eine Menge:

Upcycling Papiere EPP La Passacaglia

Ohne Papier ging es nun ans Schichten des Sandwiches. Mittig hatte ich mich für ein Baumwollvlies 80% Baumwolle und 20 % Polyester entschieden. Später nach dem Waschen schrumpft es etwas und es entsteht ein verstärkt dreidimensionaler Effekt wie bei historischen Quilts.

Vlies mit Verpackungs-Wellen

Allerdings hatten sich durch die straffe Verpackung Wellen gebildet. Durch Bügeln zwischen Baumwoll-Lagen habe ich diese etwas verringert.


Die Rückseite hatte ich bereits vorbereitet um mich an deren Abmessungen zu orientieren als ich mein Topp begradigt hatte. Erfahrungen beim Handquilten haben mir gezeigt, dass ich keine Mehrlänge von Vlies und Rückseite benötige. Für mein Handquilten kann das Sandwich schon die Endgröße haben. Manchmal verbinde ich außen rum schon mit einer Overlook-Runde dann quiltet es sich leichter von Hand.


Weil ich von Hand quilten wollte habe ich kleine bis mittelgroße Sicherheitsnadeln zum Verbinden der Lagen verwendet. Den Löffel habe ich gar nicht gebraucht. 

Zum Quilten von Hand kam ein Baumwollgarn zum Einsatz. Ich habe mir angewöhnt, Stücke davon vor Gebrauch heiß zu brühen. Das beruhigt mich hinsichtlich Farbechtheit und Schrumpfeffekt.


Als Einfädelhilfe verwende ich einen Tischeinfädler. Wachskerzen glätten das Garn beim drüber ziehen, so entstehen seltener Garnknoten. Während dem Quilten habe ich verschiedenes probiert. Am Rand durch Nahtzugaben war mühsamer als direkt auf der Naht. Meine Nadel war übrigens mit leicht gerundeter Spitze und ich konnte spüren wie die Spitze zwischen Faserstränge der Naht und Rückseite drang.


Nach ein paar Monaten abendlicher Quilt-Stichelei fehlt nur noch das Binding. Gerne soll es zu beiden Seiten passen.

Stoffauswahl Binding-Optionen

Mit Grün und Blau habe ich mich für diese Variante entschieden:




Fertig genäht passt er zur aktuellen Wohnzimmer-Akzentfarbe. Er hängt nicht an der Wand sondern wird benutzt. Die Abmessungen von etwa 1,8 x 1,8 Meter sind reichlich bemessen um darauf zu liegen und bei Bedarf auch noch als Zudecke zu wärmen.

Für Zuschneide-Schnipsel hatte ich auch eine Idee. Was damit passiert ist zeige ich gelegentlich auch mal hier.

Ich hoffe, ihr schaut wieder vorbei. Ich würde mich freuen.

Rückblick-Links:

Als Langzeit-Nähprojekt verlinke ich meine Fortsetzung für La Passacaglia bei Valomea in der UFO-Time und bei Doris von LintLady. Sie hat ebenfalls eine Linkparty zur Motivation, um Projekte zu beenden: Stich zum Ziel 2025-02.