Posts mit dem Label EPP werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label EPP werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 31. Mai 2026

Englisch Paper Piecing - eine mobile Stoffspielerei

Heute sind die Stoffspielereien hier zu Gast. Passend zur Urlaubszeit habe ich ein Thema gewählt, welches uns im Urlaub begleiten kann und ganz ohne Strom funktioniert.

Bücher über Englisch Paper Piecing = EPP

Das Buch von Florence Knapp "Englisch Paper Piecing" beschäftigt sich historisch mit den Vorteilen für Körper, Geist und Seele bei Handarbeits-Tätigkeiten, welche bei diesem Handnähen vielleicht auf den beruhigenden, sich wiederholende Rhythmus des Nähens zurückzuführen sind. Näherinnen sprechen im Allgemeinen von der "meditativen Qualität" des Nähens. Dieser meditative Zustand, der während der Arbeit mit unseren Händen hervorgerufen wird, mitunter empfunden als Zustand der Freude, Kreativität und totalen Beteiligung, in dem Probleme zu verschwinden scheinen. 
Darüber hinaus werden Quilterinnen vorgestellt, grundlegende Techniken erläutert und eine Anleitung für einen Quilt mit zentral angeordneter Rosette ist enthalten.

Das Buch "all points patchwork" beinhaltet Grundkenntnisse Englisch Paper Piecing und nähert sich dem Thema nach geometrischen Basisformen geordnet.


Die Technik ist vielfältig mehr oder weniger umfangreich anwendbar. Beispiele finden sich in der folgenden Linkliste der Mitspielerinnen:
  • Tyche zeigt auf ihrem Blog Hexagons aus Dupioni Seidensatin und gestaltet damit eine Draufsicht in einen Garten als Applikation für ein ein Han Haba Obi (Kimonogürtel)
  • Elvira zeigt kleine Handnähprojekte, gibt uns einen kurzen historischen Einblick und erläutert ihre Vorgehensweise beim Lieseln und kombinieren moderner EPP-Flächen mit 3D-Effekt.
  • merlecolibri lässt sich von der EPP-Technik inspirieren und kombiniert Mix-Media-Collagen mit Hexis. Frei nach der Technik abgewandelt appliziert sie außerdem Kreisformen.
  • Gabriele zeigt uns die winzig kleinen Hexagons wie im Quilt "Meerbedeckt" von Renate Kämmer. Davon inspiriert startet sie eine Hexagon Größenvergleichsreihe mit Kantenlänge 2 cm, 1,5 cm, 1 cm und startet damit Ihr Sommer-Handnähprojekt.
  • Kerstin probiert eine Kombination der Technik wie bei Applikationen verbreitet: Sie bügelt die Formen aus Papier obenauf und kontrolliert so das perfekte Aneinandergrenzen der Formen.
  • Regula erkundet die EPP-Technik erstmals und sammelt auf diesem Weg Erfahrungen. Eine Hexagon-Blume appliziert sie gestalterisch geschickt auf eine Buchhülle.
  • Anne Sophie näht unterwegs gerne EPP Projekte und zeigt Kreuzmuster und frei gestaltete Muster mit Schrift/Buchstaben
  • Beate zeigt Ihre Fortschritte beim Einstein-Quilt, ein Langzeitprojekt. Fortschritte malt sie in einen Flächen-Puzzle-Plan zum Projekt.
  • Heike startet nach langer Vorbereitungszeit wohlüberlegt ein Hexagon-Projekt aus Stoffresten. Dazu gibt es eine kleine Geschichte.
  • Thea zeigt uns eine kleine Spielerei mit Rundungen.

Auch bei den Patchworktagen in Suhl habe ich Beispiele mit EPP-Technik, auch Lieseln genannt, entdeckt:

Für die EPP-Technik werden Schablonen aus Papier geschnitten. Oft handelt es sich um geometrische Formen, die die spätere Fläche ausmachen. Diese Schablonen werden mit Papier umspannt. Reizvoll bei dieser Technik ist die mathematisch geometrische Vielfalt in Kombination mit Farb- und Mustermöglichkeiten. 

Hexagonal Pinwheel
Mein Projekt startete ganz unverhofft mit Muster-Resten und Stoffresten aus einem Nähkurs im letzten Herbst:
EPP-Schablonen 1/2 Hexagon

Papierschablonen schneide ich aus A4-Briefumschlägen oder Werbesendungen etwa 100 - 130 g/qm. Zur Markierung verwende ich einen Stempel.

Zum Heften verwende ich eine Applikationsnadel. In der Nahtzugabe setze ich intuitiv gerne einen Zwischenstich. Durch das Papier hefte ich nicht mehr. Für exakte Positionierung der Schablone auf dem Stoff nutze ich einen Büro-Klebestift. Die Papierschablonen sind gelocht weil so das spätere Entfernen mit Häkelnadel leicht von Hand geht. Meine Heftfäden (Polyestergarn NM120) bleiben drin und fixieren die Nahtzugaben. Zum Zusammennähen der Formen verwende ich eine kurze feine Quiltnadel. Immer griffbereit ist ein Tisch-Einfädler.


So wächst das Projekt mit verfügbaren Stoffresten ohne konkreten Plan zur späteren Anordnung.

Immer mal ordne ich Sätze von 1 Hexagon und 6 halben als Set zum Zusammen-nähen.

Inzwischen sind ca. 420 Hexagon-Windräder zusammen genäht. Eine Legeprobe hat ergeben, dass ich für eine Decke von ca. 1,3 m x 2 m ca. 660 Stück benötige.
Vielleicht habe ich mich auch verrechnet dachte ich mir letztens als ich meine 90 schwarz-weißen auf einer Decke ausbreitete. Macht nichts, wird die Decke vielleicht etwas größer. Zum komplett Auslegen aller Windräder fehlte mit die Muse. Es kommt am Ende sicher alles passend zusammen, bleibt noch spannend.


Als Projekt für unterwegs demnächst im Urlaub kommt es nicht in Frage weil die vorbereiteten Formen oft Stoff-Kombinationen aus dem Vorrat benötigen. Also starte ich ein zusätzliches Projekt in EPP-Technik, das schon lange auf meiner Näh-Wunschliste steht.

Patchwork of the Crosses (POTC) nach Lucy Boston
Das Buch von Florence Knapp enthält übrigens ein Kapitel über Lucy Boston. Am bekanntesten ist ihr Quilt aus lang gestreckten Sechsecken. 

Dafür habe ich einen Stempel mit Kantenlängen von 1". Eine kleine Schachtel Papierschablonen war schon zugeschnitten als sich im Herbst letzten Jahres das Windrad-Sechseck dazwischen mogelte.

Die Anordnung der Formen kommt meinem Ziel entgegen, Blaudruck-Deckchen aus dem DDR-Kunstgewerbe zu verwenden. Die Druckmotive eines Deckchens im Fuzzy-Cutting-Zuschnitt (pingelich für symetrische Kombination) verlangen nach 45-Grad-Spitzen.


Schon eine Weile denke ich über die Anordnung und Kombination von Farben und Kontrast in Kombination mit 4 Blaudruck-Formen mittig nach:


Unentschlossen bin ich bisher zum weiteren Anbau von Farben. Ein paar Stoffe aus dem Vorrat habe ich auf Schablonen gezogen um mal zu puzzeln. Die weißen Teile sind Schablonen als Platzhalter:


Irgendwie kombiniert es sich für mich nicht stimmig mit den falschen Unis um die Mitte. Oder so? 

Ein paar mehr bespannte Papierschablonen wären vielleicht hilfreich. Ins Urlaubsgepäck nehme ich voraussichtlich die Blaudruck-Deckchen und liesle erst mal 96 Mittelteile. Alles weitere wird sich finden.

Weitere EPP-Nähprojekte:

Wie ist es bei Euch? Nehmt ihr Handarbeiten mit auf Reisen oder ins Wartezimmer? 
Habt Ihr einen passenden aktuellen Blogbeitrag? Dann meldet Euch mit Kommentar.

Die Stoffspielereien

Bist du auch eine Stoffspielerin?

Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfekt-Sein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.

Machst du nächstes Mal mit?  

Stoffspielerei-Termine 2026:

25.01.2026: "Ein Buch als Inspiration" bei Langer Faden
22.02.2026: „Licht & Dunkelheit“ bei HeyyOskar
29.03.2026: „Taschen“ bei Petersilie und Co
26.04.2026: „Altes in Neuem“ bei feuerwerk by KaZe
31.05.2026: „Englisch Paper Piecing“ bei 123-Nadelei
28.06.2026: „Tierisches“ bei zwisch-en-durch
   Juli und August: Sommerpause
27.09.2026: „Die Kunst des Weglassens“ bei Tyche's Touch
25.10.2026: „Schablonieren“ bei Siebensachen zum Selbermachen
29.11.2026: „Teppiche“ bei made with Blümchen
   Dezember: Winterpause

Sonntag, 30. November 2025

Techniken im Dialog - eine Stoffspielerei mit Kindern

Tyche sammelt heute Handarbeiten mit Techniken im Dialog, also mehrere Techniken in einem Projekt. Das ist spannend weil es unendliche Möglichkeiten für Projekte gibt. Im Laufe der Zeit, in der ich mich mit Handarbeiten beschäftige kommt einiges zusammen: nähen, malen, färben, weben, bügeln ... upcycling

Eine besondere Freude bereitet es mir, wenn ich dem Nachwuchs unser Hobby näher bringen kann. Die Beispiele, die ich heute zeige entstanden in den Herbstferien mit Kindern im Alter von 8-12 Jahren. Organisiert wurde dieser Kurs im Rahmen des Projektes Talentcampus von der Volkshochschule Suhl. Die Kinder können zwischen verschiedenen Kursen wählen. Holzbearbeitung und Foto-Video gab es alternativ zur Auswahl. 

Im Nähkurs waren Upcycling und Patchwork auf dem Plan. Kissenbezüge mit vielfältigem Design und auch die Füllung haben wir genäht. Nachdem die Kinder mit kleinen Projekten (Lavendelkissen, Kirschkernkissen) Grundkenntnisse an der Nähmaschine gelernt hatten gestalteten wir Kissenbezüge. Weil der Kurs über mehrere Tage stattfand konnten wir das Nähen und Gestalten etwas vertiefen.

Folgende Techniken kamen zum Einsatz:

  • nähen an einer Haushaltsnähmaschine
  • English Papier Piecing EPP mit Stempeln, Malen der Formen, Kombinieren von Formen, handnähen zur Komplettierung als Applikation für Kissenbezüge

Die Techniken im Einzelnen verzahnen sich zielgerichtet und standen wahrhaft im Dialog. So hatten die Kinder Gelegenheit, verschiedenes auszuprobieren, Hilfsmittel kennenzulernen und sich zusammen zu tun um nach individuellen Vorlieben zu kooperieren. 

Nun lasse ich Fotos sprechen von Techniken im Dialog. 

Viele Kissenbezüge sind entstanden.

erst mal Füllmaterial upcyceln ... 
Ca. 20 Jahre wohnte der Teddy auf dem Dachboden.

So ein Teddy ergibt reichlich Füllung für Innenkissen.

kleine und große Kissenbezüge für Lavendel und Kirschkerne nähen

... und die Kirschkernfüllung portionieren

Hexis stempeln und mit Textilstiften bemalen

Hexis lieseln = handnähen = Applikation vorbereiten

EPP-Applikation für ein Lavendelkissen

Hexagon-Blume appliziert

Lavendelkissen mit Textilmalerei oder Applikation

Quilt as you go mit Stoffstreifen
bügeln im Dialog zwischendurch

Kissenplatte Streifentechnik

Upcycling-Kissenbezug mit Hexi-Applikation

Beispiel für eine Hemd-Upcycling-Rückseite

Kissenparade: alles Einzelstücke

So eine Woche mit Kindern ist aufregend und hinterlässt so viele Erinnerungen. Ein paar ausgewählte Fotos können die Atmosphäre vor Ort nicht transportieren. Immer wieder freue ich mich, wie die Kinder offen sind, Techniken auszuprobieren und sich auf Projekte einlassen. Bei solchen Gelegenheiten sind nicht nur die Techniken im Dialog miteinander.

Nun freue ich mich auf die Kombinationen der anderen Stoffspielerinnen und schaue durch die Beiträge zum Thema heute.

Die Stoffspielereien

Bist du auch eine Stoffspielerin?

Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfekt-Sein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.

Machst du nächstes Mal mit?  

Stoffspielerei-Termine 2026:

25.01.2026: "Ein Buch als Inspiration" bei Langer Faden
22.02.2026: „Licht & Dunkelheit“ bei HeyyOskar
29.03.2026: „Taschen“ bei Petersilie und Co
26.04.2026: „Altes in Neuem“ bei feuerwerk by KaZe
31.05.2026: „Englisch Paper Piecing“ bei 123-Nadelei
28.06.2026: „Tierisches“ bei zwisch-en-durch
   Juli und August: Sommerpause
27.09.2026: „Die Kunst des Weglassens“ bei Tyche's Touch
25.10.2026: „Schablonieren“ bei Siebensachen zum Selbermachen
29.11.2026: „Teppiche“ bei made with Blümchen
   Dezember: Winterpause

Donnerstag, 13. Februar 2025

La Passacaglia Quilt - Ende gut, alles gut

Die ersten Schritte
sind wertlos,
wenn der Weg
nicht zu Ende gegangen wird. 

Adi Shankara (788 - 820)
genannt Shankaracharya, indischer Philosoph

Vor einiger Zeit berichtete ich über die Fortschritte an einem von Hand genähten Quilt-Top. Es handelt sich um ein beliebtes Muster aus einem Buch von Willyne Hammerstein. Ernsthaft mit Vorbereitungen begonnen hatte ich im März 2021. Fertig genäht war komplett von Hand im November 2023. Das Bloggen dazu hat sich dann auch noch hin gezogen.

Nach dem Begradigen meines La Passacaglia-Topps entfernte ich die Papierschablonen. Meine vorausschauenden Vorbereitungen kamen mir hier zugute denn ich hatte alle Papierschablonen stapelweise gelocht. So konnte ich das Papier leicht mit einer Häkelnadel raus kicken.

EPP - Papierschablonen entfernen

Damit ich keine Papier-Sternspitzen vergesse habe ich zuerst die 5 Papiere um den Mittelpunkt entfernt und unmittelbar darauf das Fünfeck in deren Mitte (hier z.B. eines in grün). Dieses einfache System hat mir geholfen den Überblick zu behalten um (fast) alle Papiere zu entfernen. Und das waren eine Menge:

Upcycling Papiere EPP La Passacaglia

Ohne Papier ging es nun ans Schichten des Sandwiches. Mittig hatte ich mich für ein Baumwollvlies 80% Baumwolle und 20 % Polyester entschieden. Später nach dem Waschen schrumpft es etwas und es entsteht ein verstärkt dreidimensionaler Effekt wie bei historischen Quilts.

Vlies mit Verpackungs-Wellen

Allerdings hatten sich durch die straffe Verpackung Wellen gebildet. Durch Bügeln zwischen Baumwoll-Lagen habe ich diese etwas verringert.


Die Rückseite hatte ich bereits vorbereitet um mich an deren Abmessungen zu orientieren als ich mein Topp begradigt hatte. Erfahrungen beim Handquilten haben mir gezeigt, dass ich keine Mehrlänge von Vlies und Rückseite benötige. Für mein Handquilten kann das Sandwich schon die Endgröße haben. Manchmal verbinde ich außen rum schon mit einer Overlook-Runde dann quiltet es sich leichter von Hand.


Weil ich von Hand quilten wollte habe ich kleine bis mittelgroße Sicherheitsnadeln zum Verbinden der Lagen verwendet. Den Löffel habe ich gar nicht gebraucht. 

Zum Quilten von Hand kam ein Baumwollgarn zum Einsatz. Ich habe mir angewöhnt, Stücke davon vor Gebrauch heiß zu brühen. Das beruhigt mich hinsichtlich Farbechtheit und Schrumpfeffekt.


Als Einfädelhilfe verwende ich einen Tischeinfädler. Wachskerzen glätten das Garn beim drüber ziehen, so entstehen seltener Garnknoten. Während dem Quilten habe ich verschiedenes probiert. Am Rand durch Nahtzugaben war mühsamer als direkt auf der Naht. Meine Nadel war übrigens mit leicht gerundeter Spitze und ich konnte spüren wie die Spitze zwischen Faserstränge der Naht und Rückseite drang.


Nach ein paar Monaten abendlicher Quilt-Stichelei fehlt nur noch das Binding. Gerne soll es zu beiden Seiten passen.

Stoffauswahl Binding-Optionen

Mit Grün und Blau habe ich mich für diese Variante entschieden:




Fertig genäht passt er zur aktuellen Wohnzimmer-Akzentfarbe. Er hängt nicht an der Wand sondern wird benutzt. Die Abmessungen von etwa 1,8 x 1,8 Meter sind reichlich bemessen um darauf zu liegen und bei Bedarf auch noch als Zudecke zu wärmen.

Für Zuschneide-Schnipsel hatte ich auch eine Idee. Was damit passiert ist zeige ich gelegentlich auch mal hier.

Ich hoffe, ihr schaut wieder vorbei. Ich würde mich freuen.

Rückblick-Links:

Als Langzeit-Nähprojekt verlinke ich meine Fortsetzung für La Passacaglia bei Valomea in der UFO-Time und bei Doris von LintLady. Sie hat ebenfalls eine Linkparty zur Motivation, um Projekte zu beenden: Stich zum Ziel 2025-02.

Mittwoch, 13. November 2024

La Passacaglia Quilt - mit grünen Teilen begradigen

"Nicht das Beginnen wird belohnt,
sondern einzig und allein das Durchhalten." 
Katharina von Siena (1347 - 1380)

Vor einiger Zeit berichtete ich über die Fortschritte an einem von Hand genähten Quilt-Top. Es handelt sich um ein beliebtes Muster aus einem Buch von Willyne Hammerstein. 

Nach dem Zusammen-Nähen der Rosetten stellte sich die Frage wie es weiter geht. Ausgelegt auf unserem Wohnzimmerteppich konnte ich den Stand der Dinge gut abschätzen. 

Applizieren wollte ich das große Teil nicht, Beschneiden zum Begradigen konnte ich auch nicht. So sammelte ich grüne Stoffe (danke an Elvira und Regina) um die Randflächen aufzufüllen und das ganze Gebilde in Grün einzubetten.

Für ein handliches Vervollständigen begann ich mit einer Randkontur einer Top-Ecke auf einer großen Kalender-Rückseite und füllte die Fläche dem Papier folgend bis zur Ecke.


Mit dieser Verfahrensweise war ich nicht recht zufrieden weil ich so keinen Überblick über die Anschluss-Rosetten-Muster hatte. 


Als ich das Ganze mal wieder auf einem Stoff ausbreitete, der zur Größe des später benötigten Tops gefaltet war kam mir eine Idee. 


Ich rollte das Top mit diesem Stoff zusammen so dass ich Sicht auf eine Seite hatte die ich nun Abend für Abend vervollständigte.


So hatte ich den Überblick wie die Fläche weiter zu vervollständigen war. Im weiteren Verlauf ersetzte ich die provisorische Unterlage durch die vorbereitete Rückseitenfläche und alles näherte sich der Zielgröße an.


Das Nähen einer grünen Seite dauerte ungefähr einen Monat, alle vier von Dezember 2022 bis März 2023. Das hört sich vielleicht lang an. Für mich war es eine lieb gewordene allabendliche Beschäftigung auf die ich mich immer schon tagsüber freute.


Ich bin froh, dass ich den Rand vervollständigt habe. Für mich ist es eine große bunte Blumenwiese aus Stoffresten. 



Mein Rosetten-Bouquet misst etwa 1,8 x 1,8 Meter. Wie es weiter voran geht zeige ich dann demnächst: Fortsetzung folgt.

Ich hoffe, ihr schaut wieder vorbei und verfolgt die Fortschritte. Ich würde mich freuen.

Rückblick-Links:

Als Langzeit-Nähprojekt verlinke ich meine Fortsetzung für La Passacaglia bei Valomea in der UFO-Time und bei Doris von LintLady. Sie hat ebenfalls eine Linkparty zur Motivation, um Projekte zu beenden: Stich zum Ziel 2024 # 41