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Sonntag, 27. November 2022

Stoffspielerei und Ornamente

Thema der Stoffspielerei heute ist 

Ornament.

Gewählt wurde das Thema von Petersilie & Co. Auf deren Blog werden alle Beiträge dazu gesammelt. Was für ein umfassendes Thema mit unendlichen Möglichkeiten. Dazu gibt es hier reichlich Material um einzutauchen:



Leider liegen hier die Prioritäten wegen umfassender Wohnzimmer-Renovierung gerade fest und so blieben die schönen Bücher liegen auch wenn ich mich in Vorbereitung des Themas darauf gefreut hatte, mal wieder darin zu schwelgen.


Ornamente hieß auch eine meiner Lieblings-Handarbeits-Zeitschriften. Heraus gegeben wurde die Zeitschrift von Henriette Beukers und ihrem Mann ab 1978 unter dem Namen Handwerken zonder grenzen. Ab 1987 gab es eine deutsche Ausgabe mit dem Namen Ornamente. Inzwischen ist die deutsche Ausgabe eingestellt. 2002 verkauften Henriette und Henk Beukers das Magazin. Wenn ihr mal im Antiquariat eine "Ormanente" seht oder in den Niederlanden ein Exemplar von "Handwerken zonder grenzen", schaut mal hinein.
Vor Jahren habe ich mal eine Sammlung gebraucht  in Schubern erbeutet.


Auf der Suche nach einer Ornamente-Spielerei für heute fand ich 2 Blusen mit Ornament-Stickerei. Die Vorlagen sind aus der Zeitschrift "Handarbeit" vom Verlag für die Frau:



Wegen dem zeitlos schönen Muster gefallen mir die Stickereien immer noch. Als ich vor Jahren die Vorlage auswählte konnte ich das Design gar nicht einordnen. Es war eine intuitive Entscheidung. 

Seit das Thema Ornamente ansteht sehe ich überall welche. Gestaltende Bereiche kommen immer wieder darauf zurück auch wenn mal eine Zeit lang geradlinig schnörkellos "modern" ist. Inzwischen denke ich, die Mischung macht es.

Wegen meinem eingeschränkten Zeitbudget für Handarbeiten die letzten Tage erinnerte ich mich an ganz einfache experimentelle Spielereien mit verschiedenen Farben, die ich auch noch nicht auf dem Blog gezeigt habe:

Textilfarbe zur Kaschierung von Flecken auf einer Hose

Experiment mit Haarfarbresten auf meiner Putz-Hose

Vielleicht ist diese experimentelle Spielerei Anregung, mal einfach intuitiv etwas zu probieren. Mit der Rest-Haarfarbe auf meiner Putzhose hatte ich nichts zu verlieren. Die Haarfärbepackung war geteilt zu wenig und komplett war immer was übrig. Damit habe ich mich dann immer mal auf meiner Hose ausgetobt. Den Farbauftrag hatte ich über Nacht (langzeitig) einwirken lassen und dann die Hose ausgespült. Mit der Zeit verblasste das Muster. So gab es immer mal wieder eine neue Lage Ornamente. 

Inzwischen färbe ich meine Haare nicht mehr und auch die Hose ist aufgetrennt stückweise anderweitig verwertet. Es hat immer Spaß gemacht, die Restfarbe kreativ zu verwerten.

Nun werde ich mal wieder ein paar Tapetenbahnen zuschneiden, natürlich mit Schneidmatte und Patchwork-Lineal zum Cuttermesser. Nähzubehör ist auch vielseitig einsetzbar.

Auf meine Blogrunde bei den anderen Mitspielerinnen freue ich mich.

Die neuen Stoffspielerei-Termine 2023:

(Die alten Beiträge der vergangenen Jahre findet man übrigens unter https://stoffspielereien.net/)

Die Stoffspielereien

Bist du auch eine Stoffspielerin?

Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.

Machst du nächstes Mal mit?

Sonntag, 27. Februar 2022

Stoffspielerei mit Typografie

Karen hat für die aktuelle Stoffspielerei das Thema Typografie" vorgeschlagen. 

Für mich ist das Thema ungewöhnlich und deshalb eine Gelegenheit, die Komfortzone zu verlassen. Dafür habe ich mal wieder die Textilfarben aus dem Schrank geholt und ein bisschen gedruckt. Als Stempel habe ich einen Kunststoffbuchstaben verwendet.
Um es etwas spannender zu gestalten habe ich an
eine ältere Stoffspielerei angeknüpft. Da hatte ich Spitzendeckchen (das gleiche) zum Drucken verwendet. 

Heute ein neues Level: typografische Druckerei. Den Buchstaben habe ich mit einem Stück Häkeldeckchen bespannt. Ich gestehe, dass ich erst einen Knoten in meinen Gedanken zur Seite schieben musste bei der Entscheidung, ob Vorder- oder Rückseite bespannt wird.

man nehme ...

Meine Textil-Farben sind schon etwas abgelagert und deshalb dickflüssig. Mit Seidenmalfarbe gemischt funktionierte es. Einige Versuche brauchte es, bis ein gleichmäßiger Druck entstand. Alles benötigt Übung.


So hin geklekst ist es erst mal ernüchternd. Ein paar Anordnungen probiere ich aus.

als Linie aufgereiht

rotierend als Linie um einen Mittelpunkt

eine Variation nach Koseki

Gedruckt habe ich übrigens auf Seitenstreifen einer wieder verwendeten Bettwäsche. Der Farbverlauf des Untergrundes rot orange ist kaum erkennbar.


Die Druckfarben sind rückseitig bügelfixiert.
E
in paar Nahtlinien mit dickem schwarzen Garn entlang von Bügelmarkierungen ergänzen die Drucke. 
Die Größe der Stücke ist für Beutel abgeschnitten. 2 Beuteln ohne Futter sind entstanden. Nun kann ich mit personalisiertem Beutel einkaufen.



Rückseite: Z oder N?


Es hat Spaß gemacht, sich mit Buchstaben und Farbe ein bisschen auszutoben. Sollte ich öfters machen bevor die Farben ganz eintrocknen. Nun bin ich gespannt auf die anderen typografischen Stoffspielereien und ob noch jemand mit Farbe experimentiert hat.

Die Stoffspielereien

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Die nächsten Termine:
27.03.2022: „Cording“ bei Machwerke
24.04.2022: „metallisch“ bei zwisch-en-durch
29.05.2022: „gekräuselt und gerafft“ bei Stoffnotizen
26.06.2022: „Portrait“ bei Bimbambuki
Juli und August: Sommerpause
25.09.2022: „Webkanten“ bei Siebensachen zum Selbermachen
30.10.2022: „Posamente“ bei made with Blümchen
27.11.2022: „Ornament“ bei Petersilie & Co
Dezember: Winterpause

Sonntag, 31. Mai 2020

Blumige Reverse Applikationen

Thema der Stoffspielerei in diesem Monat sind Blumen. Die Blog-Beiträge werden gesammelt bei Petersilie & Co

Blumen und Textiles sind passen gut zueinander. Mit dem Thema im Focus war ich zunächst unentschlossen. Nicht mangels Ideen sondern eher wegen den vielen Möglichkeiten. Noch gar nicht auf dem Blog gezeigt habe ich Reverse-Applikationen nach Tapeten-Designs.




Für einen Nähkurs zum Thema Reverse-Applikationen war ich auf der Suche nach Motiven. In einem Baumarkt vor Ort stellte man mir ein paar Muster kostenfrei zur Verfügung. Vorteil ist, dass die Motive schon vereinfacht sind. Nachfolgend zeige ich Vorgehensweise, Motivtransfer und weitere Beispiele.


Da ich die Tapeten-Schablonen mehrfach verwenden möchte beklebe ich die Rückseite mit Buchklebefolie. Meistens ergibt sich eine Spiegelung des Motives. Mit einem Cutter-Messer entferne ich das spätere Motiv. Hierbei vereinfache ich nochmals und lasse kleine Stege zugunsten der Stabilität der Schablone.





Ein Kaufshirt habe ich vorbereitet: Unterlage eingeschoben, Schablone darüber fixiert. Das funktioniert bei mir gut mit Stecknadeln auf dem Bügelbrett.

Mit einem kurzhaarigen Pinsel male ich an den ausgeschnittenen Rändern durch die Öffnungen. Dabei drücke ich um den Malbereich die Schablone auf den Stoff.

Verschieden getönte Textilfarbreste beleben das Motiv. Später ist das Motiv bis über den Ärmel verlängert.

Nach Trocknen der Farbe wird links gebügelt um die Farbe zu fixieren. Bei der Gelegenheit habe ich Hintergrundstoff ausgewählt. Der ist mit elastischen einfachen Stichen fast unsichtbar angenäht.


Nun ist das Projekt sozusagen bereit "to go". Es begleitete es mich auf eine Urlaubsreise. Die Vorstiche um die Textilkontur habe ich abends unterwegs genadelt. Verwendet habe ich weiße und rosa Stickgarnreste 3fädig. Damit der Faden während dem Sticken weniger Schlaufen schlingt ziehe ich ihn vorher über eine Kerze.




Fertig, hat Spass gemacht. Inzwischen ist das Shirt mehrfach gewaschen und ich trage es immer wieder gerne.




Das Motiv wurde in Nähkursen mehrfach aufgelegt, hier mit Maschinenstichen als Alternative zu Vorstichen von Hand. Danach kann der hinterlegte Stoff wie geplant zum Vorschein kommen.


Das Tulpenmotiv oben habe ich für ein Shirt ton in Ton orange-rot benutzt. Ein Shirt mit Aufteilung nach Wiener Naht ist mittig doppellagig genäht, perfekt für eine Reverse-Aufwertung.



Ein weiteres Motiv mit Blättern nutzte ich für die Gestaltung eines Upcycling-Tuches.





Ein weiteres halswärmendes Accessoire entstand mit grafisch stilisierten Blumen. Hier trägt es eine Kleiderpuppe.


Die Technik mit hinterlegten Stoffen mag ich sehr. Auch Jeanshosen habe ich schon blumig damit aufgewertet. Reverse-Applikationen eigen sich nicht nur zum Verschönern sondern auch sehr gut für Reparaturen.



Ergebnisse von Kursteilnehmern sind bei Pinterest versammelt, leider unvollständig.

Mit Gedanken an das heutige Thema ist mir aufgefallen, dass Blumen schon öfters in meinen Stoffspielereinen vorkamen:

2020-01 Stoffspielerei und Textiler Schmuck

2019-11 Stoffspielerei: Nähen auf Papier
2019-09 Stoffspielerei mit kleinen Häuschen für Schlüssel

Vielleicht zeige ich demnächst ein paar Nadelbuch-Hüllen mit blumigen Motiven, ein unerschöpfliches Thema, danke für den Denk- und Motivations-Anstoß.


Nun schaue ich bei Silvia, Sabine und Anna rein, um mich von den anderen blumigen Stoffspielereien inspirieren zu lassen! 


Die Stoffspielereien

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Die nächsten Termine:
28.06.2020: „Monogramme“ bei made with Blümchen*
Juli: Sommerpause
August: Sommerpause
27.09.2020: "Texturen aus der Natur“ bei Schnitt für Schnitt 
25.10.2020: „Textile Behältnisse“ bei Feuerwerk by kaze
29.11.2020: (Thema noch offen) bei Nähzimmerplaudereien
Dezember: Weihnachtspause
*Im Juni 2014 waren Monogramme und Vorlagen schon mal Thema der Stoffspielerei. Wie die Zeit vergeht. 

Sonntag, 30. Juni 2019

Stoffmalerei zum Thema Afrika

Gabriele hat für die Stoffspielerei das Thema Afrika gewählt.
Meine Assoziationen dafür sind Sand, Wüste, sternenblauer Himmel und wilde Tiere. In Kombination mit Stoffspielereien ergab dieser Mix bei mir 2 Boxybags.




Gelbe Baumwoll-Stoffreste bemalte ich mit Seidenmalfarben (Second-Hand-Fundsache). Diese Farben sind flüssig so dass sie im Malgrund verlaufen. Es ergaben sich schöne Farbverläufe, die mich an einen Sonnenuntergang in der Wüste erinnern. Die bemalten Stoffreste patchte ich mit freier Schneidtechnik zu 2 Flächen mit 30 cm Kantenlänge. Mit Vlies und Hintergrundstoff sind sie gequiltet.


Sicherheitshalber sind die Boxybag_Rohlinge bereits gewaschen zur Kontrolle der Farbechtheit. Die bemalten Stoffe sind vor dem waschen gebügelt zur Fixierung der Farbe.
Tiere fand ich in unserem Bad. Es gab eine Zeit in der ich Elefantenfiguren sammelte. Ein paar sind übrig geblieben: meine Models zum Thema:


Die Gruppe setzt sich aus 2 Dreiergruppen zusammen. Die 3 großen ist mit einer Markung für die Porzellanmanufaktur Wallendorf versehen, die 3 kleinen mit einer Markung für die Porzellanfabrik Gräfenthal. Mit diesen Elefanten passt mein Beitrag heute auch zum Thema des letzten Monats: Heimat.

Ein Foto der Elefanten-Karawane habe ich in Konturen verwandelt, gedruckt und als Motiv für eine Folienschablone verwendet. Die Folie hat nicht besonders geklebt auf meiner gequilteten Fläche. Deshalb sind die Elefanten mit Permanentmarker gemalt.



Mein Ergebnis kommt meinem Plan recht nahe (ist nicht immer so):


Elefanten-Karavane im Gegenlicht bei Sonnenuntergang:




Nun bin ich gespannt was bei den anderen Stoffspielerinnen zum Thema Afrika entstanden ist.

Die Stoffspielereien

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Die nächsten Termine:
Im Juli und August machen wir eine Sommerpause.
29.09.2019: „Miniatur“ bei Feuerwerk bei Kaze
27.10.2019: „Handweben“ bei Schnitt für Schnitt
24.11.2019: (Thema noch offen) bei Nähzimmerplaudereien

Einen Überblick über die bisherigen Stoffspielereien findest Du hier.

Mittwoch, 7. September 2016

Jerseykleid mit Negativ-Applikation

Sommer, Sonne, Städtereise ... Gelegenheit, mein Jersey-Kleid auszuführen. Es entstand als Resultat mehrerer Experimente aus einem Kaufshirt, das voll transformiert wurde.


Bereits 2013 habe ich das Ausgangsshirt mit Textilfarbstempeln versehen. Trotzdem habe ich es selten getragen weil mir selten nach gelbgrün ist. Deshalb habe ich es mal rauchblau gefärbt und beschlossen, dass es durch Ergänzung von Textilien aus meinem Fundus weiter verändert wird.

 
Weitere Stempel und Jerseystreifen sind auf blau dazu gekommen.
 


Seitennähte aufgetrennt, eine Negativapplikation auf einer Schulterseite angebracht. Hinterlegt ist sie mit einem Häkeldeckchen, welches mit ein paar Zwillingsnadelrunden befestigt und maschengesichert ist.

 
Verlängert ist mit gefärbtem Jersey und Baumwollspitzenkante von einer Tischdecke und Baumwollbahnen von einem Rock, der mir zu eng war.
 
 
Die Reverse-Applikation aus der Nähe
 
 
 

Mittwoch, 6. April 2016

Motiv-Wandlung für Reverse-Applikation

Seit einiger Zeit bin ich auf der Suche nach Mustern und Motiven, die sich für Reverse-Applikation eignen.


Wo kommen eigentlich die Muster um uns her?
Von reduziert stilisierten Alltagsdingen oder der Natur?
Oder wandeln sich stilisierte Abbildungen mit der Zeit und für verschiedene Techniken?
Grafische sich wiederholende Muster finde ich faszinierend.


Auf einer Porzellanzierschale von Weimarer Porzellan fand ich eine verspielte Abbildung eines Fisches. Ein Foto davon druckte ich s/w aus und beklebte die Rückseite mit Möbelfolie. So präpariert schnitt ich daraus mit spitzem Messer eine Druckschablone. Während dem Ausschneiden überlegte ich mir Anpassungen der Konturen für eine Reverse-Applikation und achtete darauf, dass einzelne Formen mit Steg verbunden bleiben.


Die Schablone platzierte ich auf einem Kindershirt. Mit Textilfarben für dunkle Textilien in blau, türkis und silber übertrug ich das Muster mittels kurzborstigem Pinsel auf den Stoff.
Im Bereich des Fischmusters ist ein silberner Stoff hinterlegt. Mit Vor- und Rückstichen um die Druckkonturen sind die beiden Textil-Schichten verbunden. Die Druckkontur ist für mich kein Dogma, intuitiv weiche ich gelegentlich ab und überlege, welche Bereiche zuletzt aus der oberen Schicht frei geschnitten werden.


War das nun ein Musterupdate, ein Musterrevival, Motiv-Upcycling oder wie nennt man das? Auf jeden Fall zeigt es meine Hochachtung für Muster der Thüringer Porzellan-Maler.

 

Dienstag, 3. Dezember 2013

Kinder-Jeanshose mit Sternen

Zwischen den Adventstagen liegen Sterne zum Dekorieren und Gestalten in der Luft. Für ein Experiment mit Alabama-Chanin habe ich Reststücke von Jenskleidung mit Sternen bestempelt. Ein Stempel ist eigentlich ein Leuchtstern von der Decke des Kinderzimmers, der größere fertig gekauft und kurzerhand spontan mit doppelseitigen Klebeband an einem Holzkerzenständer als provisorischen Griff befestigt.

Als ich noch darüber nachdachte: Wie und wohin mit den Sternen? ... kam mein Enkel mit seiner kaputten Hose: "Oma hier ist ein Loch!" und steckte seine Hand in Kniehöhe durch seine Hose. Dergleichen ist bei Designerhosen beliebt, bei Kinderhosen aber eher unpraktisch. So fügen sich manchmal Bedarf und unfertige Ideen zusammen und es entsteht etwas nicht planbares.

Näherer betrachtet war die Hose auch etwas kurz mit Außenaufschlag. Diesen habe ich zur Verlängerung aufgetrennt. Die Innennaht der Beine habe ich ebenfalls aufgetrennt, so kommt man einfach besser an die zu reparierenden Stellen. Zur Fixierung habe ich innen dunkles Bügelvlies aufgebügelt. Anschließend wurden die ehemaligen Umschlagkanten mit Zierstichen verstärkt. Als Garnfarbe habe ich rot gewählt weil schon ein rotfarbiger Aufdruck auf der Hose war. Die gedruckten Sterne habe ich etwas größer ausgeschnitten und an den Schnittkanten mit einem Textilmarker angemalt. Aufgenäht sind die Sterne offenkantig an Stellen, wo Verstärkung nötig war. Ein paar Sterne sind 2-lagig leicht verschoben für zusätzlichen 3-D-Effekt aufgenäht. Gebrauchs- und Waschspuren werden diesen Effekt verändern ... ein für mich spannender Prozess.
nach der 1. Wäsche: