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Sonntag, 25. April 2021

Stoffspielerei mit Fransen

Gabi von madewithbluemchen sammelt heute Stoffspielereien zum Thema Fransen. Ursprünglich dachte ich an etwas pragmatisches: Eine Gardine


Dafür hatte ich ein Reststück für sehr hohe Gardinen in der Länge dreigeteilt. An die versäuberten Schnittkanten unten ist ein Deko-Fransenband  genäht. Das verschönert die Kante unten und auch den Fall durch das Gewicht des Fransenbandes.

Erinnert habe ich mich auch ein eine Nähwoche mit Kindern. Eigene ausgesonderte und Second-Hand-Kleidung wurde vielfältig verschönert. Fransen geschnitten haben die Kinder auch:



Bei dieser Gelegenheit erinnerte ich mich auch an Elvis-Kostüm, thematisch heute passend.

Ein Bommelkissen (Familienerbstück) hat auch ganz viele Fransen.

Bommeln auf Fadengitter


Eine weitere Sichtung von Handarbeitsfotos brachte viele Jersey-Upcycling-Mützen ins Gedachtnis, die ich hier bisher nicht gezeigt habe. Sie entstanden im Rahmen eines Nähkurses. Ohne viel Text zeige ich nun Mützen deren oberes Ende in Fransen geschnitten und gebunden ist. Manchmal rollt sich das Jersey schön auf:













Wie solche Mützen genäht sind hatte ich schon mehrfach beschrieben:
Ich danke Gabi für das vielfältige Thema, welches mal Jersey-Mützen aus der Versenkung der Festplatte geholt hat. Nun bin ich gespannt auf die anderen fransigen Biträge.

Die Stoffspielereien

Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.
Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.Bist du nächstes Mal auch dabei?

Die nächsten Termine:
30.05.2021: „Exotisch“ bei Petersilie & Co
27.06.2021: „Nähfüße“ bei Nähzimmerplaudereien
Sommerpause
26.09.2021: „Risse und Schlitze“ bei nahtlust
31.10.2021: „Punkte und Kreise“ bei Schnitt für Schnitt
28.11.2021: „Glitzer tröstet“ bei Tyche
Dezember: Weihnachtspause

Samstag, 24. November 2018

Jerseymützen aus Reststücken

Diese Jahreszeit erinnerte mich an das Ordnen und Aussortieren meiner Jersey-Reststücke. Kleine Reststücke habe ich in Mützen-Einzelteile nach bewährtem Schnitt zerschnitten. Sehr kleine Stückchen ergaben "Aufhänger" für die Mützen.

Den Schnitt habe ich mal von einer Kaufmütze abgeschaut. Immer mal hat sich die Kurve der Dreiecke etwas abgewandelt und das umlaufende Teil wurde etwas länger. Genäht habe ich mit meiner Overlock-Maschine.

Ein farbenfrohes Beispiel sieht so aus:



Zum Schnitt und meiner Vorgehensweise beim Nähen habe ich 2 Collagen zusammen gestellt:




Das Zusammenstellen der farbigen Schnittelemente hat Spaß gemacht. Es war eine gute Übung zum Kombinieren von Farben und Mustern. Die Reststücke und die nachfolgenden Fotos erinnern mich an Kleidungsstücke, mitunter gibt es nun die passende Mütze zum Shirt ...


  



















Schon lange wollte ich mich beim "Restefest" der Kunzfrau beteiligen. Dort gibt es weitere Ideen für Stoffreste und anschauliche Tipps zur Aufbewahrung.

Sonntag, 26. Februar 2017

Stoffspielerei mit modernem Kopfputz

Gabriele von Made with Blümchen sammelt heute Stoffspielereien zum Thema „Kopfputz“. Bereits ihre Ankündigung des Themas ist vielversprechend.  Zwei dicke alte Bände: „Die tüchtige Hausfrau, ein praktisches Nachschlagebuch der gesamten Hauswirtschaft“ wird vorgestellt und ein kleiner Einblick in das Thema Putzmacherei gegeben. Hutmacherinnen heute nennt man Modist bzw. Modistin.

Das Thema passt gut in die Faschingszeit, man könnte sich der Phantasie hingeben und experimentieren. Ich habe zunächst einen Kapotthut genäht, der vom Stil her in die 80er Jahre gehört und trotzdem aktuell im Alltag oder Urlaub tragbar sein soll. 

Zufällig ergab es sich, dass ich zeitgleich eine Jerseymütze nähte. Das fing ganz harmlos an mit einem weißen Shirt, das ausgemustert bei mir strandete. Blickfang des Shirts ist eine industrielle Maschinenstickerei als Ornament mit folkloristischen Bezügen. Planlos habe ich das Shirt erst mal grün mit gefärbt. Auf der Suche nach Baumwolljersey für kleine Nähprojekte mit Reverse-Applikationen habe ich die Vorderseite verwendet und zunächst mit Textilfarbe bemalt. Neuerdings beginne ich Nähprojekte gerne ohne konkreten Plan und lasse mich einfach treiben in den Gegebenheiten des Materials und den Vorräten im Nähzimmer.

 
Hinterlegt mit einem blau-lila Jerseystück habe ich die Stücke in eine Mütze verwandelt (Schnitt schon mal hier beschrieben). Hinter die Stickerei ist eine weitere gemusterte Lage Jersey eingefügt. Die Lagen sind mit Vorstichen, Rückstichen (Steppstich), Plattstichen, Schlingstichen (auch Feston- bzw. Langettenstich genannt) verbunden. Ausgewählte Bereich sind frei geschnitten, damit die darunter liegende Schicht sichtbar wird.
 
Auf Flächen neben dem Mandala-Muster sind Kreise von Textilfarbe mit Schlingstichen umrandet, um mal Festonstiche in verschiedenen Richtungen und Reihungen zu probieren.
 
 
 
Festonstiche sind auch an der Verbindungsstelle der Jerseystücke nachträglich angebracht.
 
 
Der Schnitt der Mütze hat sich inzwischen gut bewährt, die Verschlussvariante mit Pony-Feeling ist sehr beliebt. Durch die Farbzusammenstellung denke ich gleich an ein Pfauenrad, ein natürlicher Schmuck, der kaum zu toppen ist. Die Größe der vorhandenen Stickerei verschwindet teilweise im Fransenbereich, um so mehr erinnert das Gebilde an ein Pfauenrad. Ich finde, es ist auf jeden Fall Kopfputz und freue mich, ein alltagstaugliches Nähprojekt zum Thema zeigen zu können.
 
 
Ein Tragefoto zeige ich bei Instagram.
 
Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat werden die Links mit den neuen Werken zwecks Erfahrungsaustausch gesammelt.

Sonntag, 3. Juli 2016

Talentcampus "Nadelzauber"

Zu Beginn des Jahres wurde ich gefragt, ob ich Interesse habe, vom 11.07. - 15.07.2016 einen Handarbeits-Ferienkurs zum Thema Upcycling für Kinder im Alter von 10 - 14 Jahren zu gestalten. Dieser Kurs ist einer von vielen* im Rahmen des TalentCAMPus der Suhler Kinderstadt 2016. Bis zum 30.06.2016 konnten sich Kinder für 2 Kurse ihrer Wahl anmelden, von denen Sie einen vormittags und einen anderen nachmittags besuchen.

Nach einigen Überlegungen habe ich mich für Jersey-Applikationen entschieden weil diese Technik vielfältige Möglichkeiten bietet. Zunächst ist es eine naheliegende Methode, um schadhafte Kleidung zu reparieren und aufzuwerten. Für Applikationen können wir Muster selbst auf Papier bringen und Möglichkeiten kennen lernen, wie wir Vorlagen auf Textilien übertragen. Alternativ können wir Alltagsgegenstände als Schablonen für Textilfarben verwenden.
Eine Herausforderung wird der Umgang mit Nadel und Faden sein. Mit Vor- und Rückstichen von Hand sollen Schichten verbunden werden. Zum Erproben werden wir Jersey-Stücke mit Applikationen gestalten, erlaubt ist was gefällt. Die Musterstücke können später Schäden auf vorhandener Kleidung kaschieren oder als Armband getragen werden.

Auf die Ideen der Kinder bin ich schon sehr neugierig, ebenso auf Ihre Farbvorlieben und Begabungen. Gleichzeitig habe ich auch etwas Lampenfieber, denn ein Kurs mit angehenden Teenagern ist neu für mich. Ich hoffe, ich kann sie dazu bringen, sich gegenseitig zu unterstützen und zu inspirieren. Auch hoffe ich, dass meine Musterstücke ihren Geschmack ein bisschen treffen oder zu Kreationen in ihrem Style herausfordern.

 
Vorbereitet habe ich ein paar Rohlinge für Mützen und Loops. Ich bin schon gespannt, was den Kindern dazu einfällt. Meine Muster sehen so aus:
 

Mal ehrlich, das ist doch Nadelzauber, was man aus ausgesonderten T-Shirts noch so alles machen kann.

* Kreative Feriengestaltung in Workshops unterschiedlichster Art organisiert die
 VHS Suhl in Kooperation mit dem MGH Familienzentrum „Die Insel", der Musikschule „Alfred Wagner" und dem Verein Provinzkultur den talentCAMPus, die „2. Suhler Kinderstadt - Träume spürbar machen".

 
Am 18.07.2016 berichtete das Freie Wort über die Abschluss-Veranstaltung des Talentcampus Suhl 2016, allerdings ist der komplette digitale Artikel kostenpflichtig, die regionale Zeitung "Marktplatz" veröffentlichte am 21. Juli einen Abdruck des Artikels.
Der Wochenspiegel vom 23.07.2016 berichtete ebenfalls über das Projekt: Eine Woche voller Ideen.

Sonntag, 25. Mai 2014

Alabama Chanin: Eine Mütze

Zur Stoffspielerei im Mai sammelt Frau Machwerk Alabama-Chanin-Näherei. Diese Technik benötigt Vorbereitung und wird von Hand ausgeführt, braucht also ihre Zeit.

Die Technik ist mir zum ersten mal in der Zeitschrift Patchwork Professional 2008-01 aufgefallen. Marion Caspers beschreibt auf Seite 15 und 16, wie aus 2Shirts mit Reverse Applique-Technik etwas entstehen kann, das mich an Mola-Technik erinnert. Ausgangspunkt der Idee war ihr beschädigtes Lieblings-Shirt.
Die Idee, Jersey in Schichten zu vernähen hat sich dann derzeit in meinem Kopf verbunden mit der Faszination für meine Kombi-Näh-und-Stickmaschine und es ist ein Shirt entstanden, bei dem ich das Schablonieren „automatisiert“ habe.

Ganz ohne Strom und Gerätetechnik genieße ich seit einiger Zeit das allabendliche Sticheln nach Alabama Chanin. Nachdem die Shirt-Teile zugeschnitten und die Oberschicht mittels Schablone bemalt ist folgt die angenehmste Wegstrecke: das Umsticken der Farbformen. Die beiden Schichten habe ich mit Heftstichen verbunden. Die Schichten halten beim Sticken gut aufeinander, ich hatte mit Verrutschen gerechnet.

Wie schon mal berichtet habe ich als erstes ein überschaubares Kleidungsstück genäht, bei mir wird das immer eine Kindermütze. Intuitiv habe ich 2 verschiedene Stiche zum Verbinden der Schichten verwendet: einmal den üblichen und dann eine Art Rückstich wie abgebildet. Große Kreise habe ich oft mit Rückstichen begonnen und beendet. Das ungleichmäßig wirkende Muster lädt zum Improvisieren ein. Immer mal habe ich ein kreisähnliches Gebilde abgewandelt bestichelt, beispielsweise mit einer Schneckenform, was dann einen Mini-Chenille-Effekt ergibt. Hilfreich war dabei, dass der Farbauftrag teilweise (Vorderteil Shirt) sehr schwach war und ich beim Ahnen des Musters Gestaltungsspielraum hatte. Spannfäden habe ich zwischen den Schichten gezogen, offene Verknotung kam wegen Aufdrillen des Stickgarns am Fadenende schon beim Sticken nicht in Frage.

Die Mütze ist fertig, passformgerecht mit einem Jersey-Reststreifen oben zugebunden und die Überlänge in Streifen geschnitten. Inmitten der Fransen verbirgt sich ein Aufhänger.


Weiter auf dem Alabama-Weg führt mich die Nadel allabendlich über meine Shirt-Zuschnitt-Teile. Inzwischen habe ich das Vorderteil fertig gestichelt, hier ist am meisten Muster, auf der Rückseite habe ich eher mittig einen Teil des Muster-Rapportes, etwa so viel wie auf jedem langen Ärmel.

Ich habe mir vorgenommen, mit dem Aufschneiden noch zu warten. Insbesondere beim Vorderteil möchte ich erst eine Anprobe machen und sehen, wo Kreise sitzen. Seitlich zwischen Arm und Körper entscheide ich auch Aufschneiden nach Anprobe.



Vor einiger Zeit habe ich bereits ein Kindershirt mit einem Kreismotiv genäht und von Hand als Applikation bestickt.

Fotos von Details folgen, zum Vergrößern bitte anklicken

  



Rückseite




Werkeltagebuch