Stoffspielerei-Thema im März ist Taschen. Zu diesem Thema ist vieles möglich: Von Taschen an/in Kleidungsstücken oder Behältnisse zum Tragen von Dingen, die wir von A nach B oder mit uns rum tragen. Die Taschen-Themensammlung findet Ihr bei Petersilie & Co
Ich werde eine Umhängetasche zeigen, die im letzten Nähkurs entstanden ist. Wer selbst näht hat den Vorteil, diese Dinge an Gegebenheiten und Bedürfnisse anzupassen. So war es für mich auch bei dieser Tasche, die ich derzeit im Alltag außer Haus nutze.
![]() |
| Umhängetasche mit Atarashii-Taschenband außen |
Eine Tasche gleicher Konstruktion hatte ich beispielsweise hier schon mal gezeigt. Ich mag die angebrachten Taschenbänder innen und außen als dekorativ-praktisches Element. Dort haben verschiedene meiner Dinge ihren festen Platz.
Das Taschenband entstand aus Jeans-Resten und Polster-Musterstücken mittels einer Schablone zum Markieren der Kreise und Nahtlinien.
Die sich ergebende Länge von 10 Quadraten war Grundlage für den Taschenkörper. Dieser ist gleich mehrlagig zusammen gesteppt und hat eine Größe von ca. 50 cm x 80 cm. Im Bereich oberhalb des Taschenbandes ist ein Vlies zur Stabilisierung/Stand.
Hinter dem später aufgesetzten Atarashii-Taschenband nähe ich ein weiters Band für Innentaschen auf. Die Einteilung kann ich frei wählen. Die spätere Bodenfläche ist berücksichtigt.
Außen wird das Atarashii-Taschenband aufgenäht. Die Fachabgrenzungen sind (nur) oben fixiert. Die Henkel sind auch schon zum annähen bereit. Dafür habe ich den Hosenbund verwendet - kombiniert mit farblich passenden Hemdenstoffen. Der Abstand zwischen den Trägern ist 15 cm. Eine Pocket-Tasche wird mir Orientierung gegen, wo die Vorderseite der Tasche ist.Vor dem Aufnähen der Pocket-Tasche nähe ich eine Innentasche mit Reißverschluss an. Vorher war es die Hemdentasche des als Futter verwendeten Hemden-Stoffes. Mein Autoschlüssel wohnt in dieser Innentasche mit Reißverschluss.
Zusammen genäht ist die Tasche geräumig und kann auch mal A4-Dokumente fassen. Ein Schlüsselfinder ist auch drin. Bodenfläche ist ein zerschnittenes Kunststoff-Küchenschneidbrett.
Ein paar Jeans-Kreise hatte ich übrig. Die ergaben ein kleines Täschchen für die Kleinteile, die Frau so mit sich rum trägt, ihr wisst schon: Schere, Schraubendreher, Nagelfeile, Stift, Pflaster ... Habt Ihr auch so ein Notfall-Set bei Euch unterwegs?
Weitere Taschen-Projekte auf diesem Blog sind hier verschlagwortet.
Bist du auch eine Stoffspielerin?
Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfekt-Sein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.
Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.
Machst du nächstes Mal mit?
Stoffspielerei-Termine 2026:
25.01.2026: "Ein Buch als Inspiration" bei Langer Faden
22.02.2026: „Licht & Dunkelheit“ bei HeyyOskar
29.03.2026: „Taschen“ bei Petersilie und Co
26.04.2026: „Altes in Neuem“ bei feuerwerk by KaZe
31.05.2026: „Englisch Paper Piecing“ bei 123-Nadelei
28.06.2026: „Tierisches“ bei zwisch-en-durch
Juli und August: Sommerpause
27.09.2026: „Die Kunst des Weglassens“ bei Tyche's Touch
25.10.2026: „Schablonieren“ bei Siebensachen zum Selbermachen
29.11.2026: „Teppiche“ bei made with Blümchen
Dezember: Winterpause







Deine Taschen sind immer so prima durchdacht und aufgebaut. Sehr gut nachvollziehbar ist auch die Anleitung. Ein kleines Notfalltäschchen gibt es bei mir auch, es hieß OHA = Oma hat alles, wurde letzthin aber Mary Poppins Tasche genannt (Schraubendreher muss ich noch reintun). Liebe Grüße, Elvira
AntwortenLöschenJeans mit rot kombiniert finde ich sowieso toll. Aber deine Tasche bietet noch eine Menge mehr praktischer Details und eine sehr schön gestaltete Außentasche. Als Taschenboden ausgediente Küchenbretter zu verwenden, ist eine interessante Idee.
AntwortenLöschenLiebe Grüße Gabi
Ein Schneidbrett als Taschenboden was für tolle Idee, einen stabilen und leichten Taschenboden ist ja nicht so einfach.
AntwortenLöschenTatsächlich habe ich kein explizites Notfallset, üblicherweise habe ich in einer Innentasche, die nie zum Einsatz und ich dann oft auch mal vergesse, was drinnen ist, eine Mischung aus Taschentüchern, einen oder mehrere Stifte, eine Desertgabel (als Notfall Besteck für unterwegs) und Lutschbobons für den Hals und was sonst noch zufällig in der Tasche rumfliegt.
Liebe Grüsse Sabine
Umhängetaschen sind sehr pratisch und du hast es wertvoll gemacht : nähkunst dazu gefügt * mit dem jeans stoff und das schöne farbspiel der untere kante perfekt zum stadtbummel !
AntwortenLöschenlieber gruss
mo
So eine Tasche den eigenen Bedürfnissen anpassen, ist immer perfekt. Die meisten Taschen, die sich bei uns so angesammelt haben, sind immer suboptimal. Solch einen Stabile ist schon echt gut, aber ist sie nicht auch selber schon schwer durch das Material? Mit dieser Kreistechnik schafft man gleichzeitig etwas Chenillie-Effekt, das gefällt mir gut.
AntwortenLöschenViele Grüße Karen
Vergessen: Selbstverständlich habe ich auch so eine Notfalltasche für alles dabei ;)
AntwortenLöschenLiebe Ute, wieder eine gelungene Tasche. Finde es einfach klasse, wie du schönes mit praktischen Verwendungszwecken kombinierst. Eine echte Stoffspielerin 🫶. LG Doris
AntwortenLöschenLiebe Ute, kein Wunder, daß diese Tasche jetzt täglich im Einsatz ist - so gut durchdacht und auf individuelle Bedürfnisse eingerichtet. Das dekorative Element macht die Tasche zu etwas ganz Besonderem, und Jeansstoff ist nicht so schmutzempfindlich. Eine Notfalltasche habe ich bei meinen Einkaufstouren auch dabei, mit Nagelfeile, Heftpflaster und Schweizer Offiziersmesser.
AntwortenLöschenDanke fürs Zeigen, liebe Grüße von Tyche
Liebe Ute,
AntwortenLöschendie ist cool!
Die Taschen, die wir unseren Bedürfnissen anpassen, sind die besten. Da hat jede von uns so ihre eigenen Ideen. Aber Deine Ideen sind besonders genial! Du hast die Außentasche genau über die Innentasche gesteppt? So klasse....
Du hast echt einen Schraubendreher dabei? *lach*
LG
Elke
Super geplant, durchdacht und ausgeführt - wie man es von dir kennt. Eine tolle Tasche! Erst beim zweiten Lesen habe ich begriffen, dass die gepaschten Teile auch noch als Taschen konzipiert sind. Raffiniert!
AntwortenLöschenEin kleines Notfalltäschen habe ich auch meistens dabei - aber ohne Schraubendreher ….
LG
Beate
Liebe Ute, so eine tolles Upcycling-Projekt, deine große, geräumige, aufwändige und schöne neue Alltagstasche! Ich sehe sie direkt an dir, wie gut sie zu deinem Keidungsstil passt! Bei Patchwork an Kleidung und Taschen bin ich immer eher vorsichtig, aber hier passt es wunderbar. Danke fürs Zeigen! Ich habe nicht nur ein kleines Notfall-Täschchen, meine ist in der Größe einer kleinen Handtasche mit vielen Fächern, in der sich alles Mögliche befindet: Nagelset (mit Schere), schweizer Taschenmesser (inkl. Schraubendreher), kleiner Schuhlöffel, Reisebesteck, Taschentücher, kleines Akkupack für Handy-Notfälle, diverse Ladekabel... Das ist extra praktisch, weil ich beim Wechsel meiner großen Tasche einfach nur das eine Teil nehmen und umpacken muss. Liebe Grüße, Gabi
AntwortenLöschen