Dienstag, 20. April 2021

Hexagon-Stichelei: Buchumschlag

Ein Handnähprojekt gibt es hier fast immer. Vor einiger Zeit habe auch ich sechseckige Papierstücke mit Stoff  umspannt und aneinander genäht um diese Technik kennen zu lernen.
Meine ersten Papier-Hexagone waren Kopien einer Vorlage aus dem Buch Hexagon Magic


Das kleine Täschchen ist übrigens nach der freien Anleitung von kreativoderprimitiv.de entstanden. 


Es ist praktisch für ein mobliles Handnähprojekt. Innen sind ein paar zusätzliche Fächer aus Stoffresten angebracht. Fertig geschnittene Papier-Sechsecke hatte ich auch mal gekauft aber bisher nicht verwendet.

Für meine ersten Versuche habe ich Stoffreste verwendet: Alles in passender Größe habe ich um selbst geschnittene Papier-Hexagon-Schablonen geheftet. Dafür habe ich Heftgarn aus DDR-Zeit vernäht. Bei den ersten habe ich das Papier noch mit angeheftet. Als erstes entstand Hexagon an Hexagon ein Nadelbuch

So ein Handnähprojekt für abends machte mir Spaß und gleichzeitig neugierig auf weitere mögliche Muster. So entstand mit weiteren halben Hexis eine grafisch gemusterte Fläche:


Die Heftstiche halten das Papier nur noch bei den halben Hexagonen. Verwendet habe ich überwiegend Hemdenstoffstücke von Kragen und Manschetten. Interessant ist auch wie sich ein gestreifter Stoff einfügt.


Die verbliebenen Heftfäden fixieren die Nahtzugaben. Der Stoff ist robust genug so dass sie sich nicht durchzeichnen.

Als die Fläche groß genug ist für einen Buchumschlag für meinen Ordner mit Kunststoff-Schablonen verbinde ich die Form zu einem Ring und schneide gerade wie abgebildet.
Meine Handnähstiche sind sehr kurz so dass ich keine Bange habe dass sich schnell etwas auftrennt.

Kaschierten Schaumstoff in der Größe meines Buches fixiere ich mittig mit Bügelvlies bis zum Rand der Patchworkfläche. Etwas Quiltschrumpfung habe ich eingeplant. Abgesteppt ist recht dicht dem Muster folgend mit Maschine. Seitlich fassen Stoffreststreifen die offenen Kanten. 
Als Umschlag genäht ist nach einer weiteren Buchanprobe. Oben und unten ist von Hand umgenäht.

Das solcher kleinen Absteppen ist für mich auch herantasten an diese Technik bezüglich Garnfarbe, Absteppdichte und ich überlege dass von Hand für EPP-Flächen vielleicht passender wäre.

Nun weist die Hülle gleich auf den Inhalt. Das bringt Ordnung und Struktur ins Nähzimmer.




Angespornt durch dieses Nähergebnis habe ich ein anderes Flächenmuster mit Hexagonen heraus gesucht. Die vorbereiteten Hexis überwiegend aus hellblauem Hemdenstoff sollen ihren Platz finden.


Ergänzt ist hier mit variiertem Schnitt der Schablonenkopie aus oben gezeigtem Buch. Graue und schwarze Stoffstreifen sind von Hemdenkragen und Manschetten. Der grüne Streifen ist aus einer sehr bunten Übergardine.


Zum Handnähen nutze ich eine kurze 9er Quiltnadel und Polyestergarn. Beim Einfädeln hilft ein Colver Einfädler.


Das entstandene Webmuster mag ich. Es soll ein Ordnerumschlag werden. Es liegt hier bis ich entschieden habe wie ich quilte. Vielleicht doch von Hand? Ein Bullauge am Ordnerrücken wäre schön ...

Übrigens sind noch Hexis übrig. Ich habe mit mir ausgemacht, dass ich ein neues Projekt mit nähen auf Papier beginnen darf wenn meine Hexis vernäht sind. Fortsetzung folgt ...

Diesen Text sende ich zur Linkparty: 

Patchen und Quilten bei Nähzimmerplaudereien


UFO-Time bei Valomea

7 Kommentare:

  1. Tolle Projekte zeigst du.Das spornt an und alte Hemden zum üben habe ich auch.
    Liebe Grüße Gitta

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Ute, das sind ja wunderschöne Muster und die Projekte von der Größe her überschaubar. Das gefällt mir sehr, auch dass Du wieder Hemden verarbeitet hast. Das ist ein sehr ergiebiges Material ;o)
    Vielen Dank für die Inspiration und liebe Grüße an Dich
    Katrin

    AntwortenLöschen
  3. Wahnsinn , wie "bloßes Aneinandernähen" ein solch optische Wirkung ergibt. Das ist jetzt die erste Variante von EPP. die ich mir vorstellen könnte (aber nein, ich nähe nicht von Hand, die Augen schaffen es nicht)
    Liebe Grüße und frohes Weitersticheln
    Ines

    AntwortenLöschen
  4. Deine Hexagons sehen ja klasse aus! Aber ganz ehrlich: das ist doch noch dreimal mehr Arbeit als bei einfachen Hexagons, oder? Puh, das ist nichts für mich, da schaue ich lieber bei dir zu ;-)
    Liebe Grüße Christiane

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Ute, das ist ja eine sehr interessante Technik. Die Buchhülle ist stark und das Webmuster erst! Ganz große Klasse, da kriegt das Hexienähen gleich eine ganz andere Attraktivität. Aber nein, ich lass mich erstmal nicht verführen.
    LG eSTe

    AntwortenLöschen
  6. Hallo Ute,
    dieses Schnittmuster habe ich auch gespeichert. Es zu vergrößern ist eine prima Idee.
    Schön, dass du dich bei der Linkparty gleich mit 2 Posts beteiligst!
    LG Doris :o)

    AntwortenLöschen
  7. Liebe Ute,
    ich bin immer wieder beeindruckt, wie konsequent Du die Reste verwendest. Da bist Du mir ein ganz großes Vorbild! Die Muster mit den halben Hexis und Streifen sehen toll aus. Eine richtig gute Idee!
    LG
    Elke

    AntwortenLöschen