Samstag, 26. März 2016

Meshwork = Japanische Flechttechnik

Bei Machwerk werden diesen Monat verflochtene Stoffspielereinen gesammelt, eine Gelegenheit, mal wieder etwas Ungewöhnliches auszuprobieren.


Den 3D-Effekt von Meshwork-Flecht-Flächen finde ich interessant. Als Flechtbänder habe ich 4 cm breite Baumwollstreifen im Fadenlauf zu 1 cm breiten Bändern gebügelt, so dass sie Schnittkanten innen liegen.

Trotz mehrerer Versuche ist es mir nicht gelungen, das geplante Würfelmuster zu flechten.


Letztendlich habe ich das Flechtwerk 2lagig belassen und mit der hinterlegten Stoff-Fläche durch Maschinen-Quiltnähte fixiert. Die 3 Farbe habe ich eingereiht: 1 oben 2 unten bis alle vorbereiteten Streifen verflochten waren.

 

 
Inzwischen ist die Fläche in ein Box-Mäppchen integriert. An den Kanten war es auch ohne die 3. Lage dick genug.
 
Falls ich noch mal Meshwork probiere benutze ich Geschenkband oder etwas, das offenkantig ausfransen darf.
 
Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat werden die Links mit den neuen Werken zwecks Erfahrungsaustausch gesammelt.
 

Mittwoch, 23. März 2016

Raglan-Top und Hose mit Reverse-Stickerei

Vor einiger Zeit habe ich ein Tops mit Raglan-Ärmeln genäht. Die Größe ist zum Darüber ziehen, die Ärmel habe ich abweichend vom Schnitt verlängert. Darunter trage ich ein Stehkragenshirt aus dem gleichen Jersey: Zwiebelschalen-Garderobe im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg 


Oder kann sich einer ein Leben ohne Jeans vorstellen?
Ulrich Plenzdorf

 
 
Das Muster auf der Hose ist von Alabama Chanin. Auf die Hosenbeine ist es mehr und weniger unter dem Knie platziert, mit Hemdenbaumwollstoff hinterlegt, umstickt und stellenweise frei geschnitten. Beim Waschen soll es noch plüschig ausfransen.
 
 
 
 
So kommt das Muster auf den Stoff.
 

Dienstag, 22. März 2016

Kindermützen stricken aus Wollresten

Schon im letzten Winter sind nach dem Sortieren meiner Wollvorräte ein paar Kindermützen entstanden. Für eine Kindermütze sind 50 g oft ausreichend, ansonsten findet sich ein weiterer Rest als Ergänzung.

Nachdem ich die erforderlichen Maschen für den Kopfumfang von 50 cm schon mal erprobt hatte war das Stricken für meinen Enkel ein Nadelspiel-Vergnügen, das pro Mütze einen Abend andauerte.

Damit es nicht langweilig wird experimentiere ich gerne und stricke mal einen Schlauch entgegen der üblichen Art. Reste von Multicolorgarn wechseln sich mit einfarbigen Resten und sind nach ausreichender Länge zum Ring geschlossen. An der Seite mit den Spannfäden nehme ich neu Maschen auf und stricke mit abnehmenden Maschen weiter. Aus den restlichen verfügbaren Garn entstehen die Zotteln, eine zum Zubinden.

 
Noch eine Mütze: Das Prinzip ist gleich, allerdings sind die zu Beginn angeschlagenen Maschen weniger an der Zahl. Für das Kopfteil wechseln sich Garnreste mit Rechtsreihen und Linksreihen. Abgenommen ist an 4 Ecken.
 
 
 
Aller guten Dinge sind 3: Die Multicolorfarben sind so schön bunt, da braucht die Mütze keine Extravaganzen. Es ist immer spannend, wie sich aus den mehrfarbigen Strangpartien das Muster der Fläche bildet.
 
Zu guter Letzt ein Experiment in Multicolor: Auf dem Nadelspiel sind nach dem Rechts-links-Part eine Nadel auf der sich dieser Part fortsetzt, eine Nadel voll rechten Maschen und das ganze nochmals wiederholt. Auf den Abschnitte mit den rechten Maschen sind am Beginn jeder 2. Runde 2 zusammengestrickt und am ende der Nadel eine Luftmasche zum Ausgleich. Am Ende ergaben sich 2 Eckpunkte, genau kann ich mich nicht erinnern, die rechts-links-Bahnen kommen zueinander. Die Restwolle reichte für 2 Trotteln und einen Garderobenaufhänger dazwischen.

 

Mützen stricke ich gerne, am liebsten ohne Anleitung. Das Stricken selbst hat etwas meditatives und schnell wird man mit einem praktischen Ergebnis belohnt. Am liebsten möchte ich weitere Mützen stricken, allerdings sind 4 Stück für einen Enkel erst mal ausreichend.

Sonntag, 20. März 2016

Buchrezension: Kleidungskonzepte für jede Figur


176 Seiten, über 350 Abbildungen
Format: 28 x 22 cm, Broschur
ISBN 978-3-8307-0906-0
Das Buch enthält nach einem historischen Überblick zu Mode und Kleidungsstil detaillierte Informationen zu Silhouetten und Linien, Materialien, Farben, Mustern und Texturen sowie eine Übersicht von Schnittformen der Damengarderobe. Darüber hinaus gibt es Auskunft zu Styling-Grundlagen für bekannte Figur-Typen, zusätzlich für Figuren, die nicht den Standardmaßen entsprechen.

Die Geometrie der Silhouette sowie Kleiderlinien sind anschaulich bebildert und erläutert. Informationen zur Darstellung in Modezeichnungen sind nicht nur für Modestudenten interessant.

Das Buch hilft dabei, sich seiner Körperform und Statur bewusst zu werden um vorteilhafte Kleidung auszuwählen, die die Vorzüge der eigenen Figur ins Bild setzt. Eingeschliffene Selektionsgewohnheiten der Kleiderwahl kann man überprüfen und erfährt, warum dieses oder jenes Kleidungsstück vorteilhaft aussieht oder nicht in Frage kommt.

Für mich ist das Buch eine Bereicherung. Im Laufe der Jahre haben sich bestimmte Kleidungsstücke und Schnitte für mich bewährt, ausgehend von Anforderungen des Alltags bevorzuge ich Teile, an die ich gewohnt bin. Das Buch hat meine Gewohnheiten in vielen Punkten bestätigt, so fand ich beispielsweise Antworten darauf, weshalb ich mich in Röcken nicht wohl fühle. Zusätzlich hat es meine Sicht auf mögliche Kleidungsstücke erweitert und ich beachte schon bei der Stoffwahl, beim Zuschneiden und kombinieren von Stoffen die Tipps aus dem Buch. Farblich abgesetzte Schulterpassen werde ich zukünftig vermeiden weil diese die Größe optisch stauchen.

Das Buch ist Baustein einer Reihe von Schneiderbüchern der Autorin Teresa Gilewska.
Auf Anfrage stellte mir der Stiebner Verlag ein Exemplar zur Verfügung.

Sonntag, 28. Februar 2016

Es war einmal ein Tuch

Bei Suschna werden diesen Monat Stoffspielereinen mit Tüchern gesammelt.


Ein interessantes Thema, Gelegenheit mal die Tücher im Garderobenschrank zu sichten um zu schauen, was sich für eine Verwandlung eignet. Wegen den Farben habe ich mich allerdings einen dünnen Schal entschieden, der genauso gut durch ein Tuch ersetzt werden kann.

Aus einem Baumwollshirt habe ich Knopfleiste und Kragen heraus getrennt. Ach aus den Seitennähten habe ich Fäden der Overlocknähte gezogen = aufgetrennt, so lassen sich Änderungen komfortabler integrieren.


Doppellagig ist der dünne Tuchstoff an die vergrößerte Ausschnittöffnung drapiert und mit der Overlockmaschine angenäht. Rest-Tuchstücke habe ich an die Ärmelenden doppellagig angenäht, letzte kleine Reste auf Vorder- und Rückenteil appliziert. So ist das Tuchmuster am Ausschnitt nicht so verloren.
 


Der Ausschnitt orientierte sich an der Länge der heraus getrennten Knopfleiste. Er hätte größer sein können, denn die Überlappung schließt gut. Es trägt sich angenehm und wird so sicher öfters getragen als das integrierte Tuch alleine.


Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat werden die Links mit den neuen Werken zwecks Erfahrungsaustausch gesammelt.

Sonntag, 21. Februar 2016

Buchrezension: Schnittkonstruktion in der Mode - Ändern & Aufwerten von Kleidungsstücken

Jeden 3. Sonntag im Monat stelle ich hier ein Buch über Handarbeiten vor.
2016 werden es Bücher sein, die sich mit Nähen, Ändern und Wiederverwerten von Kleidung beschäftigen.
Das Buch aus der Reihe Schnittkonstruktion in der Mode

Format: 28,0 x 22,0 cm, Broschur, 176 Seiten , ca. 300 Abbildungen
Blick ins Buch
ISBN 978-3-8307-0889-6  
zeigt mit leicht verständlichen Grafiken
- die gebräuchlichsten Ausbesserungsarbeiten von Kleidung
- Änderungsarbeiten von Kleidung.
Diesen beiden Inhaltsschwerpunkten gehen allgemeine Informationen zur Einschätzung von Schwierigkeiten, Stoff- und Maschen-Eigenschaften voraus.
Die Auswahl der Ausbesserungsarbeiten erfolgte praxisnahe und berücksichtigt Fälle, die alltäglich als Nähreparatur anfallen: Säume befestigen bzw. ausbessern, Reißverschlüsse auswechseln, Knöpfe mit Verstärkung annähen, Taschen/Taschenfutter ausbessern ...
  
Änderungsarbeiten sind nach Kleidungsstücken gegliedert. Der Abschnitt über Jacken beispielsweise enthält u.a. kompetente Informationen zur Position von Abnähern, zum Auswechseln des Futters, zur Schulterpolsteränderung sowie detaillierte Informationen zum Ändern von Ärmeln. Hier findet man Lösungen zum Kürzen, Abnähern am Ellenbogen, Ändern der Arm-Kugel auch für 2teilige Ärmel.
  
Ein letzter Abschnitt geht auf schwierige und unmögliche Änderungen ein.
Passform-Fehler von Oberteilen oder Hosen werden gezeigt und analysiert.
  
Profitipps ergänzen die einzelnen Kapitel praxisnahe.
  
Die Autorin Teresa Gilewska unterrichtet seit 30 Jahren Schnittkonstruktion und verfasste eine Reihe von Büchern zum Thema. Zusammen genommen ergeben diese Bücher ein komplexes Nachschlagewerk zum Nähen von Kleidung:
  
Schnittkonstruktion in der Mode  
   Band 1: Grundschnitte
   Band 2: Schnittabwandlungen
   Band 3: Drapieren
   Band 5: Herrenkleidung
  
Kleidungsstil und Erscheinungsbild  
  
Die Entwicklungen unserer Zeit brachten es mit sich, dass Kenntnisse zum Reparieren und Ändern von Kleidung aus dem Allgemeinwissen schwanden. Wechselnde Modetrends und das wachsende Angebot billiger Textilien trugen ebenfalls dazu bei.
  
Das Buch zeigt und erläutert anschaulich Reparatur- und Änderungsmethoden. Wer einen Weg zum nachhaltigen Umgang mit Textil-Ressourcen sucht findet in diesem Buch viele Lösungen, um geliebte Kleidungsstücke wieder tragbar zu machen oder zu ändern.
  
Refashion-Beispiele in Blogs zeigen oft die Verwandlung von XXL-Teilen in M-Größen. Im Gegensatz dazu zeigt das Buch auch Beispiele zur Änderung in die nächstgrößere Größe.
  
Für mich ist das Buch sehr hilfreich. Es hat mich dazu ermutigt, einige Kleidungsstücke aus meinem Kleiderschrank zu ändern. Da ich gerne Textilien wieder verwerte finde ich in diesem Buch Anregungen und Antworten auf Refashion-Fragen. Nach dem ich es zur Hand genommen hatte habe ich Kapitel für Kapitel gelesen und hatte den Eindruck, das Buch vermittelt mir bequem zu Hause einen Kurs, den ich nicht missen möchte.
 
Das Buch stellte mir der Stiebner Verlag auf Anfrage zur Verfügung.

Mittwoch, 10. Februar 2016

Batik-Shirt mit Klöppelspitze - Jersey nähen

Zur Zeit beschäftige ich mich mit dem Nähen von Jersey. Zuerst kommen mal Änderungen und Experimente. Ein Shirt, das ich gerne trage bekommt andere Ärmel.
Gummizug und ein Stück Ärmel habe ich aufgetrennt, um eine Spitze von einem Deckchen anzunähen. Mittig ist eine Kellerfalte gelegt und mit einem gebrauchten Samtband betont.

 
Zusammen mit dem Batikmuster hat das Shirt und ein kleines bisschen Boho-Style.
Der Schnitt vom Shirt ist geklont von einem Kaufshirt.
 
Zum Nähen von elastischen Stoffen, Jersey oder ähnlichen Strickgewirken mit der Nähmaschine verwende ich Stretch-Nadeln mit leicht gerundeter Spitze. Wenn ich mit den Stichen nicht zufrieden bin versuche ich es mit Jersey-Nadeln. Die Kugelspitze lässt die Nadel zwischen die Fasern gleiten und verhindert ein Abwürgen des Oberfadens.
 
Als Ersatz für eine Covernaht kommen Stretch-Zwillingsnadeln zum Einsatz. An einer zweiten Spulenkapsel habe ich die Spannung des Unterfadens gelockert bis ich mit dem Stichbild zufrieden war. Das erspart mir ständiges Verstellen der Unterfadenspannung wenn ich die Zwillingsnadel durch eine andere Nadel ersetze.
 
Um mit der Haushaltsnähmaschine elastische Nähte zu erzeugen benutzt man Stichmuster, die im Rapport eine seitliche Bewegung haben. Den 3fach Geradstich sollte man erst benutzen wenn man sicher ist, dass man nicht wieder aufzutrennen braucht.
 
Im Zusammenspiel von Stichen, Nadeln und speziellen Nähmaschinenfüßen bieten Hobbynähmaschinen viele Alternativen zum Nähen von elastischen Materialien, siehe Übersicht:
 

Mittwoch, 3. Februar 2016

Stehkragenshirt schwarz-weiß

Alle Jahre wieder nähe ich mir für die kalte Jahreszeit ein Stehkragenshirt.
Stand erhält der Stehkragen durch Biesen. Hier hatte ich schon mal darüber geschrieben.

Den Schnitt habe ich von einem anderen Shirt abgenommen und gleich auf die Stoffrückseite gemalt.
 


Das Jersey-Druckmuster hat einen asymmetrischen Verlauf, den ich beim Zuschneiden für eine helle Seite und eine gemusterte Seite aufgeteilt habe.


Stehkragen * Seite * vorne * hinten

Ein Reststück ohne Druckmuster werde ich färben.


Sonntag, 31. Januar 2016

Perlenspielerei

Bei Frifris werden diesen Monat Stoffspielereinen zum Thema Perlen gesammelt.


Perlen und Bling-Bling sind eigentlich nicht mein Ding. Allerdings gibt es welche im Nähzimmer.


So ergab es sich, dass ich welche verwendet habe, um eine Reparatur von Jersey zu kaschieren (Loch sie Foto oben links mittig). Die kleinsten Perlen aus meiner Sammlung habe ich dem Druckmuster folgend frei aufgestickt. Diese kleine Dekoration hat mich einen Abend lang beschäftigt.


Nun habe ich eine Vorstellung davon, wie viel Geduld und Zeit schöne Perlenstickereien erfordern. So schaue ich auf die Perlenspielereien die diesmal bei Frifris gesammelt werden.

Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat werden die Links mit den neuen Werken zwecks Erfahrungsaustausch gesammelt.

Sonntag, 17. Januar 2016

Buchrezension: Hand- und Maschinenstiche * Das praktische Arbeitsbuch fürs Hobbyschneidern

Mal ehrlich, welche Stiche eurer Nähmaschine nutzt ihr wirklich und wisst Ihr, wofür sie nützlich sein können? Auch ich bin lange Zeit mit Gerad- und Zickzackstich beim Nähen ausgekommen, andere Stiche habe ich gelegentlich als Zierstiche eingesetzt.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Stretchnadel und Jerseynadel = Nadel mit Kugelspitze? Wofür benutze ich den Überwendlich-Fuß und wie sieht der eigentlich aus?

Das Nachschlagewerk für mehr als 60 Hand- und Maschinenstiche gibt Antwort. Es enthält bebilderte Beispiele, Anleitungen und Profi-Tipps zum Nähen mit der Hand und der Nähmaschine. Es gliedert sich in 3 Abschnitte: Maschinenstiche, Handstiche sowie Nähmaschinen und Zubehör.

Autorin: Nicole Vasbinder
Format: 22,6 x 17,3 cm
Flexcover, 176 Seiten, über 500 Abb. ->
Leseprobe
ISBN 978-3-8307-0920-6
Rezensionsexemplar vom
Stiebner-Verlag
Zu jedem Stich gibt es einen kleinen Textteil mit Erläuterung und Hinweisen. Eine Grundlagenübersicht gibt Auskunft zum Aussehen, anderen Namen, Alternativstichen, Verwendung, passendem Nähfuß, Stoff, Garn und Nadel. Anschaulich mit Fotos und Grafik bebildert findet man Anwendungsbeispiele und praxisnahe Tipps.

Im 3. Teil des Buches sind Nadeln, Nähmaschinenfüße und Garne mit Merkmalen sowie Verwendungszweck bebildert zu finden.

Der Aufbau des Buches in dieser übersichtlichen Form ist gut durchdacht. Stich für Stich sehe ich, wie ausgewählte Stiche nicht nur dekorativ sondern auch funktional nützlich sein können wie z.B. der Fagottstich. Praktisch ist, dass im 3. Kapitel Informationen zu Nähmaschinenfüßen, Nadeln und Garn direkt nachgeschlagen werden können. Nadel, Faden, Stich, Fuß, Garn und Gewebe bilden beim Nähen eine Einheit und bestimmen das Nähergebnis maßgeblich.

Die Autorin Nicole Vasbinder betreibt in Kalifornien das Nähstudio StitchCraft. Sie ist eine der Gründerinnen der Nähschule Stitch Lounge in San Francisco. Seit 2003 hat sie ihre eigene Accessoire-Linie namens Queen Puff Puff.

Fazit:
Inhalt und Aufbau des Buches haben für mich einen hohen praktischen Nutzen.
Gerade erstelle ich mit Hilfe des Buches eine Übersicht zum Nähen von elastischen Stoffen.

Donnerstag, 7. Januar 2016

Jahresrückblick 2015 und Vorschau 2016

Absehbar, am Ende wird das Neue Jahr zum Alten Jahr ...

Für 2015 hatte ich mir vorgenommen, meine Quilt-Fertigkeiten zu verbessern. Als Praxisübung sind einige Beutel, Kissenbezüge und auch 3 Decken entstanden. Am besten liegt mir quilten mit der Nähmaschine und Obertransport. Freihand-Quilten mit der Nähmaschine möchte ich weiter verfolgen und üben, steht allerdings 2016 nicht im Vordergrund.


Entstanden sind Taschen und Täschchen aus wiederverwendeten Materialien. Einige davon sind nach Anleitungen aus Büchern entstanden, die ich rezensiert habe. Buchrezensionen wird es auch 2016 geben: immer am 3. Sonntag des Monats.


Meine liebste Spielerei ist die Stoffspielerei. An der Aktion dieses Namens habe ich regelmäßig teilgenommen, so sind Sachen entstanden die es ohne die Themenvorgaben nicht geben würde. Den Linksammlerinnen herzlichen Dank für die Organisation. Es ist Gelegenheit, die Komfortzone zu verlassen und etwas ungewohntes auszuprobieren. So ergab es sich, mal "Chenille" auszuprobieren. Diese Oberflächentechnik ist sehr vielseitig einsetzbar und hat mich das Jahr 2015 über verfolgt.
Ein anderes Lieblings-Thema war "Spitzen", da konnte ich alte Spitzendeckchen umfunktionieren.

Im Herbst 2015 ergab es sich, dass ich in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Suhl einen Upcycling-Nähkurs leiten durfte. Diese Erfahrung hat mich herausgefordert und bereichert. Was gibt es schöneres, als Zeit mit Gleichgesinnten zu verbringen und Ideen auszutauschen. Über all die Stifte-Mäppchen, Geschenkebeutel und Kissenbezüge die dort entstanden sind freue ich mich sehr. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn Ideen sich wandeln, individualisieren und in Stoff real werden.

Im Februar wird es eine Fortsetzung geben. Die Kursteilnehmer haben sich gewünscht, Jersey zu nähen. Dieser Herausforderung habe ich mich gestellt, sammle Ideen und bereite zur Zeit Beispiele zum Abwandeln vor. Sicher zeige ich auch hier wie wir gemeinsam Jersey bändigen und in Form bringen. Willkommen 2016 ...

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Alle Jahre wieder ...

... werden hier Geschenke besorgt, alter Lauschaer Glasschmuck wird vom Boden geholt, der Weihnachtsbaum wird mit dem Enkel geschmückt, der Weihnachtsbraten schmort in der Ofenröhre, der Kartoffelsalat ist vorbereitet und die Geschenke stehen unter dem Weihnachtsbaum.


Dieses Jahr sind einige Geschenke in Zugbandbeuteln verpackt. Diese sind für den Nähkurs entstanden, die Musterbeutel waren Gelegenheit schon mal Weihnachten so vorzubereiten wie ich es mir traditionell vorstelle: liebevoll selbst gemachte Dinge. Zugegeben für den Inhalt funktioniert diese Tradition nicht, da sind gekaufte Sachen drinnen, Weihnachten ist heutzutage recht kommerziell. 

In genähte Geschenkebeutel habe ich letztes Jahr schon Geschenke verpackt und verschenkt. Ich hoffe, diese werden wieder verwendet. Geschenkpapier aufreißen hat seinen Reiz, macht aber auch viel Müll - und solchen gibt es mit den Originalverpackungen der Geschenke auch noch reichlich. Die Geschenkebeutel zeige ich noch mal einzeln:

Geschenkeanhänger aus Filz,
ein Geschenk von Kursteilnehmern

Geschenkebeutel mit Upcycling-Futter und Häkelblumen
mit Trägern die beim Zubinden nach innen geklappt sind
- praktisch zum Geschenke nach Hause tragen -

Geschenkebeutel aus Stoffresten und altem Deckchen
Häkelsterne als Anhänger

großer Patchwork-Geschenkebeutel
aus wieder verwendeten Stoffen

Langsam wird es dunkel und heimelich, die Familie ist versammelt, bald ist Zeit zum Geschenke auspacken.

Ich wünsche Euch eine schöne Weihnachtszeit,
lasst es Euch gut gehen
und verbringt die Zeit so, wie es für Euch richtig ist.

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Weihnachtlicher Kissenbezug

Überall wird geschmückt und dekoriert. Hier geht es dezent zu.
Ein Kissenbezug ist entstanden aus ein paar kleinen Deckchen die es mal im "Kunstgewerbe" gab. Das Muster verlangte nach Patchwork mit Dreiecken und nach Quiltstichen von Hand.




Die Knopfleiste war vorher an einer Bluse. Der Kissenbezug war Musternäherei für den Nähkurs im Dezember. Dort sind viele originelle Kissenbezüge durch Upcycling entstanden.
 

Sonntag, 20. Dezember 2015

Buchrezension: Mach mit! Neues Leben für alte Kleider

Do it yourself - Recyceln statt neu kaufen

Kleine, feine Nähprojekte zeigt die Autorin Constanze Derham in ihrem zweiten Handarbeitsbuch.



Format : gebunden, 80 Seiten
Abmessungen: 21 x 21 cm
ISBN: 978-3-89798-482-0
Verlag:
BuchVerlag für die Frau

Ausgangsidee des Buches ist Nachhaltigkeit für Textilien durch Reparieren, Verschönern oder Wiederverwerten, ein Thema, welches derzeit in vielen Medien präsent ist.

Zu Beginn des Buches gibt es hilfreiche Hinweise zu geeigneten Kleidungsstücken, Materialien, zum Auftrennen/Erhalten von Elementen, Färben und zur Nähausstattung.

Die folgenden Kapitel des Buches gliedern sich nach Bekleidungsstücken: Hosen, Hemden, Shirts und Pullover. Zu den einzelnen Kleidungsstücken finden wir zunächst Reparaturtipps und Lösungen wie man z.B. einen Fleck oder ein Loch weg designen kann. Ideen und Nähbeispiele für schöne alltagstaugliche Refashion-Kleidung und Nähwerke für den Wohnbereich folgen. Insiderinformationen kann man auf dem Blog der Autorin nachlesen.

Mein Rettungsfavorit ist die Negativapplikation mit Sternen auf einen Shirt (Buchcover rechts unten). Als Schablonen werde ich Plätzchen-Backformen verwenden ... und gleich mal schauen welche anderen Backformen sich ebenfalls als Schablonen eignen.

Das Buch ist ein praktischer und anschaulich bebilderter Wegweiser in die Welt des Upcyclings. Die Vorschläge lassen mich gleich an Textilien denken die im Nähkorb gestrandet sind. In meinen Gedanken sehe ich schon, wie ich  das eine oder andere Teil dort wieder zum Leben erwecken, vielleicht sogar aufwerten kann. Für mich kommt das Buch genau zur richtigen Zeit, es motiviert mich, das bevorstehende neue Jahr mit einem aufgearbeiteten Nähkorb begrüßen zu können.

Reparatur und Wiederverwendung von Textilien ist für mich eine Selbstverständlichkeit und manchmal auch Herausforderung, die es zu erklimmen gilt wie einen Berg. Dafür sind Anregungen willkommen. Es geht mir dabei nicht um das identische Nacharbeiten sondern um Einblicke in praktische Lösungen und um Beispiele, die man mit verfügbaren Mitteln abwandeln kann. In diesem Sinne ist das Buch genau richtig. Ich mach mit!

Das Buch stellte mir der Verlag nach Anfrage zur Verfügung.

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Weihnachtliche Mehrweg-Geschenkebeutel

Im Nähkurs wurden so schöne Lavendelbeutel genäht, da musste ich einfach nachlegen und auch noch ein paar nähen. Mit Sternendeckchen und rotem Innensäckchen wirken sie weihnachtlich.


Mit einer weihnachtlichen Kleinigkeit gefüllt kann ich sie verschenken und später können sie als Lavendelsäckchen umfunktioniert werden.


Ein Stück hellblau gefärbte Seide ergab weitere Innensäckchen. Hellblau und weiß ist eine Alternative zu den klassischen Weihnachtsfarben.

 
 
 

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Jeans-Kissenbezug im Ragtime-Style

Eine Kissenhüllen für einen Junggesellen in der Familie?
Irgend was mit Jeans ... Ragtime hatte ich für Quilts gesehen und habe es mal ausprobiert.

2 x 9 Quadrate vom 15 cm Kantenlänge habe ich mit der Nahtzugabe nach rechts zusammengenäht, als Verschlussleiste den Bund verwendet und mit Stern-Snaps als Verschluss ergänzt.
Durch einschneiden bis kurz vor der Naht entsteht beim Waschen eine plüschige Kante.

Die Stoffe sind von Hosen aus der Familie. Insider kennen Geschichten zu den von mir vernähten Hosen.

 
Das Kissen war als Inspiration und Verschluss-Beispiel mit mir zum Nähkurs.
Eine Kursteilnehmerin hat die Technik
kombiniert mit Chenille, eine sehr gute Idee.